Frl. Marie – zickige Froileins sind doof
Reißerische Headlines sind normalerweise nicht mein Stil; für diesen Bericht muss es mal sein. Wir hatten an einem kalten und verregneten Samstag Abend im Oktober 2009 einige Erlebnisse, die es uns unmöglich machen, den Laden innerhalb des nächsten Jahres noch mal aufzusuchen. Vorweggeschickt sei, dass es nicht am Essen lag (der Koch hat’s gerissen, das Essen war toll). Schade nur, dass die beiden Mädels an der Front völlig versagten.
Es ging damit los, dass wir reinkamen und niemanden vom Personal sahen. Wir warteten. Irgendwann tauchte eine Ansprechperson auf. WIR gingen auf sie zu und fragten nach unserer Tischreservierung für 6-8 Personen. “Äh. Ja. Hm. Keine Ahnung. Ja da war was, aber wir haben nichts vorbereitet.” An dem einzigen großen Tisch, an den wir rangepasst hätten, saß ein Pärchen mit Weingläsern. Also bot sie uns einen Tisch im Souterrain an, der 2 Etagen tiefer war. Wir stapften ganz nach unten und kamen in einen leeren, eiskalten und somit ungemütlichen Raum, vor dessen einer Wand noch Reste vom Feste standen. Keine Option für uns. Schon gar nicht Samstag Abend, wenn man Zeit und Muße für ein schönes Dinner unter Freunden mitbringt. Also zurüch zwei Etagen nach oben. Dort saß immer noch das Pärchen in der Ecke. Uns blieb nur eines übrig: einfach mit dazu setzen. Zwei Stühle zwischen uns ließen wir frei. Gut, dass wir telefonisch reserviert hatten.
Im weiteren Verlauf war alles ok. Wir bekamen die Karten, die wirklich eine gelungene Auswahl an Essen hatten. Auf der Standardkarte, die man auch im Netz findet, tummeln sich circa 20 Speisen – angefangen bei Klarer Hühnerbrühe und Berliner Kartoffelsuppe über Kartoffelpuffer und Gulasch bis hin zu Tafelspitz, Schnitzel oder Omas Schlachteplatte. Auf der separaten Abendkarte standen noch mal vier weitere, saisonale Hauptgerichte. Alle am Tisch bestellten sich ein Hauptgericht. Zusätzlich wollten sich immer-hungrig und SagDochAuchMalWas eine Kürbiscremesuppe teilen, wozu es leider nicht kam, denn die Suppe kam zeitgleich mit den Hauptgerichten und nicht als Vorspeise (wie normalerweise üblich). SagDochAuchMalWas wagte es, dies zu beanstanden und verweigerte die Annahme der Suppe. Darauf reagierte Frl. Kellnerin schnippisch, so dass sich immer-hungrig etwas lautstarker einschaltete. Er erklärte noch mal deutlicher, dass er die Suppe gerne vor dem Hauptgang gehabt hätte und bekam diese Antwort von Frl. Kellnerin: “Die Kürbiscremesuppe ist von Ihnen bereits gebucht worden, und Sie müssen die jetzt nehmen!” Hin und her, hin und her. Es endete mit dem Schlusssatz von Frl. Kellnerin: “Ich muss mit Ihnen nicht diskutieren. Sie verstehen das sowieso nicht.” Uns allen verschlug es die Sprache. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.
Auf das Essen haben wir eine Weile gewartet. Dafür wurde allen gleichzeitig serviert, es sah super aus und war frisch zubereitet. Ich hatte an diesem Abend den Rindergulasch mit Serviettenknödel für 10 € aus der Standardkarte. Für meinen Geschmack war der Gulasch viel zu würzig, als ob er schon den ganzen Tag auf kleiner Flamme köcheln würde und man am Ende einen reduzierten Sud auf den Teller bekommt. Schade. Ich schien mit meinem Essen Pech zu haben, denn alle um mcih herum lobten ihre Gerichte über den Klee. Da ick diesen Laden so schnell nicht wieder aufsuche, komme ich so schnell nicht in den Genuss, was anderes zu probieren.
Achja, zwischendurch saß eines der Froileins hinter der Theke auf dem Fußboden und schien niedergeschmettert zu sein. Ihre Ellenbogen hatte sie auf ihre Knie gestützt und in Ihren Händen vergrub sie ihren Kopf. Am Nachbartisch ging ein Essen zurück und wir bekamen die lauthalse Diskussion unweigerlich mit. Drama, Baby, Drama! Eins nach dem anderen. Dazu nervte mich der lautstarke Türgong, der immer dann anschlug, wenn der Koch in seiner Kellerküche ein Essen fertig hatte. Da muss eine andere Lösung her! Auch, was die Ausleuchtung betrifft: wenn die Handyfotos nichts werden, ist es eindeutig zu dunkel zum Essen. Man sieht dann auch schlecht, was man auf dem Teller hat.
PS: An dieser Adresse ist das Frl. Marie schon der zweite Nachmieter auf den traditionsreichen Oderkahn. Zwischendurch hatte sich hier das Mathilda versucht. Mal sehen, wie es weitergeht. Das Frl. Marie könnte mit seiner Küche eine Chance haben, wenn das mit dem Personal nicht wäre.
- Herbstpasta 11,50 €
- Teegedeck
- Kartoffelpuffer 5,50 €
- Rindergulasch 10 €
- Chorizo-Kartoffelpfanne 11 €
- Königsberger Klopse 8,50 €
- Visitenkarte
Frl. Marie
Oderberger Straße 11
10435 Berlin
T 030 44040866








(4,80 out of 5)
am 25. Oktober 2009 um 18:00 Uhr
Kleine Anmerkung noch von mir, OrgaQueen saß ja mit dem Rücken zu den Kellnerinen, die Suppe hat es nicht mal bis zum Tisch geschafft. Als die ersten Hauptspeisen kamen, wurde nachgefragt ob sie denn die Suppe vergessen haben. Und da kam dann wie selbstverständlich die Antwort: “Die kommmt auch gleich”. Und da ging dann die Diskussion loss, was dann dazu führte das die Suppe die Küche niemals verlassen hat.
Die Kellnerinnen waren auf jeden Fall der Ansicht, dass man hätte sagen müssen das man die Kürbiscremesuppe nicht zusammen mit den Königsbergerklopsen essen will.
Ansonsten war mein Essen, die Chorizo-Kartoffel-Pfanne, extrem gut. Kartoffeln die perfekte bißfestigkeit alles sehr sehr lecker. Schade für den Koch wenn die Gäste dann oben vegrault werden.
am 28. Oktober 2009 um 20:11 Uhr
Die handgeriebenen Kartoffelpuffer mit Apfelmus für 5,50 € waren auch in Ordnung. Für den Preis hätte es gern einer mehr sein können.
Ich kann auch mit einigem Abstand nicht verstehen, was mit den Damen vom Service los war. Man könnte fast der Meinung sein, die haben den Plan die Gäste zu vergraulen …
am 03. November 2009 um 21:39 Uhr
Ich war eigentlich das doppelte Suppenopfer. Die halbe Suppe wurde mir sowieso nur aufgezwungen – von immer-hungrig. Bööööse
Das Schauspiel mit den Service-Tussen war geil. Dazu kann man nur sagen: Kenntnisreiche Doofheit ungekonnt serviert. Wirklich schade um meine leckeren Klöpse, die schmeckten, aber durch den Ärger einen faden Beigeschmack hatten.
am 02. Dezember 2009 um 16:46 Uhr
wir hatten auch schon das “vergnügen” mit den “service” .girls.
die kennen die karte nicht und diskutieren wirklich gerne.wir hatten deren schauspielqualitäten am nachbartisch zu bewundern.
schade für die küche.
am 01. Januar 2010 um 21:18 Uhr
peinlicher service. einmal und nie wieder. besonders so´ne dunkelhaarige mit tattoos nervt. zicke, unfreundlich und zeigt deutlich, dass ihr der job keinen spaß macht! schde, dass sowas den laden runterzieht und sicherlich viele gäste kostet! wir gehen d auf jeden fall nicht mehr essen, es gibt genig läden in der nähe. gute alternative mit wirklich kompetenten kellnern: oderquelle , auch in der oderberger str. .. gute deutsche küche!
am 03. April 2010 um 21:48 Uhr
hallo,
die dunkelhaarige mit den tattoos ist die geschäftsführerin.
sie hat nicht allzuviel ahnung hat soweit ich weis in soner stampe gelernt.