Ostwind – Shanghai in Berlin

Endlich haben wir mal einen Chinesen entdeckt, der komplett anders kocht und schmeckt als üblich. Und das mitten in der touristischen Hochburg um den Kollwitzplatz! Um es vorweg zu nehmen und für alle, die nicht gerne die langen Berichte lesen: es war fantastisch! Jeder aus unserer Runde hat sich was anderes bestellt – Jeder hat bei jedem gekostet. So haben wir eine ganze Menge Eindrücke bekommen. Ich empfand es als “erste Sahne” und würde unbedingt gerne noch mal hingehen.
Bereits die telefonische Reservierung war überraschend ungewöhnlich. Die Dame am Telefon hat so freundlich und warmherzig mit mir gesprochen, als ob ich ihre beste Kundin wäre. Dabei kannte sie mich gar nicht. Vor Ort hat sich die Freundlichkeit fortgesetzt. Unsere Bedienung nahm sich trotz vollen Hauses geduldig die Zeit, uns die Gerichte zu erklären und sie nahm auch unsere Unentschlossenheit bei der Essenswahl in Kauf. Woanders werden die Bestellungen im Vorbeigehen aufgenommen … so kommt es einem zumindst vor. Hier aber nicht!
Nach einem ersten Blick in die Karte stellte ich schnell fest, dass ich nichts von dem jemals gegessen hatte. Zumindest nicht bewusst. Bis auf den “Hot Pot” kannte ich nichts. Also entschied ich mich für das 3-Gänge-Menü für 11,20 €, das der Koch frei zusammenstellt. Dieses wird als vegetarische und nicht-vegetarische Variante angeboten und wer mag, kann sich auch nur zwei Gänge bestellen. Meine Entscheidung war jedenfalls goldrichtig. Als Vorspeise wurden gebratene Auginenscheiben serviert. Das Hauptgericht war ein Topf voll mit frischen, knackigen, kurzgebratenen Gemüsestücken aller Art, angerichtet mit einer pikanten Sauce, gebratenem Fleisch und Erdnüssen. Dazu wurde Reis gereicht. Zum Nachtisch gab es gebackene Bananenstücke mit Eis. Man könnte nun annehmen, dass meine Menüportionen kleiner sein könnten als die der Einzelbesteller. Denn alle Hauptgerichte waren preislich ähnlich zu meinem 3-Gänge-Menü. Dem war aber nicht so. Aber das nur am Rande …
Es gab den ganzen Abend nichts zu kritisieren. Wir waren nicht die einzigen. Das Ostwind scheint viele Freunde zu haben. Draußen waren alle Tische besetzt und es herrschte ein gesprächsfreudiges Klima vor. Dem Serviceteam merkte man die viele Arbeit nicht an. Es funktionierte einfach und ich glaube, das Ostwindteam freut sich ehrlich über jeden Gast. Jemand aus unserer Runde war sogar der Meinung, bereits vor 13 Jahren hier schon mal gegessen zu haben. Es scheint, dass die in dieser Zeit alles perfektioniert haben, der Laden einfach läuft, die Arbeit Spass macht, jeder weiterhin motiviert ist, sich am Ende alle wohl fühlen und jeder (egal ob Gast oder Angestellter) mit einem guten Gefühl im Bauch nach Hause geht.
Ein rundum gelungener Abend! Für meinen nächsten Besuch habe ich schon fest den “Hot Pot” eingeplant.
Ostwind
Shanghai & Chinesische Küche
Husemannstr. 13
10435 Berlin Prenzlauer Berg























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am 11. November 2008 um 15:35 Uhr
sehr guter chinese, etwas schade war allerdings, das es an einem wochentag im oktober gegen 20 uhr doch fast etwas zu leer war, nur wenige tische waren besetzt. in anbetracht dessen, dass wir annahmen einen tisch rservieren zu müssen … kellner war etwas launig, insgesamt aber unbedingt zu empfehlen (ÜBRIGENS: die get2card ist hier einsetzbar)
am 18. April 2011 um 18:56 Uhr
Dieses Restaurant gibt es wohl auch nicht mehr. Scheint schwierig, in Berlin ein HotPot Restaurant zu finden…