Goldapfel – schneeweißer Schick im Winskiez
Was schreib ich nur zum Goldapfel? Magenschwerzen sagte hinterher ganz treffend: hier klaffen wieder
mal Anspruch und Wirklichkeit ganz schön auseinander. Unser LaUsBuB3 war zwischendruch ganz schön knietschig und hat sich hinterher noch mal schön aufgeregt. Hihi. Soph hingegen hatte nichts zu meckern, sein Essen schmeckte, aber trotzdem muss er nicht noch mla hingehen. Man kann es schlecht beschreiben. Ich fasse mich mal kurz, packe immer ein Pro und ein Contra in einen Satz (manchmal auch Absatz) und mache das in chronologischer Reihenfolge.
Eine schneeweiße, mit braun und cremefarbenden Tönen abgestimmte, ziemlich coole Einrichtung, aber unsere telefonisch Reservierung wurde vergessen. Sowas muss man doch dem Gast nicht auf die Nase binden, wenn dazu noch alle (!) Tische frei sind. Nicht einer war besetzt. Da knick ich doch gleich ein und erwarte umso mehr für den Rest des Abends. Warum hat er uns nicht einfach irgendwo platziert und fertig aus die Maus?!
Die super bequemen Armlehnstühle wurden nicht nur von mir gelobt, aber: erstes längeres Warten auf die erste Bestellabnahme. Obwohl wir drinnen die einzigen Gäste waren, war die eine Bedienung völlig ausgelastet mit denen, die draußen saßen (schätzungsweise 5-6 Tische). Das ständige Gerenne und eifrige Geschirrgeklapper hinter der Bar passten nicht zu dem loungigen Ambiente. Da sich unser Tisch nach und nach füllte, hätte ich mir gewünscht, dass er uns einfach gefragt hätte, ob wir evtl. schon mal eine Vorspeise haben möchten. So zum Knabbern vorneweg. Aber nein: schnell die Getränke abgefragt und weg. Doof.
Die haben sehr saubere, helle Toiletten und sogar ein Wickeltisch für die vielen Moms ist vorhanden. Aber: den ganzen Abend lief die selbe CD mit einschläfernder Musik. Es fiel allen auf, nicht nur mir.
Das Fenster, an dem wir saßen, war über die komplette Breite nach oben geöffnet. Wir hatten einen grandiosen Überblick in alle Richtungen. Im Visier natürlich die Gäste draußen, die Fußgänger, Radfahrer und Automodelle aller Art. Im Zweifelsfall ergibt sich so immer wieder von selbst Gesprächsstoff, weil man schön Input bekommt. Aber: man ließ uns 1 1/2 Stunden auf unser Essen warten ohne zwischendurch Bescheid zu geben. Kurz vor Ultimo hat er, der eine, doch was gesagt und einen Drink aufs Haus angeboten. Das kam aber sehr gequält rüber. Find ich auch unpassend. Eine Schale Oliven mit etwas Brot oder Käsewürfel wären für den Hungerast besser gewesen.
Lecker Sandwich, lecker Matjes, lecker Smoothie; Aber: steinhartes Rumpsteak und liebloser, mit Dressing zugeklatschter Salat, blöde Bruschetta.
Ich weiß nicht, was ich mit dem Goldapfel machen soll? Ich fände es da eigentlich super. Hatten wir nur Pech an dem Tag? Wer weiß? Am Ende wurden wir auch noch angemeckert, dass wir die Karte auszugsweise fotografiert haben, um uns die Gerichte besser merken zu können. Er, der eine, faselte was von Konkurrenz … aber erstens ist die Tageskarte auf der Webseite bei denen und zweitens kann jeder Konkurrent sich einfach eine Karte von draußen im Vorbeigehen mitnehmen. Immerhin waren wir 7 Personen, die alle Essen und Tranken und reichlich Geld dagelassen haben (mit Anmeldung wohlgemerkt). Wir waren alle nett und geduldig. Haben nicht genörgelt oder uns beschwert. Auch nicht nach 1,5 Stunden Wartezeit. Im Gegenteil, wir zeigten Verständnis. Kann ja mal vorkommen, dass der Koch nicht jeden Tag seinen besten Tag hat. Das haben wir ihm, den einen, auch so kommuniziert. Ich verstehe das alles nicht.
Nachfolgend noch ein paar Bildbeschreibungen.
6 Stück Bruschetta für 6 Euro. Ganz schön teuer, zumal sie geschmacklich nicht überzeugt haben. Kann man das nächste Mal weglassen und lieber einen Nachtisch probieren.
RotRot: Die Suppe für 4,90 Euro bestellte sich immer-hungrig. Es sind laut Karte pürierte Tomaten und pikante Paprika in Gemüsebrühe mit Pesto abgerundet.
Oliven für Soph
Matjes als Hauptgang für immer-hungrig
Rumpsteak mit Käse überbacken und Ratatouille für 9,70 Euro. Hört sich gut an, war leider ein Reinfall. Das Rumpsteak war total steinhart. Habe es trotzdem aufgegessen, weil ich nicht noch mal 1,5 h auf ein neues Essen warten wolte. Und wer weiß, wie das dann geworden wäre. Schaade!
Sandwich mit einer ganzen Hühnerbrust und Käse überbacken. Soll wohl sehr gut geschmeckt haben.
Spargel mit einem knusprigen Kalbsschnitzel, Sc. Hollandaise und neuen Kartoffeln für € 12,70. War gut.
Backkartoffel mit Lachs.
Querbeet: grüne Blattsalate mit Tomate, bunter Paprika, Gurke, Zwiebeln, Oliven und Feta, verfeinert mit Flüssiges Gold (weißer Balsamicoessig, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Curry, Sonnenblumenöl) für 7,50 Euro. Dazu muss Veggie mal was sagen.
Sehr schönes, liebevoll, detaillverliebtes Ambiente.
Goldapfel
Heinrich-Roller-Straße 20 Ecke Winsstraße 1
10405 Berlin
Tel. 030-50560150
MO-FR ab 8 Uhr, SA/SO ab 10 Uhr
http://www.goldapfel-berlin.de














am 19. Mai 2008 um 11:55 Uhr
Kann mich der Beschreibung nur anschließen.
Meiner Meinung nach, hatte der Koch das erste mal in seinem Kochdasein, mehr als einen Gast zu bewirten – und dann auch noch mit unterschiedlichen Gerichten.
Das hat ihm wahrscheinlich, mangels Vorbereitung, komplett sein Timing zerhauen. Ich glaube aber auch, dass Anspruch und Wirklichkeit mal wieder extrem auseinandergefallen sind.
Anstatt sich auf einfache, gute Küche zu konzentrieren, und diese gekonnt umzustetzen, bot die Karte “Aus jedem Dorf einen Köter”, die auch keinen thematischen (oder sonstigen) Sinn ergaben.
Mein Schnitzel war mäßiger Durchschnitt. Die Hollandaise schmeckte wie aus der Tüte, und das Schnitzel war nicht goldbraun, sondern blass mit schwarzen (angebranten) Stellen. Ein Fall von zu schnell gebraten. Und hätte in der Karte nicht Kalb gestanden – ich hätte geschworen es wäre ein Schweineschnitzel gewesen.
am 16. November 2010 um 11:39 Uhr
Einfach nur schrecklich!
Essen, Service und Preise. Es gibt genug Alternativen im Kiez die deutlich besser, preiswerter und sympathischer sind.