Waltersdorf – All you can eat Krebsessen bei IKEA
Jedes Jahr im August findet in vielen IKEA-Häusern das traditionelle Krebsessen statt. An nur vier Abenden
im Jahr kann ohne Ende gegessen und getrunken werden. Und das für 20 Euro! Da gehen dann pro Abend eine Tonne Krebse über den Tisch. Bei 400 Gästen. Wer zum ersten Mal dabei ist und die Krebse dann doch nicht mag, kann sich mit Köttbullar vollstopfen. Dazu gibt es Kartoffeln, Nudeln oder Pommes, Rahm- oder Tomatensauce. Wem das nicht reicht, der bedient sich beim Brot und Käse und verdrückt zum Nachtisch noch lecker Kuchen. Die Getränkeautomaten stehen den ganzen Abend zur freien Verfügung inklusive Kaffee, Wein und Bier. Es ist eine einzige Völlerei!
20 Uhr geht’s los. Gegen 23 Uhr ist alles vorbei. Zwischendrin heizt ein Spaßmacher die Massen an. Er stimmt Trinklieder an, erklärt die Spielregeln und eröffnet natürlich das große Schlemmen. Regelmäßig kommt ein Typ mit Aquavit und Wodka vorbei. Macht die Gläser voll. Und dann zuckt bei den meisten auch schon das Tanzbein. Eine Liveband spielt Rock’n'Roll-Musik. In den Spielpausen laufen erprobte Partysongs aus der Konserve. Es wird getanzt, naja, eher gehampelt. Am Ende ist der ganze Saal auf den Beinen und grölt die Lieder mit.
Ich für meinen Teil habe mich auf die Krebse geschmissen. Die werden in Dillsud gekocht und dann kalt bis lauwarm serviert. Das Rauspuhlen des Fleisches erfordert ein wenig Übung. Da liegen aber Anleitungen rum und der “Einheizer” verrät ab und zu auch ein, zwei Tricks. Und: es ist eine riesen Schweinerei. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man sich den Latz, der bei jedem am Tisch liegt, auch umbindet. Im passenden Dessin gibt es ein Papphütchen dazu. Jetzt kann man sich ungefähr vorstellen, wie der Partyraum mit 400 verkleideten Gästen aussieht! Nee, nee.
Vor zwei Jahren hat der Abend noch 15 € gekostet. Letztes Jahr 18 € und dieses Jahr schon 20 €. Mittlerweile rücken auch die Tierschützer auf den Plan und kritisieren diese Events. Zwischen den Sätzen konnte man raushören, dass es diese Veranstaltungen eventuell nächstes Jahr nicht mehr geben wird. Die Leistung wurde bereits reduziert. Vor zwei Jahren gab es viel mehr Essen (Knäcke, viele verschiedene Käse, Dips) und auch Sekt im Angebot. Die Party ging bis Mitternacht. Und das für weniger Geld. Dieses Jahr wurden wir dann auch noch offiziell darum gebeten, die Tupperdosen nicht auszupacken. Anscheinend reist ein Teil der Gäste mit leeren Eimern an, um dann alles nach Hause zu schleppen. Schon aus diesem Grund könnte ich IKEA verstehen, wenn die das ganze Event aus Gnatz abschaffen. In meinen Augen kommt noch hinzu, dass 90 % der Gäste auf keinen Fall zur Zielgruppe von Ikea gehören. Da frag ich mich sowieso, was das soll? Wahrscheinlich müsste man das ganze zielgruppengerechter aufziehen, am besten auf dem großen Parkplatz, im Freien, mit junger Musik und mit Altersbeschränkung.
Falls es nächstes Jahr wieder ein Krebsessen gibt, bin ich auf jeden Fall dabei. Denn die Teile schmecken einfach sehr, sehr gut!
IKEA Deutschland GmbH & Co. KG
Niederlassung Waltersdorf
Airport Center, Am Rondell 8
12529 Schönefeld























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am 19. August 2008 um 23:10 Uhr
Also die Veranstaltung an sich ist super. Letztes Jahr konnte ich leider nicht dabei sein, umso mehr freute ich mich auf dieses mal. Als der oben erwähnte Einheizer/Spaßmacher – ich denke es war der Marktleiter! – das Buffet eröffnete, war auch gleich eine riesige Traube um den Kahn mit den Krebsen. Ich dachte mir: gemach, man muss ja nicht gleich wie ein Berserker über das Buffet her fallen, als gäbe es kein morgen.
Leider waren die Krebse gefühlt schon eine Stunde nach Eröffnung alle, offizielle dann um 21:35. Da habe ich natürlich ganz doof aus der Wäsche geguckt. schöner Mist! Die Berserker hatten alles aufgefuttert! Das hat man nun von seiner guten Erziehung – 20 Euro für Elchklopse satt! Naja, ein paar Krebse habe ich ja abbekommen und da waren auch noch die Freigetränke. Aber ich bin ja nicht zum Saufen losgefahren, sondern zum schlemmen!
Alles in allem auf jeden Fall ein ungewöhnlicher Abend! Bis hoffentlich nächstes Jahr bei IKEA
PS: Ich bin für Taschenkontrollen am Einlaß und Tupperdosenträger sollen geteert und gefedert werden – jawohl!
PPS: “..Regelmäßig kommt ein Typ mit Aquavit und Wodka vorbei. …” Ich denkedas war der Küchenleiter! Guter Mann, starker Einsatz!
am 01. Juli 2010 um 19:34 Uhr
Ich finde es furchtbar, dass man diese armen Viecher so leiden lässt: bei lebendigem Leib in kochendes Wasser werfen – der Todeskampf dauert mehrere Minuten. Auch Krustentiere haben ein Nervensystem und empfinden Schmerzen!!!
Das ist KEIN fröhliches Familienessen …
stoppt diese Quälerei und BOYKOTTIERT IKEA !!!