MeatBurger – Der Name ist Programm
Es herrscht Gründerstimmung in den Berliner Burger-Brater-Kreisen. Wir haben bereits verschiedene Berliner Burger-Stuben getestet: Kreuzburger, Hazelwood (inzwischen geschlossen), ein paar andere besucht, ohne etwas darüber zu schreiben (Burgermeister – Top!, White Trash – Top!, Irgendein-Burger-Laden-Kastanienallee – geht so) und immerzu werden neue Läden eröffnet.
Dazu gehört auch das MeatBurger, das wir dieses mal besuchten, hier folgt der Bericht.
Als negativer Starter in den Abend wurde leider unsere Tischreservierung vergessen. Zum Glück, für uns, war der Laden nicht wirklich voll und auch so noch genügend Tische frei, trotzdem immer unschön.
Das MeatBurger ist modern eingerichtet inkl. einer Wand, auf der ein Foto der Schönhauser Allee inkl. des noch unvermieteten Ladens gemalt wurde. Photoshop sei dank, wurde in das Foto aber bereits die jetzige Aussenwerbung eingesetzt – witzig. Ansonsten ist die Einrichtung ein wenig Bar, ein wenig Diner. Von keinem aber zu viel. Vor allem auf die in jedem Diner obligatorischen roten Ledersitzeecken wurde verzichtet.
Als Karte gibt es dann eine laminiertes A4 Blatt (das klingt jetzt irgendwie hässlich, war es aber nicht). Auf der Vorderseite das Essen, auf der Rückseite die Getränke. Die Burger muss man sich selber zusammenstellen, dazu wählt man zuerst eine von drei Größen (180g – 7,90€, 220g – 8,90€, 330g – 9,90€) und einen von drei “Hauptbelägen”. Entrecote, eine Rind-Lamm-Kalb-Mischung, (leider aus) und ein Gemüse Burger. Dazu gibt es verschiedene Beläge – Toppings – für 1,50 € (Käse, Speck..) und 4 verschiedene Beilagen für 2 € (Pommes Taler, Backkartoffel..). Siehe Karte.
Das Essen kam meiner Meinung nach sehr fix – ich hoffe das war nicht nur mein Eindruck und lag nicht am kostenlosen WLAN mit dem ich mir beim Warten die Zeit vertrieben habe.
Die Burger waren sehr groß und sahen sehr lecker aus und waren es auch. Ich hatte Emmenthaler und Speck, der Speck vielleicht einen Tick zu salzig. Und vielleicht wäre es schöner, wenn man den Burger eher etwas breiter machen könnte. Wenn man den Burger wirklich inkl. aller Beläge zusammenklappt, wird es mit dem Mund schon etwas eng.
Über das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich allerdings streiten, klar, das Ambiente ist tausend mal besser als z.B. im Kreuzburger, dort bekomme ich aber den Burger inkl. Pommes und Beilagen auch für den Preis eines “nackten” Burgers im MeatBurger. Die Burger im MeatBurger sind allerdings auch einen Tick leckerer.
Eine Nachspeise hat keiner von uns probiert, zum Einen waren -denke ich- alle relativ gut satt geworden, zum Anderen gab es keine Nachspeise unter 5 € und ein Stück New York Cheese Cake mit Himbeeren klingt zwar verlockend, aber für 5,50 € muss das schon fast eine ganze Torte sein.
Fazit: Wenn man gute Burger essen will, es dabei etwas schicker sein darf und man auch etwas länger sitzen möchte, dann ist das MeatBurger eine sehr gute Wahl. Für den schnellen Hunger, lieber ins Kreuzburger und dort im Notfall halt “To-Go”.
Trotzdem gehe ich da definitiv noch einmal hin. Veggie war dieses mal nicht mit, sie wird dann sicherlich den Gemüse Burger testen, ich, den dann hoffentlich verfügbaren, Misch-Hack.
Kleiner Tipp: Auch wenn das mit dem selber zusammenstellen sehr praktisch ist, 2-3 “Standard” Burger würde ich einfach in die Karte aufnehmen. Vielleicht sogar mit einem kleinen Rabatt, primär aber einfach aus dem Grund, dass man sich manchmal einfach nicht entscheiden kann, was zu einander passt oder auch einfach keine Lust hat groß nachzudenken.
- Auszug Karte
- Maiskolben 2 €
- Kanne Tee 2 €
- Berliner Weisse 3 €
- MeatBurger
- Heinz
- 180g Burger 11,40 €
- 220g Burger 13,90 €
- 220g Burger 12,40 €
- 220g Burger 15,90 €
- 220g Burger 13,90 €
- 180g Burger 12,90 €
Meat Burger
Schönhauser Allee 10-11
10119 Berlin
Telefon 030-6883483
http://www.meatburger.de












(8 votes, average: 4,50 out of 5)
am 18. November 2008 um 07:54 Uhr
[...] Berlin. Ein sehr aufschlussreicher Test. Wer Burger sucht, wird Burger finden. Und kann sich vorher hier auf seinen Restaurantbesuch einstimmen. #| Biggi Mestmäcker am 18.11.2008, 07:51 | 0 Comment/s [...]
am 18. November 2008 um 15:37 Uhr
Die Burger waren klasse und die Pommestaler sogar extra-klasse. Daran besteht kein Zweifel.
Was ich persönlich lieber mag, ist, wenn die Einrichtung zum Essen passt. Und da verbinde ich immer Burger mit Amerika und Diner. Dieses stylig-loungige beim MeatBurger fand ich völlig unpassend zumal mitten beim Essen das Licht abgedunkelt wurde wie in einer Dance Bar. Nee, nee. Das ist nicht burgerkonform.
Soph sprach die fixe Fertigung unserer Burger an. Da hat er sich tüchtig von seiner WLAN-Surferei ablenken lassen, denn mir kam es schon im Resto eine Ewigkeit vor. Letztendlich haben wir 1 Stunde auf das Essen gewartet, was eindeutig viel zu lange ist, vor allem, wenn kaum Gäste da sind (siehe Foto leeres Resto), es nur Fleischklopse zu grillen gilt und wir nur zu sechst waren. Was machen die erst, wenn es voll ist? Die Pommestaler schmeckten frisch geschnitzt – vielleicht lag es daran?!
Naja, wir haben völlig überraschend zwei extra Portionen Taler für unseren Tisch bekommen, weil angeblich weniger als sonst auf unseren Tellern war. Die Jungs am Tisch haben sich auch draufgestürzt. Ich für meinen Teil habe nicht mal meine eine Portion geschafft.
Also: MeatBurger ist schon gut. Ich würde das White Trash Fast Food aber vorziehen.
am 20. November 2008 um 17:17 Uhr
Ich war rundum zufrieden, Getränke – in meinem Fall Bier – wurden schnell, ansehnlich und wohl temperiert serviert. Und das immer wieder. Meine Zutaten für den Burger wählte ich dank der doch umfangreichen Auswahl nach reichlicher Überlegung frei nach Schiller –
Vier Elemente,
Innig gesellt,
Bilden das Leben,
Bauen die Welt.
Fleisch vom Entrecôte, Brötchen, 5 marinierte Zwiebelsorten und Roquefortkäse gesellten sich zu einer Burger-Geschmacks-Sinfonie.
Sehr großes Lob auch der jungen Dame vom Service, angenehme Zurückhaltung und doch mit lächelndem Gefühl immer für uns da…..
am 23. November 2008 um 05:02 Uhr
Der Meat Burger ist weder eine klassische Burgerstation noch eine richtige Lounge und bietet nicht gerade den besten Burger der Stadt, obwohl bei Burgern nicht viel falsch machen kann die Maiskolben sind durchgekocht und auf den Grill gehauhen und damit nicht genießbar und günstig sind die Speisen/Burger auch überhaupt nicht. Zu dem kommt das Personal, dass wie wohlerzogene und überergeizige BWL-Studenten wirkt, die man aus der Vorlesung gekidnappt und dort zur Zwangsarbeit verordert hat (inklusive Küche).fv
am 03. Januar 2009 um 11:53 Uhr
Wart Ihr mal im “The Bird”? Dort habe ich auch sehr leckere Burger serviert bekommen! Die Bestellung hat allerdings auch ein bisschen gedauert…