Zum Paddenwirt – das war richtig gut!
Wer hätte gedacht, dass es im Nikolaiviertel ein bodenständiges Restaurant mit guter
deutscher Küche zu moderaten Preisen gibt?! Wir bestimmt nicht. In der Ecke sieht man nämlich ausschließlich Touristen, die mit Deutscher Küche Weißwurst & Brezel verbinden, aber auf keinen Fall auf hausgemachten Sauerbraten stehen. Demnach ist dieses Resto unbedingt was für Berliner und/oder Berlinliebhaber, die gerne Eisbein oder Roulade essen. Beides findet man nur noch selten in der Hauptstadt.
Uns hat der Aushang draußen angesprochen. Wir sind trotzdem mehrmals drumherum geschlichen bevor wir rein sind. Der erste Eindruck ist gut, obwohl sichtlich nicht nach unserem Geschmack: mit Holz vertäfelte Wände, rustikale Polsterstühle, Eckbänke, weiße Tischdecken und diverser Schnickschnack auf den Simsen. Entgegen dem Trend der Ein-Großraum-Restaurants verteilt sich hier alles auf mehrere Ecken und Nischen. So sitzt man gut separiert von den anderen Gästen und es erinnert einen ein bisschen an früher als man zum Mittagessen bei den Großeltern in der Essecke saß. Kurzum gemütlich-heimelig.
Für mich bestellte ich den Hausgemachten Sauerbraten mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen zu 7,90 €. Da kann man bekanntlich einiges falsch machen, doch ich wollte den Versuch wagen. Was ich dann serviert bekam, war einfach nur köstlich. Diese zwei zarten Scheiben Fleisch mit der leckeren Bratensoße und den Klößen gingen bei mir als perfekter Sonntagsbraten durch. Die fast schon ausgestorbene Rohkostbeilage (Rot- und Weißkohl) verlieh dem Ganzen den letzten Rest an Nostalgie: Essen wie früher.
Immer-hungrig konnte natürlich nicht dem Berliner Pökeleisbein mit Kartoffeln, Erbspüree, Speckstippe und Sauerkraut für 11,20 € widerstehen. So wie ich ihn verstanden habe, hat er seit langem nicht mehr so ein gutes Eisbein bekommen.
Veggie hingegen blieb nichts weiter übrig, als das einzige fleischlose Gericht, ein Gemüseschnitzel mit Champignonrahmsoße und Petersilienkartoffeln für 8,90 €, zu essen. Und Soph nahm den Spießbraten mit Apfelrotkohl und Klöße für 7,90 €.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich äußerst zufrieden war mit dem Paddenwirt. Es stimmte einfach alles. Hier trifft man (auch) auf Berliner Großschnauzen; es ist authentisch, der Service ist sehr zuvorkommend, das Essen schmeckt lecker wie bei Oma (vor allem wenn Fratze kocht) und erschwinglich ist es auch.
- Heute kocht Fratze
- Paddenwirt
- Nachbartisch
- unsere Ecke
- Pökeleisbein 11,20 €
- Spießbraten 7,90 €
- Sauerbraten 7,90 €
- Gemüseschnitzel 8,90 €
- Gästeliste
- Aushang XMAS
- Außenansicht
- Angebot XMAS
- Angebot XMAS
- Tee
- Sauerbraten
- 1/4 Gänsebraten 14,50 €
- Zander 15,50 €
- Bratapfel 5,10 €
- 1/4 Gans 14,50 €
- 1/2 Ente 12,50 €
- Soljanka 3,50 €
- Paddenteller 8,90 €
- Berliner Schlachteteller 10,90 €
- Berliner Leber 8,50 €
- süffiges Eibauer Schwarzbier
- Rote Beeren-Grütze 4,10 €
- Schnitzel “Budapest” 6,50 €
- Berliner Leber 8,50 €
- Paddenwirt
- Berliner Weiße
- Berliner Leber 8,50 €
- Pökeleisbein 11,20 €
- Salatteller 10,90 €
- Brathering 9,50 €
- Nikolaikirche
Restaurant Zum Paddenwirt
Nikolaikirchplatz 6
10178 Berlin
Telefon 030/2426382




































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am 07. November 2008 um 11:26 Uhr
Danke für den Tip,
ich wollt ja immer schonmal Eisbein essen gehen, kann mir mal jemand den absoluten Top-Hit bzgl. eisbein empfehlen? Will ja nicht beim ersten mal verschreckt werden
Danke
am 12. November 2008 um 14:49 Uhr
Ich hatte den Krustenbraten, der war auch sehr lecker. Lecker Klöse, Lecker Rotkraut, dicke Sauce. Alles lecker.
am 06. Dezember 2008 um 22:48 Uhr
Wir waren jetzt zwei Mal kurz hintereinander im Paddenwirt. Beim ersten Besuch war alles top! Wie oben beschrieben. Beim zweiten Besuch lief einiges schief. So war mein Sauerbraten diesmal nicht so schön mürbe, sondern hart. Das gleiche gilt für die Klöße. Zudem mussten wir eine ganze Stunde auf unser Essen warten. Alle anderen um uns herum, die nach uns kamen, wurden zuerst bedient und waren mit dem Essen schon fertig, als dann unseres serviert wurde. Leider, leider kam es auch lauwarm auf den Tisch. Mal sehen, was das dritte Mal bringen wird. Jetzt zu Weihnachten haben die eine schöne Saisonkarte mit Gans, Ente und Bratapfel im Angebot. Wir werden berichten.
am 08. Dezember 2008 um 16:53 Uhr
Wir waren Anfang Dezember zu einer kleinen Weihnachtsfeier dort. Da das Wetter naßkalt war gab es zuerst eine heiße Schokolade – leider war nur der Name so, das Getränk war fast kalt. Genauso wie die Heizung an der wir saßen. Da das Lokal mehr ein langgezogener Schlauch ist und ständig Durchgangsverkehr im Mittelteil ist durch Gäste und Personal hat man eine “ständige Durchgangserfahrung” mehr wenn man von dort kommt. Zudem zieht es ständig durch den Gang.
Das Essen war im normalen Rahmen, es war nicht schlecht, stach aber auch nicht besonders hervor.
Etwas durcheinander brachte uns der Besuch des Damen-WC’s, dort gibt es eine Toilette mit Falttür – sehr klein gehalten, haben noch nie so etwas gesehen, ist auf jeden Fall schlecht für Behinderte oder fülligere
weibliche Wesen.
am 09. Dezember 2008 um 22:56 Uhr
Jetzt habe ich auch mal den Entenbraten im Paddenwirt probiert. Für 12,50 € bekam ich eine mega große Portion auf den Teller. Neben obligatorischem Rotkohl und Klöße wird auch Preißelbeerdip dazu serviert. Die Ente war schön kross, schmeckte fein, das Fleisch ganz weich. Die Klöße waren auch um Längen besser als beim letzten Mal. Alles war so wie erhofft. Prima! Schneller, guter Service und ein lecker Weihnachtsessen. Ich hab nichts zu nörgeln.
@BabsyBln … Die Toilette habe ich mir explizit wegen deines Kommentars angesehen. Die Damentoilette hat zwei Kabinen. Es gibt nicht nur die eine Kabine mit der Falttür. Das linke WC ist normal groß und mit einer richtigen Tür versehen. Da passen sogar fülligere weibliche Wesen rein. Ganz witzig sind die WC-Sitze. Wie überall im Paddenwirt findet man auch hier den Krötenstil wieder. Die WC-Sitze sind aus durchsichtigem, grünen Acryl und mit Kröten bemalt.
am 01. Juli 2010 um 21:11 Uhr
Beim Paddenwirt kann man zur Zeit auch mal spontan und für kleines Geld Schnitzel essen gehen. Ich hatte das “Budapest” und war ziemlich zufrieden. Im Sommer sitzt es sich draußen ganz angenehm. Auf der Saisonkarte steht grad:
Schnitzel “Budapest”
mit Letschogemüse und Pommes Frites 6,50 €
Schnitzel “Amsterdam”
mit Blumenkohl und Salzkartoffeln 6,50 €
Schnitzel “London”
mit Rahmchampignons und Pommes Frites 6,50 €
Schnitzel “Berlin”
mit Kartoffelsalat oder Pommes Frites 6,50 €