Berliner Fresse

Burgermeister – Fastfood für die digitale Bohème

Essen in Berlin by OrgaQueen am 04. Mai 2009

Tja, was sagt man dazu: Sonntag 19 Uhr, rechtzeitig vorm Tatort, kriegen auch unsere Vordenker der Nation Cheeseburger mit PommesHunger und verzehren schnödes Fast Food am Imbissstand unter der Hochbahn. So schön kann selbstbestimmtes Leben sein! Die Riesenmaschine mit dem Magenta-Irokesen fällt zwischen den anderen Bohèmians und Partypeople kaum auf, obwohl er in “echt” viel imposanter rüber kommt als auf seinen Fotos.

Unter den circa 20-30 Gästen tragen mindestens zwei eine überdicke Hornbrille à la Woody Allen; zwei Mädels haben kleine schicke Hüte auf dem Kopf und werden permanent von ihrem Freund fotografiert; der wiederum lange spitze Schuhe an zarten Beinchen in Röhrenhosen trägt; ein anderer lässt seinen Irokesen heute ungestylt, so dass die Haare lang über die abrasierten Seiten hängen, dazu eine schneeweißgerahmte große Sonnenbrille im Pilotenstil à la Top Gun und direkt neben uns erarbeitet man ein Veranstaltungsablaufplan bis ins Detail. Das alles geschieht auf kleinem Raum vor einem ehemaligen Toilettenhaus, das jetzt ein Burgerimbiss ist, unter einer lauten Hochbahn an einem Sonntag Abend im Mai mit Burgern zwischen den Kiemen! Und das ist nur die kurze Version des Erlebten. Gegessen haben wir ja auch noch.

An der Bestellluke war eine Schlange, die zügig abgearbeitet wurde. Einer der drei Burgerbrater nimmt die Bestellungen auf, kassiert ab und teilt Nummern aus wie beim Amt. Unser Bestellbon bekam die 119 zugeteilt. Die Nummernanzeige stand aktuell auf 99. Das hieß für uns 20 Nummern zu warten, was ca. 15 Minuten dauerte. Auf diese Tatsache hat uns der Herr an der Bestellannahme im Vorfeld hingewiesen, was ich sehr professionell fand. Überhaupt waren alle drei Herren gut gelaunt und hatten ein Lächeln im Gesicht. Eventuell freuten sie sich auch nur über ihr verrücktes Klientel?! Während der Wartezeit wurden Sitzplätze frei, so dass sich das Warten in dieser Hinsicht gelohnt hat.

Immerhungrig bestellte sich den BBQ-Burger dazu Kartoffelecken und Sour Cream. Ich nahm einen Cheeseburger mit Pommes und Mayo. Für alles zusammen haben wir 9,80 € bezahlt. Der Burger ist groß und schmeckte mir hervorragend. Ich bin sonst kein Burger-Fan (mag nur die von McDoof). Aber der vom Burgermeister hat echt sau lecker geschmeckt. Ferner konnte ihn auch vernünftig essen ohne Maulsperre zu bekommen. Weitere Besuche sind gebont.

Burgermeister
Oberbaumstraße 8

10997 Berlin

unter der Hochbahn, U1 Schlesisches Tor
Mo-Do 11-2; Fr/Sa 11-4; So 15-2 Uhr
Tel. 22 43 64 93

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5 Kommentare zu 'Burgermeister – Fastfood für die digitale Bohème'

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  1. Krümel der Woche (09/19) : Fritten, Fastfood & Co. sagte,

    am 09. Mai 2009 um 10:31 Uhr

    [...] Fastfood für die digitale Boheme [...]

  2. le.x sagte,

    am 18. Mai 2009 um 14:31 Uhr

    …also einen Burger von McDoof kann man nun wirklich nicht mit denen von Burgermeister vergleichen, da liegen Meilen dazwischen. Die Pappgeräte von Mäcces halten da niemals quantitativ und qualitativ mit. War im Meister früher auch öfters als ich in der Nähe gearbeitet hatte.
    Grüße, aus Leipzig

  3. K&T Tester sagte,

    am 01. Juli 2009 um 08:51 Uhr

    Geile Location – war aufgrund Eurer interessanten Beschreibung auch unser Ziel und ich weiß nicht, ob ich dort ohne “Empfehlung” überhaupt angehalten hätte. Die Burger sind einfach spitze und das Ambiente genial! ;-) Da macht die lange Wartezeit – auch wir wurden auf ca. 20 Min. Wartezeit hingewiesen – bei einem schönen Bierchen richtig Spaß! Wir beide diesen Meister-Burger (heisst der so?) gegessen, ist wohl der Premium-Burger und natürlich ne Pommer dazu! Ein Student, der mit seinem Kollegen 4 oder 5 Burger verdrückte, sagte uns, dass der Kreuzburger (keine Ahnung?!) noch etwas besser sein sollte. Dieser ist wohl schräg gegenüber von der roten Laterne. Das wird unser nächstes Ziel…

  4. ralf sagte,

    am 03. Juli 2009 um 10:23 Uhr

    Wenn Fastfood, dann Burgermeister. Ich empfehle Chili-Cheese-Burger.

  5. Berliner Fresse » Jägerklause - Biergarten, Burger vom Grill, Live-Musik sagte,

    am 19. Juli 2009 um 23:34 Uhr

    [...] holte mir zum Nachtisch einen Burger. Der schmeckte mir noch mal etwas besser als die Burger vom Burgermeister, die auch schon gut waren. Die Augen waren natürlich größer als der Mund. Ich musste nach der [...]

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