Spreestern – frische, gehobene, deutsche Küche in Kreuzberg
Auf dem Rückweg vom Essen im Restaurant Spreestern haben wir uns darüber unterhalten, wie schön es ist, Berlin jede Woche neu zu entdecken und wie faszinierend es ist, was diese Stadt zu bieten hat. Der Spreestern ist ein Faszinosum der besonderen Art. Die uralte Gaststätte, die vor gut 100 Jahren für die gehobene Klientel errichtet wurde, erstrahlt heute in neuem (alten) Glanz und ist für mich einer der schönsten Räume, die ich bis weilen gesehen habe. Die gut fünf Meter hohen Kassettendecken wurden detailverliebt mit Stuck versehen, die riesigen Fenster zur Straße hin bestehen aus hübscher bunter Bleiverglasung, passend dazu sitzt man auf bequemen Stühlen mit hoher Lehne und an der langen großen Tafel mitten im Raum könnte man sich gut Ritter vorstellen, die ein rauschendes Fest feiern. Man möchte am liebsten selber das nächste Fest hier feiern. Ein wirklich schöner Ort. (weiterlesen…)
tangs kantine – chinesische Küche in Kreuzberg
Es war Anfang Dezember und mitten in der Woche als wir tangs kantine besuchten. Ich hatte vermutet, dass nur wenige Gäste da sind, aber auf keinen Fall damit gerechnet, dass der Laden völlig ausgebucht ist und es zudem einen deutlichen Überhang an weiblichen Gästen geben würde. Wir hatten wie immer reserviert. Einige Spontanbesucher mussten wieder gehen. Unglaublich! Nun waren wir alle gespannt auf den weiteren Verlauf des Abends. Ich bestellte mir als erstes ein Kännchen China Chresamtheme Tee für 3 €. Dieser kam in einer typischen Kanne und als schönes Gedeck serviert. Überhaupt waren alle Tische schön vorbereitet: für die Platzdeckchen aus Bambus, die gefalteten blauen Servietten und die Essstäbchen mit Ablagen gibt es die ersten Pluspunkte. Nicht ganz so optimal ist der einzige große Raum, in dem sich alles abspielt. Bei voller Besetzung, wie an diesem Abend, wird es zuweilen recht laut. (weiterlesen…)
RosaCaleta – ein neuer Stern an meinem Gastrohimmel
Das RosaCaleta ist ein neuer Stern an meinem Berliner Restohimmel. Wir haben ganz unerwartet einen tollen Abend dort verbracht. Beim Eintreten war ich erst skeptisch, denn als erstes nimmt man die gedeckten Tische wahr: weißes Tuch, Weingläser, Kerzen, Blumen. Man steht auch gleich im Hauptraum. Kein Flur, keine Nische, keine Theke. Vereinzelt sitzen Gäste. Ein Tresen oder Kellner war nicht in Sicht. An den Wänden hängen Kunststücke und es spielt keine Musik. “Überkandiedelt”, “teuer” oder “Künstler unter sich” könnte man meinen. Ist es aber ganz und gar nicht. Uns kam wenig später ein Mitarbeiter entgegen, zeigte uns unseren reservierten Tisch und nahm uns die Jacken ab. Und alles ganz entspannt, total nett und unverkrampft. (weiterlesen…)
Zitrone – Knurrhahn und Dorade

Nur allzu selten bewegen wir uns aus unserem Bezirk heraus und wagen einen Abstecher zu den Nachbarn. Umso mehr freuen wir uns dann, wenn die “weite Anfahrt” mit einem guten Essen belohnt wird wie das Beispiel der Zitrone in Kreuzberg zeigt. Als erstes staunten wir über große Platzangebot, man sitzt nicht gedrängt oder zu dicht am Nachbarn, es überwiegt ein gemütliches Kerzenschein-Ambiente und die großen offenen Fensterfronten bieten freie Sicht nach draußen auf’s Kiezgeschehen. Wer mal was für größere Feiern sucht, kriegt hier locker 120 Leute unter und draußen auch noch mal bis zu 80 Personen. (weiterlesen…)
Sanabel – Schawarma Imbiss Restaurant Mix Kreuzberg
In der Berliner TIP-Zeitschrift wurde das Sanabel überschwenglich besprochen und gelobt – ein Grund für uns hinzugehen, zumal Soph das Sanabel im Friedrichshain kennt und immer sehr zufrieden war. Im Gegensatz zur Friedrichshainer Filiale ist der Kreuzberger Ableger richtig groß. Es gibt jede Menge Plätze drinnen und draußen. Eine Tischreservierung ist nicht nötig. Bedient – wie in einem Restaurant – wird hier allerdings nicht. Bestellungen werden am Tresen aufgegeben und abgeholt. Wir mit unserer großen Gruppe bekamen Zettel und Stift angeboten, um alle Essenbestellungen zu notieren. Den haben wir dann einfach abgegeben. Unsere Essen hat man uns serviert und alles zusammen an den Tisch gebracht. Also doch wieder nicht ganz Imbiss. Der Service war den ganzen Abend durchweg lobenswert. (weiterlesen…)
Burgermeister – Fastfood für die digitale Bohème
Tja, was sagt man dazu: Sonntag 19 Uhr, rechtzeitig vorm Tatort, kriegen auch unsere Vordenker der Nation
Hunger und verzehren schnödes Fast Food am Imbissstand unter der Hochbahn. So schön kann selbstbestimmtes Leben sein! Die Riesenmaschine mit dem Magenta-Irokesen fällt zwischen den anderen Bohèmians und Partypeople kaum auf, obwohl er in “echt” viel imposanter rüber kommt als auf seinen Fotos.
Unter den circa 20-30 Gästen tragen mindestens zwei eine überdicke Hornbrille à la Woody Allen; zwei Mädels haben kleine schicke Hüte auf dem Kopf und werden permanent von ihrem Freund fotografiert; der wiederum lange spitze Schuhe an zarten Beinchen in Röhrenhosen trägt; ein anderer lässt seinen Irokesen heute ungestylt, so dass die Haare lang über die abrasierten Seiten hängen, dazu eine schneeweißgerahmte große Sonnenbrille im Pilotenstil à la Top Gun und direkt neben uns erarbeitet man ein Veranstaltungsablaufplan bis ins Detail. (weiterlesen…)
No Kangaroo – dafür lahme Ente beim Heurigen in Kreuzberg
Na das war eine Pleite. Die Webseite des Restaurants, das Konzept der Agentur Walter Junger & Friends und
der gedruckte Bericht im “Prinz” hatten sooo viel versprochen. Alles hörte sich einladend und alles andere als langweilig an. Unsere Einladung hat eine interessierte, teilweise mit der österreichischen Küche vertraute 8er Runde zusammengeführt. Gegen 20:00 Uhr trudelten alle nach und nach ein. Das No Kangaroo war zu dieser Zeit eher spärlich besucht – mehr Personal als Gäste.
Die Dame vom Service hatte unsere Reservierung und schlug uns einen passenden Tisch vor. Die Einrichtung ist wirklich gut und zünftig gelungen und es wurde sehr aufwendig versucht das Heurigen-Ambiente nach Berlin zu bringen. Dafür gibt es einen großen Pluspunkt. (weiterlesen…)
Henne – Milchmasthähnchen, sonst nichts
Ich würde fast behaupten wollen, dass es in der Henne die leckersten Brathähnchen (Broiler)
der Stadt gibt. Bei denen heißen die Teile “Milchmasthähnchen” und zur Herstellung und Rezeptur wird beharrlich geschwiegen. Auch auf unsere Nachfrage hin. Ein halbes kostet 6,50 € und wird mit frischem Brot serviert. Viele bestellen sich Kartoffel- oder Krautsalat für 3 € dazu. Zur weiteren Auswahl stehen dann nur noch Knacker, Currywurst, Bulette oder Debrecziner. Das hat an diesem Abend aber keiner der Gäste bestellt. Alle essen Hähnchen.
Der kleine Biergarten ist sehr schnuckelig, man sitzt unter alten Bäumen und ist von der Straße leicht abgeschottet. Bei unserem Besuch war bis auf den letzten Platz alles besetzt.
Wirtshaus Eckbert – deftig deutsch am Landwehrkanal
Das Wirtshaus Eckbert war ein Tipp vom Plattenbaublog. Herr Bodewig war dort zum Spargelessen. Daraufhin wollte ich auch Spargel essen bevor die Saison vorbei ist. Obwohl wir kurz darauf dort essen waren, war der
Spargel schon nicht mehr auf der Karte. Schade. Dafür lockten viele andere (süd)deutsche Gerichte. In erster Linie gibt es hier deftiges wie Schnitzel, Gulasch, Strammer Max, Leberkäs oder Schweinebraten. Das passt auch zum Lokal, das einfach-rustikal eingerichtet ist und eine typische Berliner Eckkneipe abgibt. Die Bedienung ist entsprechend forsch und nimmt kein Blatt vor den Mund. Man bekommt schnell das Gefühl, hier schon immer Gast gewesen zu sein, so vertraut wird geschnattert. (weiterlesen…)
Das Edelweiss – sehr sympatisch, aber…
Mit großer Vorfreude sind wir ins Edelweiss am Görlitzer Park in Kreuzberg gegangen. Unsere Vorabmeinung hatte
sich nur anhand der Webseite manifestiert, die einiges verspricht, so zum Beispiel herzliche Köche, eine traditionelle deutsche Küche, creative Menüs, eine appetitanregende Wochenkarte und bla bla bla – kurz: lecker und fein! Dann vor Ort begeisterte uns die tolle Location mit dem schicken Haupteingang noch viel mehr.

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