Berliner Fresse

Mathilda – Frühstück in der neuen Tapas Bar

Geschlossen by OrgaQueen am 16. Juni 2008

Auf das Mathilda sind wir zufällig gestoßen. Wir suchten was zum Frühstücken, wollten nicht ewig laufen,  waren schon beim Schwarzsauer drin, haben da aber wieder kehrt gemacht. Bei denen hat es drinnen extrem gestunken und alles war mega abgeranzt. Dass wir in der Oderberger was finden würden, war klar. Und als erstes stößt man auf das Mathilda. Einige Menschen saßen draußen und frühstückten. Das reichte uns, um hier hängen zu bleiben. Also rein. Die Tapas Bar hat erst 4 Wochen auf (Stand Juni 2008). Alles ist neu. Trotzdem wird geraucht. So richtig “Tapas” sieht es nicht aus. Eher etwas russisch. Groß gemusterte Tapete, hier und da wurde goldene Farbe verwendet, die handwerkliche Verarbeitung ist mäßig und auf den Servietten wird mit kyrillischen Buchstaben ein Wodka beworben. Wie auch immer, das Frühstück war gut. Der Service auch.

Das Frühstückskonzept ist gar nicht so schlecht und einfach erklärbar. Es gibt 10 verschiedende, die nach bekannten Metropolen benannt sind und jeweils die landestypischen Vorlieben enthalten. Zum Beispiel

  • PARIS: 2 Croissants, Marmelade oder Honig, Butter, kleine Obstschale für 3,50 €
  • BERLIN: Käse, Wurst, Ei, Marmelade, Butter, Brotkorb für 4,50 €
  • LONDON: Rührei mit Bacon, Würstchen, Bohnen, Butter, Orangenmarmelade, Toast
  • MADRID: Serranoschinken, gebratene Chorizo, Manchegokäse, Weichkäse, Ei, Marmelade, Butter, Brotkorb 6,50 €
  • MONTREAL: Pancakes mit Obst und Ahornsirup für 4,00 €
  • usw.

Ferner kann man aus 5 Spiegeleisorten, 6 Rührei-Variationen und diversen Toasts, Müslis und Extras dazuwählen. Wir hatten BERLIN und MADRID, dazu Rührei mit Schnittlich sowie 5 Brötchen und 3 Latte Macchiato. Alles zusammen hat 21,10 Euro gekostet. Es war sehr reichhaltig und selbst die Marmelade war super. Die Salami war nicht mein Fall.

Besonders schön ist der Platz am großen, offenen Fenster im Hochparterre mit Blick auf die Straße und mit der von draußen hereinstrahlenden Sonne.

Noch ein Nachsatz: von dem ganzen Trara um den Oderkahn (Das ist die Kiezkneipe, die vor dem Mathilda hier drin war.) habe ich nichts mitbekommen. Erst im Nachgang habe ich mir die Mühe gemacht und recherchiert und einige Berichte gefunden. Ich wusste, dass ich im Sommer 2006 mit Freunden dort war, konnte mich aber nicht an den Namen erinnern, nur dass es gut war. Wir haben draußen gesessen. Das war der Sommer, als die Straßenbahnschienen in der Kastanienallee neu gemacht wurden und die ganzen Partypeople nächtens auf den neuen Gleisen saßen. Ich habe den Oderkahn in guter Erinnerung und war entsetzt, dass er nicht mehr da ist. Die Hintergünde waren mir bis eben noch unbekannt. Nach allem, was ich jetzt gelesen habe, ist es grundsätzlch scheiße gelaufen – praktisch kann der neue Pächter nichts dafür.

Mathilda
Oderberger Straße 11
10435 Berlin

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Ein Kommentar zu 'Mathilda – Frühstück in der neuen Tapas Bar'

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  1. Berliner Fresse » Frl. Marie – zickige Froileins sind doof sagte,

    am 25. Oktober 2009 um 13:24 Uhr

    [...] schon der zweite Nachmieter auf den traditionsreichen Oderkahn. Zwischendurch hatte sich hier das Mathilda versucht. Mal sehen, wie es weitergeht. Das Frl. Marie könnte mit seiner Küche eine Chance haben, [...]

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