Berliner Fresse

Fabisch – Rinderbäckchen und Kabinettpudding

Essen in Berlin by OrgaQueen am 02. Februar 2009

Das Fabisch hat erst im Oktober 08 eröffnet. Die neue Location liegt direkt am Rosenthaler Platz im Eingang Damen-WCErdgeschoss des neuen Circus Hotels und beschreibt sich selbst als hochklassiges deutsches Restaurant. Ich würde es eher als normales bis gehobenes Restaurant bezeichnen. Die Karte bietet zwar viele gute deutsche und Berliner Gerichte an, aber weder Einrichtung noch Service werden dem Anspruch gerecht. Die Lederstühle mit astartigen Lehnen erinnern ein bisschen an den Kolonialstil, der Rest ist typisch modern (loungig) eingerichtet. Sehr schön das ganze, aber eben weder deutsch noch was besonderes. Zudem fehlte dem Essen und dem Service das Hochklassige.

Als wir ankamen, war unser reservierter Tisch schon perfekt eingedeckt und vorbereitet. Leider hakelte es dann den ganzen Abend immer wieder. So wechselte innerhalb von 3 Stunden 3 Mal unsere Bedienung, wobei der Letzte der Drei nur wenig deutsch sprach und wir Verständigungsschwierigkeiten hatten. Zwischendurch wurden Getränkebestellungen vergessen, weil man lieber mit den Kollegen hinter der Bar schwatzte. Diese lockere Herangehensweise find ich normalerweise nicht schlimm, aber wenn man auf “hochklassig” macht und pro Platz 7 Besteckteile und 3 Glassorten vorgelegt bekommt, dann passt das einfach nicht zusammen. Dann hätte ich gerne ausgebildetes Personal und keine studentische Nachtschicht.

Vom Essen war ich dann leider auch etwas enttäuscht. Der Hirschkalbsbraten aus der Keule (Biowild aus dem Müritzer Nationalpark für 14,50 Euro) war sehr gut, aber die dazu servierten sogenannten “hausgemachten Klöße” waren sehr, sehr fest und nur lauwarm. Der Batzen Soße reichte nicht zum Tunken, denn ohne reichlich Soße wären die nicht runtergerutscht. Der Rot- und Grünkohl rissen es auch nicht raus. Schade!

Grundsätzlich bin ich vom Restaurant und der etwas anderen Karte ziemlich angetan. Vielleicht sollte ich mit meinem nächsten Besuch noch etwas warten und die Anlaufphase verstreichen lassen. Denn zwei Gerichte würde ich gerne noch probieren: Das sind zum einen die geschmorten Rinderbäckchen in Rotweinsoße an Wurzelgemüse dazu Risoleékartoffeln (soll typisch Berlinerisch sein aus Omas Zeiten) und zum Nachtisch “Altdeutscher Kabinettpudding” (Brotpudding mit Mandeln und Rosinen, an warmen Dörrobst in Butter geschwenkt, serviert auf Waldbeerensoße). Hmmmmmmmmh. Hört sich gut an. Darüber schreibe ich bestimmt bald.

Fabisch
Rosenthaler Straße 1
10119 Berlin

Tel. 030/20 00 39 39
http://www.circus-berlin.com

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2 Kommentare zu 'Fabisch – Rinderbäckchen und Kabinettpudding'

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  1. schtief sagte,

    am 09. Februar 2009 um 01:10 Uhr

    a propos gehobenere Küche in Berlin, ich war jetzt endlich mal im Neugrüns, kennt ihr dass schon?

    http://schteif.blogspot.com/2009/02/neugruns-koche-feine-kuche-fur-wenig.html

  2. soph sagte,

    am 11. Februar 2009 um 00:44 Uhr

    Ich hatte die Entenbrust, die war eigentlich ganz lecker. Die Brust war aber relativ wenig und partiell schon etwas zäh. Vom Honig mit dem sie zubereitet wurde war nichts zu schmecken, die angebratenen Klösse waren sehr lecker. Nicht schlecht, aber auch nicht toll.

    Ansonsten kann ich mich OrgaQueen nur anschliessen, irgendwie passt das alles nicht so richtig zusammen. Ich blickte in die andere Richtung, konnte also nicht die Schwatzenden Kellner sehen, dafür konnte ich auf die Rezeption schauen. Dort liefen permanent Leute vorbei, was logisch ist, es gibt aber keine richtige Trennung zum Restaurant, was dazu führt das permanent Trubel und Ablenkung ist. Irgendwie schade, dass das baulich nicht besser von einander getrennt wurde.

    Ob ich noch mal hingehe weiß ich nicht, wirklich vorbei komme ich dort nicht und auf der Karte hat mich eigentlich auch nur die Ente und das Schnitzel angesprochen.

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