KYO – Sushi, Teppanyaki, Yakitori, Kushiyaki und Flösselaal
Das KYO ist noch relativ neu in der Stadt und lockt unter anderem mit einem “All-you-can-eat” Lunch Buffet
für derzeit 8,30 € (12-16h). Da wir es seit drei Monaten nicht geschafft haben, mittags mal im KYO zu essen, sind wir nunmehr abends hingegangen. Da werden zwar keine Specials angeboten, aber ein Besuch lohnt sich allemal.
Nicht nur die Wahl des Namens ist einfallsreich, sondern auch die Kreationen der Küche. Diese befindet sich als großes Rondell mitten im Raum und man kann live zusehen, wie kreiert und angerichtet wird. Was dabei raus kommt, sieht man schön auf unseren Schnappschüssen. In echt ist der Aha-Effekt natürlich noch größer.
Der Name KYO kommt wohl aus dem japanischen und bedeutet Hauptstadt wie in Kyoto und Tokyo. Kyoto symbolisiert die alte Kaiserstadt, Tokyo hingegen die moderne Hauptstadt. So wie ich das Restaurantkonzept verstanden habe, möchte man in Berlins Mitte genau das, nämlich neue und alte Werte miteinander verbinden. Wie sich das konkret äußert, lässt sich schwer sagen. Wahrscheinlich bedeutet modern, dass man auf Stühlen sitzt und nicht auf dem Fußboden, und ungefragt Messer und Gabel neben den Stäbchen eingedeckt werden. Es könnten aber auch neue Sushi-Kreationen sein …. Das mit dem Besteck ist insofern ganz gut, weil nicht jeder ein geübter Stäbchenesser ist, zumal die im KYO außergewöhnlich schwer und glatt poliert waren. Wer’s nicht wirklich drauf hat mit den Dingern, verzweifelt daran.
Die Karte ist sehr umfangreich und man verliert schnell die Lust sich alles durch zu lesen. So kam für mich, Soph und immer-hungrig nur das KYO Kombi Menü für 25 Euro in Frage, das aus einer Auswahl an Sushi, Teppanyaki, Cocoon und Kushiyaki besteht und in 5 Gängen serviert wird.
1. Gang _ empfand ich als den besten Gang
Roter und Gelber Cocon: Großgarnele mit Orange-Mayonnaise-Dip sowie Victoriabarschstück mit Wasabi-Mayonnaise-Dip. Angeblich soll man die Teile im Ganzen in den Mund nehmen, was mir nicht gelang. Weder mit den Stäbchen noch den Fingern. Einfach zu groß.
2. Gang _ empfand ich als zu wenig
Nennt sich nur “Sushi Platte”. Aus der Karte ist nicht ersichtlich, wieviel und was man bekommt. Die sechs Teilchen sind für mich keine Platte und ich hätte gerne mehr gehabt. Die frittierten Inside-Outs ganz rechts auf dem Teller waren nicht mein Ding. Plumpsen zu sehr in den Magen.
3. Gang _ empfand ich als zu lasch. Aber war auch mein erstes Kushiyaki.
Auf dem Foto sind Grill-Spieße für 3 Personen zu sehen. Jeder bekam ein Spieß pro Sorte, und zwar Ente, Hackbällchen, Garnele und Hühnchen. Dazu wird Grillsauce hingestellt, mit der man nach Belieben würzen kann. Bis auf den Garnelenspieß waren die Teilchen ganz lecker wobei die Ente am besten schmeckte. Die Garnele war leider von wabbeliger Konsistenz und nicht bissfest.
4. Gang _ empfand ich als gut
Auf dem Foto sieht man Teppanyaki für uns drei. Schweinefleisch und Kai Choi Gemüse. Das Gemüse war schön knackig, fast hart kann man sagen. Dazu wurde dunkler Reis in einer extra Schale serviert.
5. Gang _ habe ich verschenkt, weil ich weg musste
Vielleicht kann Soph schreiben, wie ihm die gebackene Banane mit Eis geschmeckt hat?
Fazit: das KYO empfand ich als sehr gute Alternative zu den mir bisher bekannten Sushi-Restaurants. Die Einrichtung und das Ambiente vermitteln normales bis gehobenes Flair. Hier könnte man auch mal mit Geschäftspartnern oder seinen Berlinbesuchern hingehen. Es ist sehr geräumig und die Tische stehen weit auseinander, so dass man nicht die Gespräche der Nachbarn mitverfolgen muss. Obwohl wir mitten in der Woche da waren, waren fast alle Tische besetzt. Überlaufen ist es dennoch nicht. Es überwiegt eine angenehm entspannte Atmosphäre, zu der zum großen Teil die geschmackvolle Einrichtung als auch die charmante Kellnerin beigetragen haben. Letztere schien von Natur aus ein freundliches Wesen zu sein und brachte dies ungefiltert rüber. Ein antrainiertes Flugbegleiterlächeln hab ich bei ihr den ganzen Abend nicht gesehen. Das KYO kann ich uneingeschränkt empfehlen, auch wenn nicht alle Gerichte nach meinem Geschmack waren. Im Sommer wollen wir dann mal die Außenanlagen testen. Das Restaurant hat eine schöne Terrasse im Innenhof umgeben von der Klinkerarchitektur eines ehemaligen königlichen Leihamtes.
Wer jetzt noch was über den Flösselaal wissen möchte, der setzt sich am besten an den Tisch neben dem Aquarium. Da lebt er und macht richtig Stimmung. Er unterscheidet sich zu den anderen Fischen (die gemächlich rumdösen) durch seine Agilität und Action. Ich fand sein komisches Gewusel witzig, andere am Tisch fanden den Aal total ecklig und konnten gar nicht hinsehen, weil er angeblich so hässlich ist.
Als letztes nachfolgend die Fotos aller Essen und Eindrücke an diesem Abend.
- 5. Gang KYO Kombi Menü
- Deckenleuchte
- KYO Kombi Menü 25 €
- Aquarium
- 1. Gang KYO Kombi Menü
- KYO ? #1
- KYO ? #2
- KYO ? #3
- KYO ? #4
- 2. Gang KYO Kombi Menü
- 3. Gang KYO Kombi Menü
- KYO ? #5
- KYO ? #6
- KYO ? #7
- 4. Gang KYO Kombi Menü
- Stäbchen
KYO
Torstraße 164
10115 Berlin
MO-FR 12-24h, SA-SO 17-24h
Tel. 030-66405111





















(9 votes, average: 4,22 out of 5)
(4,75 out of 5)
am 14. Oktober 2008 um 22:10 Uhr
Hi Berlinerfresse Team,
Ich wollt euch nur danke für euren Blog sagen und euch mitteilen, dass ich mich inspieren lassen habe und jetzt auch meine vielen Restaurant besuche in meinem Blog dokumentieren werde.
Schaut doch mal rein
http://schteif.blogspot.com/
am 11. Februar 2009 um 00:37 Uhr
Ich hatte letzte Woche endlich mal die Gelegenheit das “Lunch Buffet” für 8,30 zu testen. Das Restaurant war ziemlich voll, größere Gruppen sollten vermutlich reservieren oder rechtzeitig kommen, zu zweit war es aber kein Problem einen Tisch zu bekommen.
Die Auswahl ist wirklich sehr gut. Es gibt eine Vorsuppe (Miso), verschiedene Beilagen und Hauptgerichte, z.B. gebratene Nudeln, geschnetzeltes Hühnchen, Sate-Spieße, Rindfleisch vom Teppanyaki, Miesmuscheln und vieles mehr. Der Teppanyaki war die ganze Zeit besetzt und dort wurde fleissig gegrillt und dann in kleinen Schalen neben dem Grill abgelegt. Weiterhin gab es mindestens 8 verschiedene Sorten Sushi die ebenfalls wechselten (Maki, Nigiri, Inside Out).
Ich werde definitiv öfter hingehen, schade, dass ich nicht gleich um die Ecke Wohne/Arbeite.
am 30. April 2009 um 22:48 Uhr
[...] Mondhaus ist ein klassisches japanisches Teppanyaki Restaurant. Im Gegensatz zum Aiko und Kyo bekommt man die Gerichte an den Tisch gebracht, sondern hier ist die heiße Platte direkt in den [...]
am 12. Mai 2009 um 15:53 Uhr
Wir waren auch da: hier unsere Eindrücke sowie weitere Torstrassen-Läden:
http://www.hackespitzetorstrasse.de/kyo.html