Hot Pot – euroasiatisches Fondue Chinoise

Euroasiatisch – das war mein erster und bleibender Eindruck vom Hot Pot in der Kollwitzstraße. Es bezieht sich nicht auf die Qualität des Essens, sondern verstärkt auf das Ambiente sowie die Art und Weise der Zubereitung der Speisen basierend auf meinem Vergleich mit dem Hot Pot im 5Flavor. In diesem Falle heißt das für mich: europäerkonforme Zutaten (keine Fischbällchen, keine Hühnerkrallen), ein deutscher Inhaber, szenige Backsteine und Kaffeehausmobilar anstatt asiatisches Enterieur sowie fehlende asiatische Gäste. Ungeachtet dessen, gab es an den Gerichten nichts auszusetzen.
Mein Thai-Meeresfrüchte Hot Pot für 14,90 Euro war super und ausreichend. Es wird ein Teller mit Lachsfilets, Garnelen, Fischfilets, Pilzen, Glas- und Teignudeln und frischem Gemüse serviert. Dazu der Kochtopf mit scharfer Thai-Bouillon, in dem man sich dann nach und nach alles selber gar kocht. Dazu gibt es ein Schälchen heller Soße, in der die Happen abgekühlt werden. Die Thai-Bouillon ist am Anfang ziemlich scharf, lässt aber nach einer Weile nach. Vor allem übertünscht sie nicht den fischeigenen Geschmack, sondern würzt die Happen genau mit der richtigen Dosis. Im Vorfeld, also bevor wir bestellt haben, hat uns der Wirt alles genau erklärt, wie so ein Hot Pot-Essen funktioniert und was die Schärfegrade der Bouillons zu bedeuten haben. So kann man sich keinesfalls vertun und bekommt auch was Scharfes, wenn man scharf bestellt.
Zum Dessert bestellte ich mir die Pekingkugeln mit Kokosmantel für 3 Euro. Diese Variante kannte ich noch nicht, fand sie aber extrem lecker. (Foto ist leider misslungen, stelle es dennoch ein.)
Andere am Tisch bestellten sich z.B. den Enten Hot Pot Sizchuan für 14,30 Euro mit Entenfleisch, Morchel, Pilzen, Glas- und Teignudeln und frischem Gemüse. Dazu die Sizchuan Bouillon als scharfe oder mittelscharfe Version. Oder den Peking Traditional Hot Pot für 12,80 Euro mit Angus Rindfleisch, Lamm- und Putenfleisch sowie mit Pilzen, Glas- und Teignudeln und frischem Gemüse. Dazu die Chinesische Bouillon als scharfe, mittelscharfe oder milde Version.
Immer-hungrig nahm zum Nachtisch die Sesamkugeln mit Lotusfüllung für 3 Euro, wobei es sich hier um schwarzen Sesam handelt.
Mein nächstes Hot Pot-Essen kann ruhig wieder etwas gewagter ausfallen. Dieses Resto in der Kollwitzstraße ist eher was für ungeübte Chinesisch-Esser und als Einstieg gut geeignet.
Hot Pot Restaurant
Kollwitzstraße 54
Prenzlauer Berg
10405 Berlin








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am 16. März 2008 um 21:52 Uhr
Auch ich fand, dass es wieder sehr gut geschmeckt hat. Der Geschmack des Rindfleisches nach dem “HotPoten” (sorry) hat mich auch gleich an das letzte Mal erinnert. Wieder sehr lecker.
Das europäische war mir aber auch irgendwie zuviel, also die Einrichtung passte irgendwie nicht so richtig und ein deutscher Kellner ist irgendwie eigenartig. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass das extrem asiatische vom 5 Flavor uns irgendwie daran gehindert hat dort noch einmal hinzugehen. Also im Grunde besucht mindestens ein Teil unserer Gruppe jedes sehr guten Restaurants noch einmal, beim 5 Flavor hat das noch niemand geschafft. Dort war alles extrem asiatisch. Die Bedienung sprach nur wenig deutsch, es gab nur einen Hotpot zur wahl und wurde damals von unsere chinesisch sprechenden Begleitung bestellt. Subjektiv also für einen Berliner alles etwas schwerer, genauso wie mir das HotPot Subjektiv zu europäisch war. Hat also alles seine Vor- und Nachteile.
Und eine Sache haben wir auch erst hier gelernt, die Suppe die am Ende schön verkocht im Topf übrig bleibt, kann man noch wunderbar auslöffeln. Auch sehr lecker!
am 06. Juni 2008 um 16:37 Uhr
[...] Berliner Fresse beschreibt ein paar Besuche in einem der wenigen Hotpot Restaurants der Hauptstadt (meine Fresse [...]
am 20. März 2009 um 21:37 Uhr
Wir waren mal wieder im Hot Pot in der Kollwitzstraße. Mit dieser Wahl geht man auf Nummer sicher, wenn Freunde aus der Republik zu Besuch sind und man denen mal was anderes als Flammkuchen bieten möchte.
Zur Auswahl steht nur Hot Pot sonst nichts. Die Qual der Wahl ist also nicht groß. Es werden keine Hühnerfüße aufgetischt oder extreme Dips serviert (wie z.B. im 5 Flavor). Man kann gemütlich beisammen sitzen, wird freundlich und schnell bedient und kann im Nachgang noch den Prenzlberger Kiez erleben. Vergleichsweise normale Preise machen den Hot Pot symphatisch. Wir haben zu dritt für 3 Hot Pots, eine extra Portion Pute und 4 Getränke 56 € bezahlt. Ein großes Köstritzer kostet 3 Euro.
Ich komme jederzeit gerne wieder.
am 08. Dezember 2011 um 22:12 Uhr
Leider auch geschlossen, meines Wissens nach gibt es jetzt kein richtiges Hot Pot Restaurant in Berlin mehr…oder?
am 05. Januar 2012 um 15:31 Uhr
Hallo Svea,
ein Freund hat mir Ming Dynasty empfohlen. Er hat den Laden im “Westen” gemeint. An der Jannowitzbrücke ist eine weitere Filiale. Wenn Du mal bei einem der Beiden Hot Pot getestet hast, würden wir uns über eine kurze Info freuen!
MING I
Anschrift:Brückenstraße 6, 10179 Berlin Germany 德國 柏林
Tel.: 0049-30-30 875 680 Fax: 0049-30-30 875 681
MING II
Anschrift:Tauentzienstr 9-12, 10789 Berlin Germany 德國 柏林
Tel.: 0049-30-25759886 Fax.: 0049-30-25759899
Web: http://www.ming-dynastie.de E-Mail:info@ming-dynastie.de
am 05. Januar 2012 um 15:40 Uhr
Nachtrag zum Hot Pot: Hier kommt noch ein Insider-Tipp
http://www.tianfu.de
Tian Fu – Restaurant – Sichuan Spezialitäten
Ansprechpartnerin: Frau Wang
Uhlandstr. 142
10719 Berlin
Tel.: 030/861 30 15 / Fax: 030/86395337
Geöffnet: Mo. – Fr. 12.00 – 15.30 und 17.30 – 23.30 Uhr (warme Küche bis 23.00 Uhr)
Sa. und So. 12.00 – 23.30.
Auf dem Foto sieht man auch gleich, was es gibt. Der Link läßt zwar schlimmes Vermuten, aber es soll wirklich super original und auch sehr scharfe Küche geben!
http://www.tianfu.de/reisegruppen-betriebsfeiern.html