La Muse Gueule – noch ein überaus netter Franzose
Das ist unser zweiter Bericht zu einem französischen Restaurant. Soviele findet man in der Stadt (noch?) nicht.
Und eines sei vorweggenommen: dieser Beitrag wird – wie auch schon der erste - sehr lobend ausfallen, denn es war köstlich. Das kleine Lokal, ich würde es nicht unbedingt als Restaurant bezeichnen, befindet sich direkt gegenüber der Kulturbrauerei und ist von außen fast nicht zu entdecken. Drin ist maximal Platz für 40 bis 50 Gäste aufgeteilt in zwei Räume. Eine Reservierung empfiehlt sich auf jeden Fall. Die kleine Speisekarte wird durch Tagesangebote an der Kreidetafel ergänzt. Doch selbst bei der eher geringen Auswahl, fiel die Wahl sehr schwer. Es klang alles verlockend!
Auf der Getränkekarte entdeckte ich als erstes den frischen Minzetee. Der wird ganz einfach zubereitet (wie man auf dem Bild sieht) und ich frage mich, warum es sonst überall nur die doofen Beutel gibt?
Zwei aus unserer Runde bestellten sich als Vorspeise die Gratinierte Französische Zwiebelsuppe zum Preis von 3,80 Euro. Ich stelle das Bild hier ein und hoffe, dass sich einer zu der Leckrigkeit äußert.
Danach kam für mich und immer-hungrig die Musenplatte für 10,50 Euro. Wie man sieht, ist es eine kalte Hauptspeise, die aus Paté, Rillette, verschiedenen französischen Wurstspezialitäten, Quiche und Salat besteht. Der Quiche war ein bisschen warm; zwischendrin lagen kleine Cornichons. Dazu wird gaaaanz frisches Baguette gereicht und auch auf Wunsch aufgefüllt. Am besten waren die verschiedenen Pasteten und Terrinen, was eine Art Leberwurst ist.
Das ganze gibt es auch als vegetarische Variante für 8,50 Euro.
Ein sehr außergwöhnliches Essen war der Salat mit geräucherter Entenbrust, Nüssen und Croutons für 7,80 Euro. Ich glaube jeder am Tisch dachte, dass die Ente gebraten und nicht “roh” gebracht wird. Es scheint aber doch geschmeckt zu haben, denn der Teller wurde komplett leer gegessen.
Die nächsten beiden Fotos zeigen Speisen von der Kreidetafel. Es kann gut sein, dass man die an anderen Tagen nicht bekommt. Das erste Foto zeigt ein “Cassoulet”: Weißer Bohneneintopf mit Entenconfit, Würstchen, Schweinefleisch und noch was für 11,90 Euro. Das zweite Bild ist gebratener Ziegenkäse mit Salat für 7,80 Euro.
Das Abschlusshighlight des Abends bildete die nicht ganz billige Crème brûlée für 4,30 Euro. Sie wurde kalt serviert, war innen super leicht und fluffig und von außen mit einer zuckersüßen Karamelkruste bedeckt. Wer will, kann sich gerne den Mund bei Wikipedia weiter wässrig lesen.
Um uns herum saßen an diesem Abend eher erwachsene Menschen als junges Publikum, teilweise sehr verliebt oder in Gespräche vertieft. Davon waren bestimmt einige ziemlich intellektuell, was auf keinen Fall negativ gemeint ist. Manchmal kommt man sich in dieser Atmosphäre etwas fehl am Platz vor, was hier absolut nicht stimmte. Niemand wirkte aufgesetzt, angesagt, szenig oder megacool auf uns – die sehr freundliche Bedienung nahm geduldig alle Wünsche auf und machte keine Unterschiede. Einfach nur nett und unverkrampft.
Schade, dass wir es versäumten, dem Koch unsere Zufriedenheit übermitteln zu lassen. Diesmal hätte ich das gerne gemacht. Der kriegt ja niemals Feedback zu seinen Kreationen. Kann man nur hoffen, dass er sich über die leeren Teller gefreut hat.
La Muse Gueule
Sredzkistraße 14
10435 Berlin
Tel. 030 43 20 65 96
Öffnungszeiten: täglich ab 17.30 Küchenschluss 24 Uhr
Anfahrt: U-Bahn Eberswalder Straße

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am 03. März 2008 um 23:13 Uhr
Auch von mir gibt es dieses mal nur Lob. Ich hatte neben der Zwiebelsuppe und der kalten Platte auch noch ein Glässchen Rotwein. Alles zusammen war sehr authentisch.
am 04. März 2008 um 00:31 Uhr
Ich hatte nach einem kurzem Blick auf die Karte erst Angst, dass ich nicht weiß was ich essen soll. Erst wollte ich auch den Salat mit Entenbrust nehmen (mir war bewusst, dass die Brust geräuchert ist
) da jemand anders den Salat am Tisch aber bestellte, entschied ich mich um auf den Ziegenkäse.
Ich muss sagen, dass war eines der leckersten Essen die ich jemals gegessen habe. Der Ziegenkäse war gebacken oder gebraten und dann mit ein wenig Honig oder Sirup übergossen. Auf jeden Fall süß aber nicht zu süß. Der Käse an sich war für einen Ziegenkäse auch sehr lecker, normalerweise ist Ziegenkäse ja immer sehr streng und man schafft ein paar Bissen um dann irgendwann genug zu haben. Dieser Käse war einfach nur super Lecker, außen etwas mehr Geschmack, ihnen genau richtig und mit dem Honig und dem Salat fantastisch.
Vorne Weg hatte ich auch eine Zwiebelsuppe die auch sehr gut geschmeckt hat, im Angesichts des Ziegenkäses ist die Erinnerung daran aber schon wieder verblasst. Sie hat auf jeden Fall geschmeckt
Der Ziegenkäse war zwar von der Tageskarte, in der regulären Karte gab es aber auch einen Ziegenkäse mit Salat, ich kann leider nicht mehr sagen, was der Unterschied zwischen den beiden Varianten war.
Ich werde mit Sicherheit demnächst noch einmal Ziegenkäse essen gehen!
am 16. November 2008 um 14:32 Uhr
wirklich empfehlenswerter franzose
ziegenkäse salat tatsächlich eine sehr gute wahl
weinauswahl ist ausgezeichnet
danke für den tipp!
am 03. September 2009 um 08:38 Uhr
auch von mir nur ein ganz großes Lob für den Laden! Das Essen war sehr lecker und wenn man die Preise mit anderen Franzosen vergleicht, wirklich nicht hoch!