Gorgonzola Club und Kuchenkaiser – abends im SO36
Vor dem Essen im Gorgonzola Club habe ich mir natürlich die Website des Restaurants angesehen. Dem Foto auf der Startseite nach zu urteilen, hatte ich angenommen, dass wir in einem etwas vornehmeren Laden gehen werden. Dem war nicht so. Die weiße Tischdecke war aus Plastik (klebt man dran fest), die Bedienung kam sehr leger, ohne Stil und mit wenigen Deutschkenntnissen daher. Zum Ärgerniss der Männer hat ein großes Bier 4 Euro gekostet und die Gläser waren nicht mal voll.
Ein Lichtblick zwischendurch war der sehr freundliche Mann, der nicht ‘unser’ Kellner war, aber immer gerne ausgeholfen hat, wenn am Tisch was fehlte. Unsere unaufmerksame Kellnerin hatte weder ausreichend Karten noch Bestecke und zu guter letzt auch noch eine leere Käsereibe gebracht.
Großes Lob möchte ich meinen Raviolo Arrabiata aussprechen. Endlich habe ich mal ein richtig scharfes Essen bekommen! Das war hart an der Schmerzgrenze, aber geil! Wenn scharf dran steht, sollte auch scharf drin sein. Hier hat das Essen gehalten, was die Karte vorher versprach. Lecker!
immer-hungrig fand sein Pizza Napoli für 8 € ziemlich gut. Er bestellt immer Pizzen mit Sardellen mit einer extra Portion scharfer Wurst oben drauf (+ 1 €). Im direkten Vergleich zur kürzlich verspeisten Pizza in der Piazza Italiana konnte diese hier dennoch nicht gewinnen, ranigiert aber sehr weit vorne auf seiner Geschmacksskala.
Das super Essen kann man nie genug loben. Es ist aber nicht alles, was einen Restaurantbesuch aus macht und irgendiwe geht die Wahrnehmung dafür völlig unter, wenn viele kleine Nebenanlässe den Schauplatz erobern. An diesem Abend war es so extrem laut, dass wir beschlossen haben, den Nachtisch woanders zu essen. Keiner der sieben Leute unserer Runde musste dazu überredet werden. “Schnell diesem Lärm entfliehen” schien allen auf der Zunge zu liegen.
Die Qype Radar iPhone App hat uns direkt zum Kuchenkaiser gelotst. Nur 180 Meter Fußweg und wir standen mittendrin im nächsten, nächtlichen Kreuzberger Trubel. Der riesige Laden war rammelvoll. Selbst draußen in der Kälte saßen Gäste. Es war kaum ein Tisch zu bekommen. Das spricht für sich. Und obwohl es schon spät war, war die Kellnerin gut drauf. Vielleicht auch genau deswegen – viele Gäste versprechen viel Trinkgeld.
Eine ordentliche Kuchenauswahl sprang uns sofort ins Auge. Ich hätte mindestens 3 bis 4 Sorten essen können! Ein gutes Zeichen. Letztendlich habe ich mich für die Creme Brülee entschieden, die mir leider ein Tick zu fettig und wenig bitter war. Der große Macchiatto kam mit 2,60 € ortsüblich bis günstig daher.
Hier beim Kuchenkaiser machte es die Mischung aus angesagtem, kulturell interessierten Gästen, trinkfesten Stammtischlern und Touristen, die den Laden sehr symphatisch erscheinen ließen, auch wenn das Mobilar schon einige Tage auf dem Buckel hat. Kann man mal wieder hingehen.
- Creme Brulee 4,50 €
- Schoko-Möhre-Nuss Kuchen 2,50 €
- Pfefferminztee 1,80 €
- Cappuccino 2 €
- Spagetti Putanesca 7,50 €
- Pizza Napoli 8 €
- Gnocci Gorgonzola 8,50 €
- Ravioli Arrabiata 8,50 €
- Focaccia Pecorin 3,50 €
- Tageskarte
- Eingang
- Creme Brülee 4,50 €
Gorgonzola Club
Dresdener Str. 121
10999 Berlin / Kreuzberg
http://www.gorgonzolaclub.de
Kuchenkaiser
Café Restaurant Bar & Garten
Am Oranienplatz 11-13
10999 Berlin Kreuzberg
http://kuchenkaiser.blogspot.com/
















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