Berliner Fresse

Haus an der Spree – Es ist Kaffeezeit!

Essen in Berlin by OrgaQueen am 24. März 2009

Die Halbinsel Stralau lässt sich prima umwandern. In einer Stunde ist man einmal rum. Danach möchte Eierschecke mit Kaffee 1,45 €man sich am liebsten in eines der schönen Strandcafés setzen und den Weitblick auf’s Wasser genießen. Doch sowas gibt’s hier nicht. Demnach bleibt einem nichts weiter übrig, als ungewöhnliche Offerten anzunehmen – wie diese hier. Das Senioren- und Therapiezentrum “Haus an der Spree” platziert immer einen Laufstopper an der Promenade. Drauf steht: Es ist Kaffeezeit! 14.30 – 16.00 Uhr. Lange haben wir uns gestreubt, vielleicht auch nicht getraut, reinzugehen. Doch jetzt ist es passiert.

Wir sind rein, haben uns natürlich erst mal verlaufen und sind im Aufenthaltsraum der Senioren gelandet. Zum Café nimmt man am besten gleich links die halbe Treppe nach unten. Im Souterrain ist es dann. Man betritt einen großen Raum, derzeit osterlich geschmückt, mit deckenhohen Fenstern, einer kleinen Leseecke inkl. Buchbestand. Direkt daneben stehen zwei Meerschweinchenkäfige. Wahrscheinlich eine Art Mini-Streichelzoo. Vielleicht hat sie aber auch ein Patient / Senior mitgebracht und sie sind auch nur Gäste des Hauses. Ganz hinten sehen wir einen Billardtisch, an dem drei jugendliche Mädchen spielen. Ein Opi guckt zu.

Ansonsten ist der Andrang nicht allzu groß. Ein paar Tische sind besetzt und eine Betreuerin kümmert sich um den Ausschank. Kaffee & Kuchen bekommt man per Selbstabholer an der Theke. Wir nehmen 2 Kaffee aus der Filterkanne, der wirklich gut schmeckte, dazu ein Stück Apfelstreusel und ein Stück Eierschecke. Für alles zusammen (2 Kaffee, 2 Kuchen) sollen wir 2,90 € bezahlen und kippen fast aus den Latschen. Preise wie vor 20 Jahren. Aber gut. Dafür ist es Self Service, Filterkaffee und normalster Normalokuchen.

Die Kombination aus Weitblick auf’s Wasser UND Kaffeetrinken blieb uns allerdings auch hier vergönnt. Das Cafe befindet sich in Richtung Festland und im Souterrain. Wir haben beide nicht verstanden, warum der Architekt das Cafe samt Terrasse nicht an der anderen Seite des Hauses geplant hat? Dort läge es direkt an der viel belaufenen Uferpromenade mit Blick auf die Rummelsburger Bucht. Haus- und Inselbewohner würden sich sicher besser mixen und neue Bekanntschaften entstünden. Direkt daneben wären der riesen große Spielplatz sowie die Kindersegelschule. Alle Parteien könnten alles im Auge behalten. Sowohl die Eltern, die ihre Kids nicht aus den Augen verlieren wollen, als auch die Senioren, denen das Beobachten von spielenden Kindern sowieso Spaß macht. Ggf. entstünden daraus Freundschaften oder auch Zweckbekanntschaften, neudeutsch “freiwillige Omas” genannt.

HAUS AN DER SPREE
SENIOREN- UND THERAPIEZENTRUM
Bootsbauerstraße 17
10245 Berlin
Friedrichshain

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Ein Kommentar zu 'Haus an der Spree – Es ist Kaffeezeit!'

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  1. mamafritzchen sagte,

    am 16. November 2009 um 11:29 Uhr

    … ich finde auch, dass es nett ist, diese Kaffeezeit anzubieten. Habe aber nicht das Gefühl, dass sich sehr darum bemüht wird. Die Senioren bleiben in der Regel auf ihren Etagen. Unten sitzen in der Regel die Angestellten und die Heimleitung in ihren Pausen.

    … ansonsten ist dort nicht alles Gold was glänzt….

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