Berliner Fresse

Kaiser Pavillon – kaiserliche Festmahlzeit (all you can eat-Buffet)

Essen in Berlin by immer-hungrig am 02. Mai 2009

Am östlichen Rand von Berlin besuchten wir die jüngere Niederlassung des “Kaiser Pavillon”. Ein weiterer GötterspeisePavillon befindet sich in Zeuthen. Beides also nicht mehr ganz Berlin, aber doch dicht dran. Da die Mehrzahl unserer donnerstäglichen Herrentagsrunde an besagtem östlichen Scheibenrand wohnt, bot sich der Besuch dort an. Gelockt hatte uns das ALL YOU CAN EAT-Buffet für 12,90 Euro.

Der Kaiser Pavillon macht seinem Namen alle Ehre. Direkt an der Berliner Ausfallstraße B1 gelegen, leuchtet er als knallroter Tempel-Bau dem Verkehrsteilnehmer von weitem entgegen. Bei der Planung dieses neuen Baus wurde auch auf einen großzügigen Parkplatz geachtet. So konnte auch unsere kleine, aber doch auf 3 Fahrzeuge verteilte 5er-Truppe, problemlos anreisen. Donnerstag gegen 20:30 war der Pavillon sehr gut besucht. Vor dem Eingang standen die heutzutage üblichen Raucher-Posten in einer stattlichen Gruppe von mindestens 15-20 Besuchern.

Bis 22:00 Uhr wird im Kaiser Pavillon also besagtes chinesisches Buffet angeboten. Die angebotenen Speisen entsprechen allesamt dem, was sich meine Oma unter chinesischer Küche vorstellt. Schön kross gebratene Ente, Reisnudeln, Eierreis, verschiedene Hühnchenteile, gebacken, gebraten, süß-sauer oder knoblauch-scharf angerichtet. Dazu Gemüse und auch gebackener oder frittierter Fisch. Alles in allen bestimmt 30 oder mehr Produkte, auf die typische eingedeutschte Art versaut. Ordentlich Geschmacksverstärker drauf und natürlich die Sojasoße nicht vergessen, dann wird es der trottelige Deutsche schon für original und authentisch halten. So waren auch die Garnelen, auf die ich mich am Buffet so gefreut hatte zubereitet. Schade drum, total überwürzt und so lange gebraten, dass sie ganz ausgetrocknet und hart waren.

Also wer originale Chinakost, wie im 5 Flavor, Lon-Men’s Noodle House oder gar neuere asiatische Küche, wie im Toca Ruge sucht, der kann sich dieses Buffet sparen. Meine aktuelle Empfehlung wäre da eher das erst kürzlich besuchte KYO in Berlin Mitte. Mit 8,30 Euro zudem auch noch deutlich billiger.

Teil des Buffet ist auch der “mongolische Grill”. Das habe ich persönlich nicht probiert und kann deshalb nur kurz darauf eingehen. Die gewünschten Speisen werden in rohem Zustand aus dem Buffetangebot ausgesucht und zur frischen Zubereitung an die Küche übergeben. Man sagt seine Tischnummer an und bekommt die fertig zubereiteten Speisen kurze zeit später serviert.

Fast gar nichts war am Service auszusetzen. Der für unseren Tisch (Nr. 16) zuständige Mitarbeiter hat sogar zu 100 Prozent überzeugt. Freundlich, schnell und aufmerksam verrichtete er seine Arbeit ohne dabei aufzufallen – super. Seine Vorgesetzte, die erst gegen 23.00 Uhr zum Geschäftsschluss aus Ihrem Versteck kam, fing dann durch häufiges am Tisch vorbeilaufen und scheinheilige Fragerei an zu drängeln. Da kann man doch höfflich informieren, dass 23:00 Uhr geschlossen wird. Ganz problemlos hat sie dann aber beim abkassieren die Sammelrechnung aufgeteilt.  Ansonsten hätte ich mir von den Herren am Empfang bei der Ankunft eine kurze Einweisung zum Ablauf des Buffet und des mongolischen Grill-Vergnügens gewünscht.

Also, wer Oma eine Freude machen will, der kann ihr kaiserlichen Prunk, freundlichen Service und exotische Speisen ohne böse Überraschungen präsentieren:

Kaiser Pavillon
Alt Berliner Str. 20
15366 Hoppegarten

Telefon: 03342/309218
http://www.kaiser-pavillon.de

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Ein Kommentar zu 'Kaiser Pavillon – kaiserliche Festmahlzeit (all you can eat-Buffet)'

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  1. R. Fritsch sagte,

    am 03. Februar 2010 um 09:16 Uhr

    Kaiserpavillon an der B1 – Unhöflich und Herablassend

    Am 30.01.2010 hatte ich im Kaiserpavillon an der B1 ab 15:00 Uhr einen Tisch für 9 Personen reserviert (Reservierung erfolgte eine Woche vorher telefonisch, ohne zeitliche Beschränkung). Als wir um 15:00 Uhr im Restaurant eintrafen, teilte uns die Empfangschefin, Frau Aquino, recht forsch und ohne jegliche Entschuldigung mit, dass uns der Tisch bis 17:00 Uhr zur Verfügung stehen würde. Auf unsere Einwände hin, dass so etwas unüblich wäre und wir uns das nicht bieten lassen würden, bot uns Frau Aquino an, uns ab 17:00 Uhr auf andere Tische aufzuteilen, allerdings müssten wir dann getrennt sitzen. Im weiteren Verlauf der Diskussion äußerte Frau Aquino solche unsinnigen Argumente wie:
    - das Restaurant dürfe bestimmen, wie lange Gäste bleiben dürfen,
    - Buffet-Essen wäre nur für 2 Stunden, danach müsse sowieso Aufschlag gezahlt werden,
    - wenn bei der Reservierung keine zeitliche Begrenzung gesetzt würde, könne das jederzeit danach erfolgen.
    Nachdem Frau Aquino mein Verlangen nach dem Geschäftsführer schnippisch mit ‚Das bin ich.’ Beantwortete und uns letztendlich noch mitteilte, dass ‚die nachfolgenden Gäste einsichtiger wären’ als wir und wir bis 17:45 Uhr bleiben könnten, haben wir uns entschieden, dieses Lokal zu verlassen.
    Wahrscheinlich geht man im Kaiserpavillon davon aus, dass die Gäste nur kommen, um sich im Akkord den Bauch vollzuschlagen, und behandelt sie auch dem entsprechend unhöflich und herablassend. Von der sprichwörtlichen chinesischen Höflichkeit war jedenfalls bei Frau Aquino nichts vorhanden.

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