Berliner Fresse

ISHIN – Sushiimbiss Nahe Checkpoint Charlie

Essen in Berlin by OrgaQueen am 03. Mai 2010

Unagi Cey-Ro: Aal gebratenWir haben uns in eine total touristische Zone gewagt und uns war schon vorher klar, dass es ein ganz anderes Esserlebnis werden wird als es man es von Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg gewohnt ist! In der Zimmer- Ecke Charlottenstraße ist eine von vier Ishin-Filialen. Deren Website kommt vielversprechend herüber, die komplette Speisekarte ist hinterlegt, man führt sich selber als Restaurant und es wird kein Lieferservice angeboten. Von dieser Warte her kann man vielleicht nachempfinden, wenn ich meinen ersten Eindruck als etwas enttäuschend beschreibe.

Es roch schwül-fischigstickig und war laut. Alle Gäste sitzen in einem großen Raum und quasseln. Mittendrin wuseln die Mitarbeiter und Köche. Alles ist eins und ein bisschen wie Kantinenhektik. Tagsüber würde mich das nicht stören, aber abends nach 20 Uhr, nach Feierabend, finde ich so ein Grundbrubbeln anstrengend. Hinzu kam, dass die Essen in der Karte in Menge und Zusammensetzung anders beschrieben wurden als an der Wandtafel. Ich tue mich eh schon immer schwer mit der Auswahl, war die letzte, die ihre Bestellung aufgegeben hat und muss dann noch Rückfrage beim Personal halten. Na egal. Den Grünen Tee bekommt man dafür gratis – im Geschmack sehr ungewohntich und viel zu heiß.

Ohne langes Warten wurde für neun Leute aufgetischt. Unser Tisch war schön voll gepackt mit den verschiedensten Gerichten. Alles zu beschreiben nähme überhand, deshalb beschränke ich mich auf das beste und das experimentellste Gericht. Die Note “hervorragend” bekam der Sake Don für 5,80 €. Bei dieser Art Don wird zarter, roher Lachs auf warmem, frisch gekochtem Reis angerichtet. Diese original japanische Spezialität habe ich zuvor noch nie wahrgenommen, und wenn ich Sophs Schwärmerei so höre, bestelle ich mir das nächste Mal auch sowas.

Ganz und gar zu experimentell erschien uns das Asari Cey-Ro für 5,20 €. Diese Spezialität wird in einem Bambusdämpfer zubereitet und serviert. Sanft gegarter Reis wird mit kleinen gebratenen Muscheln (scharf eingelegt) serviert. Mit dabei sind Lotuswurzel, Shiitake-Pilz und eine Portion in feine Streifen geschnittenes Tamago-Omeletts. Den Bambusdämpfer mit dem Asari Cey-Ro drin haben wir in der ganzen Runde kreisen lassen. Keiner konnte sich mit diesem Gericht anfreunden.

An meinem Take-Menü (7 Nigiri, 6 Maki, 2 Futo-Maki) für 9 € und den Unagi-Makis für 6,20 € (Aal gegrillt mit Gurke) gab’s nicht auszusetzen. Obwohl ich keine Vorspeise hatte und mir in meinen Bauch Platz für den Sushiabend freigehalten hatte, passte nicht alles rein.

Insgesamt fand ich es zu laut, zu ungemütlich, zu kalt, zu ungesellig – jedoch geeignet für einen schnellen Sushiimbiss.

ISHIN JAPANESE DELI

Charlottenstraße 16
10117 Berlin – Mitte
Telefon: 030 – 60 50 01 72

Eingang Zimmerstraße
Nahe Checkpoint Charlie

Montag – Samstag
11.00 – 22:00 Uhr

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3 Kommentare zu 'ISHIN – Sushiimbiss Nahe Checkpoint Charlie'

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  1. Good Food In Berlin sagte,

    am 20. Mai 2010 um 15:43 Uhr

    Ja, genau. Ich habe fast etwas ähnliches über Ishin geschrieben. Toller Imbiss, aber kein gemütliches Restaurant. Und die Sushi schmeckt und ist ziemlich billig :)

  2. Nina sagte,

    am 07. August 2010 um 20:16 Uhr

    schlecht
    laut
    man muss lang warten
    manche schlechte Gäste besezten leere Plätze, lassen andere Gäste nicht sitzen dürfen

  3. blaablubb sagte,

    am 01. Februar 2011 um 14:35 Uhr

    Also ich muss sagen ich war des öfteren im Ishin essen es schmeckt hervorragend(obwohl ich noch mich nicht an die Desserts herangewagt habe). Mich hat die Servicekraft jedesmal enttäuscht, ziemlich unfreundlich und man muss lange warten damit jemand die Bestellung aufnimt. Man kann dort auch nicht lange sitzen ist eher was zum schnellen Essen und wieder weiter gehen. Aber solange der Fisch immer so frisch ist kann man hin.

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