Berliner Fresse

Wirtshaus Spätzle & Knödel … schwäbisch-bayerische Küche in F’hain

Abgelegt unter Essen in Berlin by OrgaQueen am 07. Februar 2010

Spaetzle & Knoedel

.schtief’s Blogberericht hat mich auf das Spätzle & Knödel in der Wühlischstraße aufmerksam gemacht. Vor allem hab ich mich gefragt, ob es für die moderaten Preise zwischen 5 und 10 Euro echte Hausmannskost und anständige Portionen gibt? Ich habe also für einen Abend mitten in der Woche einen Tisch bestellt. Als wir ankamen, war es rappelvoll. Unsere Reservierung wurde Gott-Sei-Dank nicht vergessen, denn sonst hätten wir alt ausgesehen. Erster Tipp von uns: Reservierung unbedingt empfohlen!

Der zweite Tipp kommt gleich hinterher: lasst Euch nicht den Tisch ganz hinten in der Ecke geben. Dort sitzt man ziemlich gedrängt. Der Raum ist schmal und eng. Die Luft war schlecht. Gerade jetzt im Winter, wenn man die Fenster nicht öffnen kann, weil gleich alle anfangen zu friern, muss man mit verbrauchter feuchter Luft leben. Außerdem saßen in dem schmalen Raum 3 größere Gruppen. Es war sehr laut. Aber das soll wahrscheinlich so sein, damit der Wirtshauscharakter entsteht: karges Mobililar, schnelles deftiges Essen, viele Tische, viel Gespräche, gute Preise, Stammtischfeeling.

Mein dritter Tipp: Ihr könnt alles bedenkenlos bestellen, was auf der Karte steht. Aufgrund unserer großen Runde konnten wir vieles probieren, weil sich jeder was anderes ausgesucht hatte. Ich hatte den Schweinekrustenbraten in Schwarzbiersoße mit Semmelknödel und Bayerisch Kraut für 8,50 € und bekam tatsächlich drei Scheiben Fleisch auf den Teller. Dazu frisch gehobeltes Kraut (das süßliche Bayerische) und einen großen Semmelkloß. Über zu wenig Soße brauchte ich nicht klagen und darüber, dass einer der drei Bestandteile des GErichtes nicht schmecken würde, auch nicht. Es war ein richtig ehrliches Essen, dass ich verschlungen habe.

Passend zur süddeutschen Küche wird u.a. Augsburger Bier angeboten. Das naturtrübe Riegele Kellerbier (0,5 L für 3,20 €) kam nicht bei allen Berlinern am Tisch an. Deshalb wechselten einige mit der zweiten Runde zum Oberelchinger Prälat (0,5 L für 3,00 €).

Letzter Tipp: hingehen! Aber Achtung! Hohe Dichte an Neuberlinern und englischsprechenden Gästen, was nicht schlimm ist. Kneipenathmosphäre schließt Besuch mit Oma & Opa aus. Forsche Bediener mit flotter Zunge.

Wirtshaus Spätzle & Knödel
Wühlischstraße 20
10245 Berlin

T 030 27571151

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6 Kommentare zu 'Wirtshaus Spätzle & Knödel … schwäbisch-bayerische Küche in F’hain'

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  1. schtief sagte,

    am 08. Februar 2010 um 09:22 Uhr

    toll dass es euch auch gefallen hat. ich bin immer noch verliebt in den obazda; )

  2. teman sagte,

    am 11. Februar 2010 um 09:09 Uhr

    Hm, euer Text klingt überzeugend, doch diese Fotos, mal eherlich, richtig lecker sieht das nicht aus. Das zwingt ja geradezu zum Selbsttest ;-)

  3. soph sagte,

    am 11. Februar 2010 um 12:07 Uhr

    Ich würde das mal so formulieren, die Küche konzentriert sich eher auf den Geschmack als aufs Anrichten. :)

  4. oceanboy sagte,

    am 11. Februar 2010 um 22:35 Uhr

    CAUTION! OFFTOPIC. Kennt jemand ein Restaurant in Neukölln, das man wirklich empfehlen kann? Wohne seit 2 Monaten hier in Nord-Neukölln und esse mich seither frustriert so durch die Lokalitäten. Die Migranten hier gehen nicht mit der Family essen ==> nur Dönerbuden und Falafelhütten. Zauber des Orients? Kreuzkölln ist kulinarisch besonders enttäuschend. Ist Neukölln für die Berlinerfresse nur terra incognita oder no go area?

  5. Billigflug sagte,

    am 12. Februar 2010 um 09:23 Uhr

    Also ich finde schon, dass die Bilder lecker aussehen. Wenn meine Mama kocht, sieht es auch so aus, richitge Hausmannskost halt. So wie es sein muss.

  6. tainos sagte,

    am 08. März 2010 um 17:40 Uhr

    Nun ja, Wirtshauscharakter oh ja, laut, eng, laut, schlechte Luft, (hatte ich schon erwähnt das es laut war und verdammt eng?) Die Küche konzentriert sich auf den Geschmack ? Nicht bei meinem Sauerbraten, nüchtern vom Semmelknödel bis zum Fleisch, ganz schwaches Tennis :-( . Bier ist sicher immer Geschmackssache, mein Fall war es nicht. Das erste nur süße Plörre, beim zweiten noch vorher gefragt ob auch ein herberes im Angebot wäre…nun ja…dezent & nüchtern. Vielleicht im Sommer nochmal probieren…

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