Kurhaus Korsakow – Schank- und Speisewirtschaft
Unser Abend im Korsakow war ganz schön lustig. Das lag vor allem an der vorwitzigen Kellnerin aus
Sachsen-Anhalt mit stark ausgeprägtem französischen Akzent. Sie spaßte und shakerte den ganzen Abend mit uns herum, war ausgesprochen zuvorkommend und hatte sichtlich Spaß an ihrem Job. Das kam besonders bei immer-hungrig gut an, der sein spärliches Französisch mit in die Runde warf und ihr so den Abend ebenfalls erheiterte. Dies, das anständige Essen, die moderaten Preise sowie das 2-4-1 Special machten ein paar kleine Mankos wett: So saßen wir zum einen sehr dicht an der Eingangstür, die keinen Windfang hatte und von der es die ganze Zeit kalt reinzog; und zum anderen stand direkt hinter uns ein riesengroßer Billardtisch, an dem die ganze Zeit gespielt wurde, was mir zwischendurch immer mal wieder auf die Nerven ging. Der passte eigentlich nicht zum Rest des Lokals. Fast alle Tische waren besetzt, man aß und redete. Die Typen, die daran spielten, passten auch nicht ins Konzept. Es sah fast so aus, als ob sie sich nur die Zeit vertreiben wollten.
Trotz des Spezialangebots an diesem Abend (2 Alkohols trinken, 1 bezahlen) hatte ich nicht das Gefühl, dass auch nur ein Gast deswegen hier war oder sich das ganze als eine Art Trinkhalle entpuppen würde, was meine erste Befürchtung war. Im Gegenteil. Die Atmosphäre war entspannt und blieb es auch. Irgendwann verschwanden sogar die Billardspieler … Unsere nette Kellnerin kam uns auch hier wieder entgegen und nahm uns die Gänge zur Theke ab. Wir mussten uns unsere Angebotsgetränke nicht selber holen, was beim Mittwochs-Korsakow-Syndrom der Fall gewesen wäre. Ein großes 0,4 L-Bier wie z.B. Radeberger, Veltins oder Krusovice kostet 2,80 €. Mittwochs bekommt man für den Preis zwei davon.
Für mich bestellte ich ein Kännchen Tee von der Sorte “Mandarin Orange Spice” für 3,20 €. Der wird aus Orange und exotischen, kräftigen Gewürzen gemacht. Ganz ohne Koffein. Auf der Karte standen noch viele weitere verlockende Sorten, die man nach und nach probieren könnte.
Nachdem die Getränkewahl relativ schnell und einfach entschieden war, ging das Dilemma bei den Speisen los. Obwohl die Tages- und Standardkarte relativ klein war, fiel die Entscheidung sehr schwer. Ich hätte spontan mindestens 4 bis 5 Gerichte bestellen können, die mir auf Anhieb zusagten. Neben dem finalisierten Schollenfilet im Speckmantel wären das die gebratenen Schweinekoteletts, das Schnitzel, die Spätzle oder der Rinderbraten gewesen. Mit meiner Wahl des Schollenfilets hab ich es dann auch gut getroffen. Der Speckmantel war wirklich krustig-würzig und die Tagliatelle bissfest. Die Weißweinsoße war nicht ganz so mein Fall, hat aber dazu gepasst.
Das allerbeste war der Nachtisch: Kaiserschmarrn mit karamelisierten Pflaumen für 4,00 €. Hier fand ich besonders gut, dass die Teigteilchen nicht zermatscht, zu sehr gefettet oder mit den Pflaumen vermischt waren. Einfach nur gut. Es hat mir sogar einen Tick besser geschmeckt als im Elsenstein, wo ich auch schon mal einen guten Kaiserschmarrn bekommen habe. Die Portion im Korsakow reicht für zwei Personen dicke aus. Das würde ich in jedem Fall immer wieder bestellen. Genauso wie den Tee.
Das Kosakow kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen. Ggf. könnte man mal SA oder SO das Frühstücksbuffet und den frischen hausgebackenen Kuchen probieren.
- Eingang Kurhaus Korsakow
- Freebee
- Mandarin Orange Spice Tee 3,20 €
- immer mittwochs: 2-4-1
- Schweineschnitzel 8,50 €
- Rinderbraten 9,40 €
- Spätzle vegetarisch
- Bauernfrühstück 6,50 €
- Schollenfilet im Speckmantel 9,70 €
- Zwiebelkuchen 5,50 €
- Kaiserschmarn 4,00 €
- Korsakov
Kurhaus Korsakow
Grünberger Str. 81
10245 Berlin
MO Ruhetag, DI-FR ab 17 Uhr, SA+SO ab 10 Uhr
Tel: +49 30 54737786
www.kurhaus-korsakow.de












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am 15. Oktober 2008 um 18:40 Uhr
Man sollte noch wissen, ganz ohne Wertung natürlich: Das Kurhaus folgt dem Regenbogen.
Ich hatte das Schnitzel mit Bratkartoffeln. Das Fleisch war sehr gut, schön zart. Die Bratkartoffeln waren dagegen leider scheisse, viel zu braun, fast schon Kohle. Ich will mal hoffen, dass da der Koch nur gepennt hat, aber auf den Teller muss man solche Briketts auch nicht legen. Das machte diesen Besuch nur zu einem durchwachsenen Erlebnis. Schade.
am 21. März 2009 um 11:58 Uhr
Waren gestern (mal wieder) dort und der Laden wird immer gemütlicher, wie wir finden. Der Billard-Tisch ist raus und stattdessen gibt es jetzt eine Art Empore mit Sesselgrüppchen, auf denen sich prima lümmeln lässt. Es gab frisch geschossenes Wildschwein auf der Wochenkarte, welches bestens geschmeckt hat. Der nette Service rundete unsere Erlebnis ab, wir kommen sicher & gern wieder!
am 13. Dezember 2010 um 17:18 Uhr
Wir waren an einem Mittwoch dort und haben die halben Preise auf ausgesuchte Speisen von 17.00 bis 19.00 Uhr genossen. Vorab – das
Essen war super und sehr reichhaltig. Die Atmosphäre war etwas dunster, ein einsamer Weihnachtsbaum wies darauf hin das Weihnachtszeit ist.
Da wir kurz nach der Öffnung (17 Uhr) dort waren war das Restaurant noch wenig besucht. Leider war die Gaststätte sehr, sehr kalt und es dauerte
einige Zeit und mehrere Glühweine bis einem wärmer wurde. Es wurde uns gesagt das man erst ab 16 Uhr heizt und das ist zur Winterzeit wohl nicht ausreichend.
Nach dem Essen kann man, wenn man denn raucht, ins Raucherzimmer wechseln, dort ist es auch etwas kuscheliger wegen der gepolsterten
Stühle, ansonsten hat man leider nur harte Holzstühle.
Fazit: Essen super und reichhaltig, Glühwein lecker, warm anziehen wird empfohlen, eher ein Sommerrestaurant und vielleicht nimmt man sich zum längeren Verbleib ein Kissen mit. Der Service war schnell und nett.