back.punkt – Frühstück mit Selbstbedienung beim Backdiscount
Der Zufall hat uns in den Backdiscount in Ahrensfelde verschlagen. Wir wollten eigentlich bei McDonald’s in Lindenberg frühstücken und die leckeren Sweet Griddles essen. Doch leider waren wir zu spät. In der Annahme, es gäbe bei McDonald’s bis 11 Uhr Frühstück (an einem Samstag!), spazierten wir entspannt um 10:37 Uhr auf die Theke zu. Die McMorning-Banner hingen noch draußen, aber ein Frühstück wollte uns die bockige Dame hinter dem Tresen nicht mehr machen. Das akademische Viertel war zudem noch nicht überschritten und jeder, der sich innerhalb dieser anerkannten Frist befindet, könnte kulanterweise bedient werden. Aber naja. So kam es, dass wir nur 1,5 km weiter entfernt, den back.punkt entdeckten.
Der back.punkt liegt in einem Gewerbegebiet und sieht im Prinzip wie eine Raststätte aus. Reichlich Parkplätze gehören natürlich dazu. Drinnen gibt es jede Menge Sitzecken und eine vernünftige Auswahl an Backwerk. Wer frühstücken möchte, nimmt sich ein Tablett, wandert an den diversen Stationen vorbei, packt sich den Teller voll und bestellt bei Bedarf ein Rührei bei der Dame hinter dem Tresen. Diese werden aus frischen Landeiern direkt vor den Augen des Gastes aufgeschlagen und gebraten. Man kann sich die frischen Landeier aus der Umgebung auch mit nach Hause nehmen, was wirklich eine gute Idee ist, um die regionale Wirtschaft zu unterstützen. Ich bin der Meinung, ich habe auch Honig ansässiger Imkereien gesehen.
Im weiteren Angebot sind neben Brot, Brötchen und Kuchen, verschiedenste belegte halbe Brötchen, Eiervariationen sowie fette Sandwiches. Wer mag, packt sich zusätzlich Marmelade, Honig oder Schokocreme auf den Teller. Kurz vor der Kasse steht die Kaffeemaschine, an der sich jeder seinen Filterkaffee selber zapft. Lustige Häschentassen gibt’s hier nicht nur zu Ostern, sondern auch im Herbst.
Mein Rührei mit Speck war mir zu würzig. Beim nächsten Besuch wird’s dann das Ei ohne alles werden. Ziemlich gut fand ich die Schrippen, die dem fast bröselfreien Ostbrötchen relativ nah kamen. Die Preise kamen mir auch sehr ostig vor: alles schien nur halb so teuer zu sein wie in Berlins Mitte. Als Manko habe ich die offene Küche wahrgenommen, die im ganzen Raum Bratenspeckgeruch verbreitete und unsere Klamotten infizierte. Am Ende waren wir satt und wurden zudem freundlich bedient. Das hat der McDonald’s gegenüber nicht hingekriegt.
- Hackbrötchen
- back.punkt
- Texas Sandwich
- Rührei
- Vanilletörtchen
- Hackbrötchen
- Rührei
back.punkt
Backdiscount GbR
Spenglerstraße 1
16356 Ahrensfelde
030 98311204








(4,80 out of 5)
am 28. Oktober 2009 um 21:09 Uhr
Also das Essen war schon hart an der Grenze. Ich hatte halbe Brötchen, auf denen die Bouletten-Rohmasse verstrichen wurde und die dann im Backofen gegart wurden. Ich sage mal – interessante Idee – wenn das frisch gewesen wäre! Satt geworden bin ich und billig war es außerdem. Deswegen würde ich aber nicht noch mal hinfahren. Umso mehr ärgert es mich, dass das Potential von diesem Laden so schläfrig vernachlässigt wird.
Während des Frühstücks dort hat mich die ganze Zeit die nicht vorhandene Logistik in diesem Bäcker-Bistro beschäftigt. Bei den Räumlichkeiten handelt es sich meiner Meinung nach um einen ausgedienten Mc Donalds. Der wurde eilig und mit wenig Liebe – dazu nicht mal effizient – aber mit einfachsten Möbeln umfunktioniert. Wahrscheinlich wird der Laden so halbwegs funktionieren. Aber ein paar kleine Änderungen muss ich empfehlen. Das kann ich mir nicht verkneifen.
Dem Kunden muss das Angebot eindeutig erklärt werden. Wir haben erst auf Nachfragen und dann auch nur häppchenweise in Erfahrung bringen können, was es zum Frühstück gibt und wie wir uns das zusammenstellen können.
Der Kaffeeautomat muss aus der Ecke raus, dort ist zu wenig Platz für mehr als einen Kunden.
Die Auswahl an fertig belegten Brötchen muss auch am Wochenende vielfältig sein.
Die Damen hinterm Tresen können ruhig aktiv die frisch zubereiteten Rühreier anbieten.
In den Laden muss mehr Atmosphäre. Die Gäste müssen sich beim Frühstück wohlfühlen. Dann kommen sicher auch viele Stammgäste.
Wahrscheinlich muss die offene Küche wirklich zugebaut werden. Ein Monsterabzug – natürlich flüsterleise – wäre auch eine Alternative.
Ich werde im nächsten Sommer noch mal hinfahren. Mal sehen, ob der
back.punkt den Winter überlebt hat.