Cenacolo – Italiener in P’Berg mit verschiedenen Qualitäten
Mein Essen war diesmal enttäuschent, wobei ich sagen muss, dass ich wahrscheinlich auch selber Schuld
bin. Denn, wenn man ins Cenacolo geht, sollte man entweder eine von den leckeren Steinofenpizzen oder die hausgemachten Pastas bestellen. Aber auf keinen Fall einen Salat. Ich dachte natürlich, dass ein Salat in einem italienischen Restaurant was Feines ist und nicht aus Standardzutaten besteht wie Eisbergsalat und geraspelten Möhren. Beim Italiener erwarte ich irgendwie was anderes. Einen kreativen Salat mit Delikatessen und Fantasie angerichtet. Nunja, der “Insalata Adria” für 9 Euro war so wie nicht erwartet: ein großer Haufen Eisbergsalat, etwas Ruccola, ein paar wenige Minitomaten und on Top das verhasste Möhrengeraspel. Melone, Chinakohlblätter und einige Gurkenscheiben gab’s passend dazu. Leider hat die ganze Kombi ganz und gar nicht zu den leckeren Scampi gepasst, die wiederum sehr gut waren. Am Ende war mein Teller trotzdem leer, weil das dazugereichte Brot (nicht weiß, eher würzig, leicht dunkel) super schmeckte und gaaaanz frisch war.
immer-hungrig bestellte sich wieder Mal “Crostini Pomodoro” (2,10 €), auch als Bruschetta bekannt. Da lag auf einer Scheibe – ungelogen – eine ganze zerschnittene frische Knoblauchzehe drauf. Eindeutig zu viel des Guten. Überhaupt hatte sich immer-hungrig etwas sehr exotisches bestellt: “Insalata c. Fegatini” für 8,70 €, was zu deutsch Salat mit Gänseleber heisst. Die Salatbasis war wie meine. Die Leber hingegen lag daneben in einer dicken schwarzen Soße und überzeugte ihn nicht.
Bei Soph und Sagdochauchmalwas schien das Essen ziemlich gut gewesen zu sein. Es gab Crostinis mit Thunfischpaste, Pizza Pazza mit scharfer Wurst und Gnocchi mit Gorgonzolasauce. Ich hörte u.a. den Satz: “Das war mal richtig gut!” Wie es Veggie mit ihrem Zander auf Salat erging, kann ich nicht sagen.
Crostinis mit Thunfischpaste
Gnocchi mit Gorgonzolasauce
Pizza Pazza mit scharfer Wurst
Zander auf Salat
Der Gesamteindruck des nicht-szenigen Restaurants war trotz allem sehr gut. Der Service kam korrekt und freundlich rüber, die Tische waren von beeindruckend guter Qualität (massives Holz gelackt, fast wie neu) und es gab diese typisch mediterranen Wanddekos. Hervorzuheben wäre auch das niedlich-feine Geschirr. Auf den Fotos kann man es gut erkennen. Mal was anderes. Wenn ich wieder hingehe, bestelle ich Pizza Pazza. Auf die hatte ich hinterher richtig Appetit.
Cenacolo
Sredzkistr. 23
10435 Berlin
030 44044743
Geöffnet tgl. 12-1 Uhr


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am 02. April 2008 um 18:08 Uhr
Ja, ich hatte Glück, vielleicht stammte das Zitat da oben auch von mir.
Meine Crostinis mit Thunfisch-Schleim waren ok. Die Pampe war Mittelklasse, aber die Brotgrundlage war lecker, genauso wie das immer reichlich vorhandene “Greif-zu-Brot”.
Oberklasse waren meine Gnocchis: Sehr gute Konsistenz, die Soße schmeckte nach echtem Gorgonzola, kein Brokkoli im Weg. Der Form nach waren die Klößchen selbst gemacht. Da konnte ich locker die Darbietung ohne jeglichen Zierrat verzeihen (die hübschen Teller habe ich natürlich überhaupt nicht wahrgenommen).
Wer also keinen Salat will, ist hier sehr gut aufgehoben.
am 07. April 2008 um 20:08 Uhr
Mein Zander war sehr gut und schön knusprig auf der Haut angebraten. Eher untypisch für einen Salat waren die Kiwischeiben in meinem Salat, aber die stehen auch extra in der Karte. Der Salat bestand auch aus den beschriebenen Gemüseschnitzen, darunter fand ich dann aber noch eine kleine Auswahl an Blattsalaten. Das Dressing fand ich gut und der Fisch hat mir hervorragend geschmeckt, der Salat an sich erinnert aber eher an ein Vorspeise und das für glaub ich 9,50 €.
Geschmeckt hat es mir aber trotzdem sehr gut und mehrmals erwähnten Crostinis fand auch ich lecker. Das nächste Mal würde ich dann gerne mal die hausgemachten Nudeln probieren.
am 09. April 2008 um 20:28 Uhr
[...] viel Eisbergsalat und winzig kleinen Scampi. Ich habe mich schon sehr geärgert darüber. Über den Scampi-Salat im Cenacolo war ich ja auch nicht so glücklich, aber dort waren wenigstens die Hauptbestandteile mindestens [...]
am 20. April 2008 um 23:00 Uhr
Den Salat mit Leber hatte ich mir bestellt, weil ich mal was Leichtes essen wollte. Im Osswald hatte ich damit schon gute Erfahrungen. Da ich Rosinen ganz gern esse, dachte ich mir auch nichts dabei, dass diese auch in der Beschreibung des Salates zu finden waren. Kleiner Fehler – große Wirkung!
Die Leber wurde angebraten und dann in einer Soße kurz aufgekocht, die wahrscheinlich entstand, als Rosinen und vermutlich ein Schuss Rotwein zu einem sehr dickfüssigen Brei verkocht wurden. Das alles zusammen war so süß, dass es auch als Dessert hätte durchgehen können. Nicht mein Fall – wahrscheinlich auch nicht so gewollt. Der Salat dazu war auch keine Bereicherung – Eisbergsalat und geraspelten Möhren – wurde ja oben schon beschrieben. Ich gebe 3 Sterne – wobei das Ambiente die Werung mehr in die Höhe treibt, als das Essen.
am 14. Oktober 2008 um 23:00 Uhr
mir gefällts im cenacolo immer wieder. Siehe hier:
http://schteif.blogspot.com/2008/10/cenacolo-der-echteste-italiener.html