Marinehaus in Mitte – sehr guter Service, aber schlechtes Essen
Schon bei der Recherche zu diesem Restaurant und meinem ersten Besuch auf deren Website hätte ich
stutzig werden sollen: der dritte Menüpunkt links lautet “Reisegruppen”. Das schlug bei mir auch negativ ein, aber jeder bekommt ja seine Chance und außerdem war dieser Restaurantbesuch nicht meine Idee. Also waren wir allesamt im Marinehaus essen.
Ich bestellte mir die Haxenpfanne für 8,90 € (Fleisch von der Haxe in Schwarzbiersauße mit Semmelknödeln und Sauerkraut). Bis jetzt ist es mir noch nie passiert, dass mir von dem, was auf dem Teller war, überhaupt gar nichts geschmeckt hat – außer heute und hier. Ich habe weder das Fleisch, noch die Klöße oder das Sauerkraut essen können. Alles hatte einen leicht säuerlichen, alten Beigeschmack. Außderdem kam es mir auch vor, als ob alles gleich schmecken würde. Am Tisch sind einige Essen zurückgegangen. So z.B. auch das Rührei mit dem Spinat samt Kartoffeln oder die Pfifferlinge. (weiterlesen…)
Schenk von Landsberg – brandenburgisches Eisbein, Erbspüree und Hackepeter
Wer südwestlich von Berlin unterwegs sein sollte, entweder zum Einkaufen im A10-Center, beim Golfen in Motzen, auf den Tropical Islands oder beim Wandern am Teupitzer See, der sollte unbedingt in diesen Landgasthof einkehren, um den Tagesausflug deftig abzuschließen. Wir haben dort zu viert für unglaubliche 58 Euro Abendbrot gegessen. Der Gasthof ist klassich mit Kamin eingerichtet und jeder Tisch nach alter Schule festlich gedeckt. Für Berliner ungewöhnlich findet man Tischdecken, gefaltete Servietten und geschultes Personal vor. Der Familienbetrieb gibt sich allergrößte Mühe, seine Gäste zu verwöhnen, was ihm auch gelingt. Es wird eine gute regionale Küche zu fairen Preisen angeboten. Wir hatten sogar den Eindruck, dass die Speisen wirklich selbst und frisch zubereitet wurden: Das Sauerkraut war sauer und fest, das Erbspüree äußert smooze und lecker, der Hackepeter köstlich. (weiterlesen…)
Englers Unikat – Rustikale Kost
Der Eintritt ins “Unikat” läßt alte Erinnerungen wieder aufleben: Nach dem Standortwechsel des Ladens findet man bekanntes Ambiente wieder, das leicht überladen auf Stühlen, auf Sesseln, an Wänden und auf
Schränken rumhängt. Durch das erhöhte Raumangebot bei der neuen Adresse wirken diese dichtetechnisch nicht mehr ganz so schmerzhaft im Auge. Persönliche Highlight war ein ausgestopfter Igel mit gefletschten Zähnen und Spazierstock, nichts ist passender für die vorherrschende Ausstattung zur See, so blöd, dass es schon wieder cool ist. Aber insgesamt fühlt man sich wohl, gedämpftes Licht und ältere Möbel schaffen ein Klima wie bei Oma zu Besuch, ein netter Kontrast zu vielen neuen Lokalitäten, die krampfhaft versuchen hip zu sein.


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