Der Kuchenladen – Kuchen aus der Zuckerbäckerei
Wer wie wir mittags im Lon-Men’s Nudelsuppe schlürft, dem empfehle ich dringend, auf die gebackene
Banane beim Chinesen zu verzichten und den Nachtisch in Form eines Stücks Torte im Kuchenladen auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu nehmen. Der kleine Laden kreiert die tollsten Torten in der hauseigenen Backstube. Wir haben erfreulicherweise einen freien Tisch ergattern können. Leider gibt es davon nur vier mit insgesamt 10 Sitzplätzen. Wer dann einmal im bequemen Ledersessel sitzt, hat’s gut und kann die ganze Zeit das Rein&Raus der zahlreichen Kundschaft beobachten. Die meisten Besucher haben sich den Kuchen einpacken lassen und mitgenommen. Das Konzept wird es auch so vorsehen, dass hier keine Massen betreut werden. So erhält sich der Kuchenladen seine Niedlichkeit, die zusätzlch durch pinke Wände, rosafarbene Kronleuchter und ausschließlich männliches Personal (3 Herren zwischen schätzungsweise 28 und 48 Jahre) geprägt wird. (weiterlesen…)
Lon-Men’s Noodle House – chinesische Suppenküche in Charlottenburg
Auf der Speisekarte des Lon-Men’s gibt es eine extra Rubrik für Formosa-Spezialitäten, was bedeutet, dass
hier taiwanesisch gekocht wird. Taiwan wiederum ist eine Insel vor dem chinesischen Festland, wurde früher Formosa genannt, und gehört heute zur Republik China. Grob kategorisiert und aus europäischer Sicht könnte man das Lon-Men’s als chinesische Suppenküche einstufen. Empfohlen wurde uns der Imbiss von einem Insider aus dem Freundeskreis, der regelmäßig in der Volksrepublik China ist. Der weiß auf jeden Fall, was authentische chinesische Küche ist und wo man diese in Berlin findet. Das Lon-Men’s gehört dazu. (weiterlesen…)
Masala II – ein Inder in Schöneweide
Veggie ist ein großer Fan des indischen Essens und so kommt es vor, dass wir uns manchmal in Richtung
der OuterRims bewegen, um neue Geschmackswelten zu entdecken. Das Masala I mit Sitz in West-Berlin hat eine zweite Depandance in Schöneweide (Ost-Berlin) eröffnet. Diese liegt zwischen dem mittleren Rand-Berlin und den letzten besiedelten Gebieten vor dem wilden Raum und den unbekannten Regionen, genauer gesagt ca. 12,5 km vom Alexanderplatz entfernt nahe FEZ und FHTW. Getauft wurde die Außenstation auf Masala II. (weiterlesen…)
Zur letzten Instanz – das älteste Restaurant Berlins
Eigentlich wollten wir im Fernsehturm Restaurant einen Eisbecher essen. Leider waren jedoch alle Tische belegt. So blieb uns nur, nach einem nächtlichen Blick über Berlin und die Schlange am neuen Saturn, die Suche nach einer Alternative.
Da wir in der Nähe waren, beschlossen wir der Letzten Instanz einen Besuch abzustatten.
Mein letzter Besuch liegt mittlerweile mindestens 10 Jahre zurück. Ich konnte mich nur noch dunkel an Bouletten und Schmalztöpfe erinnern.
Das Restaurant war knackend voll. Der Kellner besorgte uns aber ohne Umschweife zwei Plätze an einem Tisch mit 6 Bayern. Die Gruppe passte in etwa so gut ins Resto wie Cindy aus Marzahn ins Borchards. Das Tischgespräch drehte sich um Austern, italienische Küche und um die Kostüme des extrovertierten Künstlers. (weiterlesen…)
Haus an der Spree – Es ist Kaffeezeit!
Die Halbinsel Stralau lässt sich prima umwandern. In einer Stunde ist man einmal rum. Danach möchte
man sich am liebsten in eines der schönen Strandcafés setzen und den Weitblick auf’s Wasser genießen. Doch sowas gibt’s hier nicht. Demnach bleibt einem nichts weiter übrig, als ungewöhnliche Offerten anzunehmen – wie diese hier. Das Senioren- und Therapiezentrum “Haus an der Spree” platziert immer einen Laufstopper an der Promenade. Drauf steht: Es ist Kaffeezeit! 14.30 – 16.00 Uhr. Lange haben wir uns gestreubt, vielleicht auch nicht getraut, reinzugehen. Doch jetzt ist es passiert. (weiterlesen…)
emmas – die Qual der Wahl bei der Wahl der Schalen
Das “emmas” ist eine Neueröffnung im DomAquarée. Für alle Unkundigen: es ist das Karée, das sich
neben dem Berliner Dom befindet und das größte Aquarium der Welt beherbergt. Dieses Aquarium wurde zu AquaDom umbenannt (Aquarium am Dom) und dort lebt u.a der Napoleon-Lippfisch, der bei guter Pflege 3 m lang werden wird. Ich glaube, ich schieß mal ein Foto von Napoleon und stelle es hier ein …. Jedenfalls, das neue Lokal in der Mittel-Mall gehört zur Trattoria Peretti gleich gegenüber. Es sind dieselben Inhaber. Die Kellnerin kannte uns noch aus dem Peretti und hat sich richtig gefreut als wir eintraten. (weiterlesen…)
Bäckerei Konditorei W. Balzer – der letzte seines Standes
In Mitte existiert noch eine richtige Bäckerei / Konditorei. Manch einer würde auch sagen, dass es sich um
einen alteingesessenen Ostbäcker handelt. Da ich aber nicht weiß, ob die Balzers schon vor Gründung der DDR fleißig backten, finde ich die Definition “Der Letzte seines Standes” treffender. Im Fernsehen lief mal eine tolle Filmreihe über aussterbende Handwerksberufe und die traditonelle Herstellung von Produkten. Mittlerweile könnte man das Backhandwerk dazuzählen. Ich habe das Gefühl, jeder sehnt sich nach wahrhaftem echtem Kuchen und ist abgenervt vom Einheitsbrot. (weiterlesen…)
Femminamorta – Der Teller für den Kenner / Il Piatto Forte
Mit großer Erwartung sind wir in das neu eröffnete und überall hoch gelobte Femminamorta gegangen. Die
Presse spricht vom “perfekten Start”, von “unangestrengtem Essen und Trinken wie in einem klassischen italienischen Gasthaus”, von “umwerfender Carbonarasoße” oder von der “Toskana-Küche, die für Überraschungen sorgt”. Mit diesen Vorboten im Ohr konnte ich 12 Freunde gewinnen, die mit mir einen geselligen Abend verbringen wollten. Die telefonische Reservierung klappte einwandfrei: Man hatte für uns den schönsten Tisch – direkt vor dem großen Weinregal – als lange Tafel vorbereitet. (weiterlesen…)

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