Labyrinth – neuer Grieche, alter Name, guter Start
Das Labyrinth, ein griechisches Restaurant in der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg, hat einen neuen
Besitzer, wurde umgestaltet und bietet eine andere sowie viel bessere Küche als sein Vorgänger an. Dies vorweggeschickt lässt sich schon jetzt resümieren, dass es sich wieder lohnt, ins Labyrinth essen zu gehen. Das konnte man vom Vorbesitzer nicht behaupten. Um Verwechslungen auszuschließen, habe ich unseren alten Beitrag über das frühere Labyrinth gelöscht und einen neuen Erfahrungsbericht verfasst.
Wir hatten telefonisch einen Tisch reserviert für einen Abend mitten in der Woche. Als wir ankamen, hatte man unsere Reservierung auch parat. Das Restaurant war jedoch noch fast leer. Es wäre also nicht unbedingt nötig gewesen einen Tisch zu bestellen. Unsere Truppe trudelte nach und nach ein. Es kamen auch weitere Gäste, die das Lokal zum Leben erweckten. Obwohl der Wirt am Anfang des Abends nur uns zu Gast hatte, wirkte er etwas fahrig und versäumte es manchmal, seine Gäste vollends zu verwöhnen. So stellte er die bestellte Flasche Wasser ungeöffnet auf den Tisch. Normalerweise muss sich der Gast die Flaschen nicht selber öffnen und die Gläser einschenken. Diese Unachtsamkeit legte sich im Laufe des Abends und er wurde richtig nett. Er kam dann öfter an den Tisch, erkundigte sich nach der Zufriedenheit, brachte eine extra Portion Tzatziki an den Tisch und klamüserte zum Schluss ohne Murren unsere Rechnung paarweise auseinander.
Nun zum Essen: Die Portionen waren riesig, die Preise moderat bis günstig und es hat hervorragend geschmeckt. Ich habe mir das Souvlaki Xoriatiko für 10,90 € ausgesucht: das sind gegrillte Schweinespieße (3 Stück) mit Tzatziki und Pitabrot, dazu hausgemachte Pommes Frites mit geriebenem griechischen Hartkäse. Man könnte dieses Essen auch mit 5 oder 7 Spießen bestellen – die 3er Variante ist sozusagen die kleinste Version – aber ich frage mich, wer 5 oder mehr Spieße schaffen soll? Ich für meinen Teil habe nicht mal die drei geschafft und auch alle anderen am Tisch hatten mit ihren Portionen zu kämpfen. So eine richtig große Fleischportion ist heutzutage völlig untypisch geworden. Es gibt aber auch Tage, da hat man richtig Heißhunger darauf und braucht genau das! Wenn es dann noch lecker war, wie in diesem Fall, dann war’s ein schöner Abend.
Nach dem ganzen Geschreibe über große Fleischportionen möchte ich zum Schluss noch anmerken, dass ich glaube gehört zu haben, dass ‘Veggie’ mit ihrem vegetarischen Essen auch sehr zufrieden war. Sie hatte die Tomates Gemistes aus der Wochenkarte für 9,10 €. Das sind gefüllte Tomaten mit Reis, frischen Zwiebeln, Minze in Tomatensauce gebacken und mit Schafskäse serviert, dazu Backkartoffeln und Salat.
- Labyrinth
- ungewöhnliches Wasser
- Labyrinth
- Labyrinth Wandbilder
- Taramas 2,70 €
- Panzaria 2,70 €
- Souvlaki Kotopoulo 11 €
- Souvlaki Xoriatiko 10,90 €
- Bifteki 11,50 €
- Tomates Gemistes 9,10 €
- Grillplatte 13,50 €
Labyrinth
Oderberger Str. 16
10435 Berlin
Telefon 030 69567427
Winterzeit (Oktober bis März): Mo-So ab 17:00
Sommerzeit (April bis September): Mo-Fr ab 16:00
Sa-So und Feiertage ab 12:00 bis Open end
Inhaber: Nikolaos Charalampidis
www.labyrinth-berlin.de














am 02. Juni 2009 um 20:28 Uhr
Mein Taramas war sehr gut. Ich bestelle das Gericht bei jedem Griechen. Da habe ich gleich bei der Vorspeise ein schönes Vergleichsobjekt.
Nach der Vorspeise habe ich die Hauptspeise auch nicht geschafft. Das kommt bei mir eher selten vor :-]
Ansonsten gibt es noch keine einhellige Meinung, ob es zum Abschluß noch einen Schnaps aufs Haus gab oder nicht. Das werde ich noch mal recherchieren.
am 02. Juni 2009 um 20:35 Uhr
Das Fräulein vom Service hat mich nicht so überzeugt. Dienstleistung schien nicht ihr Geschäft zu sein …
Zu der Wasserflasche möchte ich sagen, dass es Pflicht sein sollte, geschlosse Flaschen an den Tisch zu bringen und erst vor dem Gast zu öffnen! Insofern ist es mir lieber, die Flasche selbst zu öffnen.
am 16. Juni 2009 um 18:46 Uhr
Besser spät als nie möchte ich auch noch einen Kommentar zu diesem Besuch abgeben:
Ich war nicht so begeistert von dem Essen. Ich hatte Souvlaki aus Hühnerbrust, die Präsentation der Sache war sonst identisch zum Souvlaki Xoriatiko (siehe Foto oben). Besondere Freude am Fleisch hatte ich nicht, weil es fade war. Ich mag Huhn schön gewürzt, das fehlte hier. Die Konsistenz war aber gut, aber nicht saftig (was ja auch selten vorkommt bei Hühnerbrust). Die Pommes schmeckten auch nicht besonders, einfach gewöhnlich. Das Pita … naja, keine Ahnung, ob das überhaupt selbstgemacht war. Da schmeckt mir aber jedes Pide von der Dönerbude besser.
Mir war das ganze Gericht auch einfach zu trocken. Der Klecks Tzatziki war schnell aufgebraucht, zum Glück gab es da Nachschub. Meiner Meinung nach muss ich das aber bemängeln, wenn man zum Schlucken können Nachschub oder andere Soßen ordern muss.
Absolut begeistert war ich von dem Ding mit der Wasserflasche (meine). Ich rege mich jedesmal darüber auf (ohne den Mut zu haben, Protest zu äußern, solange ich keine körperlichen Probleme damit hatte), dass der Inhalt von Wasserflaschen nicht eindeutig original ist. Hier konnte ich das Siegel selbst brechen, da übersehe ich gern das vergessene Öffnen der Flasche durch die Kellnerin.
Apropos, die war wirklich nicht gut. Hoffentlich hat sie nicht nur aus Unkenntnis und schlechter Einweisung eine Originalflasche Wasser gebracht
Fazit: Des Essens wegen muss ich da nicht nochmal hin. Aber wenn Bekannte da wieder hin wollen, geht das schonmal. Die Atmosphäre im Laden war nett.
Und der Flaschentrick müsste schon verifiziert werden.