Berliner Fresse

Kaspar & Hauser – Schönes Restaurant mit gutem Essen

Essen in Berlin by soph am 02. Dezember 2007

Das Kaspar & Hauser in der Knorrpromenade im Friedrichshain war bei unserer Orga Queen schon länger auf der Liste und so war es letzte Woche endlich Zeit für einen Besuch. Als erstes fallen die sehr großzügigen Räume auf. Sehr hohe Decken, eine riesige sehr präsente Bar, auf der rechten Seite ein große Coucheecke und auf der linken Seite mehrere Tische. Auf den ersten Blick sehr wenig Platz für die großen Räume. Später sieht man dann aber, dass es noch 2 weitere Räume gibt und im Sommer gibt es auch eine Terrasse vor der Tür mit Tischen.

Die Reservierung hat geklappt, es wäre aber auch so gegangen. Der Abend verlief ohne größere Ausnahmen, weder positiv noch negativ. Ein schönes Restaurant in dem man gemütlich sitzend etwas essen und trinken kann.

Die Knorrpromenade fällt vor allem durch die 2 Torbögen auf dem Gehweg auf, auch sieht man bei einem Blick auf die Häuser schnell, dass hier richtig großzügig mit dem Wohnraum umgegangen worden ist. Riesige Zimmer und sehr hohe Decken. Die Straße ist mir im Vorbeifahren schon öfter aufgefallen, ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, das dort auch ein Restaurant ist – irgendwie hat die Straße immer etwas von einem abgetrennten Bereich. Damit erzielen die Bögen aber auch genau den Zweck für den Sie auch gebaut wurden – die Straße wurde 1914 als Wohngegend für wohlhabende Mieter erbaut.

Orgaqueen, Veggie und ich waren etwas zu früh dort und hatten deswegen noch etwas Zeit bevor die anderen erscheinen würden. Wir haben schon mal ein paar Oliven und Kapernbeeren bestellt. Zu den Kapernbeeren kann ich nix sagen, die Oliven schmeckten aber sehr gut. Etwas negativ ist mir aufgefallen, dass die Oliven in einer Schale kamen, noch ziemlich Ölig waren und es dazu aber weder ein paar Piekser noch eine Gabel gab. So mussten man die Oliven mit den Fingern aus der Schale nehmen, nicht wirklich schlimm aber auch eher ungewöhnlich.

Die eigentliche Karte bestand aus einer Handgeschrieben Liste an Vor-, Haupt- und Nachspeisen. Die Handschrift war teilweise etwas schwer zu lesen, aber man konnte eigentlich alles Entziffern. Ich und zwei weitere bestellten das Wiener Schnitzel mit Erbsen-Kartoffel-Püree und Kalbsjus, OrgaQueen hatte das Wildschweingulasch, Veggie hatte Marinierten Ofenlachs mit frischen Bandnudeln in Weißweinsauce. Außerdem hatten wir noch Ravioli mit Limonen-Knoblauch-Sauce und einmal Rindermedaillons.

Die Speisen kosteten zwischen 9€ – 17.5€ (9€ – Nudeln, 12,50€ – Wienerschnitzel, 17.5€ Rindermedaillons), die Teller waren nett angerichtet und deshalb auch nicht gerade üppig. Mein Schnitzel schmeckte gut, das Erbs-Kartoffel-Püree war etwas anders als erwartet – Kartoffelpüree mit ganzen Erbsen und nicht die Erbsen auch püriert, dazu 2 kleine Kleckse Kalbsjus. Mir war es insgesamt aber etwas trocken. Ich habe während des Essens nichts Negatives von den anderen gehört, genauso habe ich aber auch keine Lobeshymne auf eines der Essen vernommen. Dazu können die anderen vielleicht am besten selber kommentieren. Zum Nachtisch hatten einige von uns noch Schokoladen Mousse und Vanilleparfait, ich hatte keine Nachspeise.

Der Kellner (und Chef?) war den ganzen Abend über höfflich und nicht aufdringlich. Es gab zum Essen neues Brot, die Teller wurden zügig abgeräumt und meistens war er in der Nähe des Tisches wenn man ein neues Getränk bestellen wollte. Manchmal hatte ich aber den Eindruck, dass er das ganze etwas Satt hatte. Er war nie unhöfflich oder unaufmerksam, aber manchmal hatte ich das Gefühl er muss sich gerade sehr anstrengen um weiterhin zu lächeln – so mein Eindruck, ich würde mich nicht wundern wenn ich der Einzige wäre, dem das so aufgefallen ist. Wirklich beschweren könnte ich mich aber nicht. Vielleicht ist das aber auch einfach so seine Art.

Insgesamt ein schöner Abend, ich würde vielleicht nicht unbedingt noch einmal zum Essen ins Kaspar & Hauser gehen – dafür waren die Portionen zu klein und Lust auf einer der anderen Speisen hätte ich auch nicht, aber um etwas zu trinken und in kleiner Runde gemütlich zu sitzen ist das Lokal sicherlich ideal. Insbesondere da es im Vergleich zu den um die Ecke gelegenen “Simon-Dach-Kiez-Bahnhofshallen” sehr sehr angenehm ruhig dort ist.

Am besten einfach mal selber probieren, wirklich falsch kann man dabei nichts machen.

Wiener Schnitzel mit Kartoffelerbspürée an Kalbsjus für 12,50 €

Wiener Schnitzel mit Kartoffelerbspürée an Kalbsjus für 12,50 €

Rindermedaillons mit Maronenkruste, Rosenkohl und gebackenen Süßkartoffelspalten für 17,50 €

Rindermedaillons mit Maronenkruste, Rosenkohl und gebackenen Süßkartoffelspalten für 17,50 €

Wildschweingulasch auf Tagliatelle mit Preisselbeeren für 14,50 €

Wildschweingulasch auf Tagliatelle mit Preisselbeeren für 14,50 €

Marinierter Ofenlachs auf frischen Bandnudeln in Weißweinsud für 9,50 €

Marinierter Ofenlachs auf frischen Bandnudeln in Weißweinsud für 9,50 €

Trüffeltortelloni mit Limetten-Knoblauchbutter für 9,50 €

Trüffeltortelloni mit Limetten-Knoblauchbutter für 9,50 €

Mousse au chocolat an mariniertem Obstbouquet für 4,50 €

Mousse au chocolat an mariniertem Obstbouquet für 4,50 €

Vanille-Parfait mit Schoko-Amarettini-Zipferln für 5,50 €

Vanille-Parfait mit Schoko-Amarettini-Zipferln für 5,50 €

Restaurant-Café Kaspar + Hauser
Knorrpromenade 2
10243 Berlin
Telefon: +49 30 497 872 32
www.kasparundhauser.de (Bei uns war die Speisekarte nicht aktuell)

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2 Kommentare zu 'Kaspar & Hauser – Schönes Restaurant mit gutem Essen'

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  1. OrgaQueen sagte,

    am 10. Dezember 2007 um 00:27 Uhr

    Ich fand mein Essen (Wildschweingulasch auf Tagliatelle mit Preisselbeeren für 14,50 €) ziemlich gut. Aber besonders lecker war der Nachtisch (Vanille-Parfait mit Schoko-Amarettini-Zipferln für 5,50 €). Hier kriegt man eine völlig andere Auswahl an Desserts als sonst überall. Mit 5,50 € allerdings nicht ganz billig – dafür klasse.

    Für meinen Geschmack war es im Restaurant viel zu dunkel. Eine loungige Atmosphäre ist ja ok, aber zum Essen taugt das nichts. Ich habe mein Essen wirklich schlecht gesehen und das find ich doof. Es strengt einfach an. Zwischendurch gingen zwei der drei Teelichter aus und wir waren gezwungen, auf die Zuwendung des Kellners zu warten, um neue anzufordern sonst wäre nichts mehr gegangen.

    Zu erwähnen wäre noch die extra angebotene Teekarte. Es gibt eine riesige Auswahl an selbst zusammengestellten (Annahme des Autors) Teevariationen mit Angaben zu Zusammensetzung, Wirkung und Ziehzeiten. Ich hatte den “Rote Grütze”-Tee im Kännchen. Super!

    Zur Bedienung des Abends kann ich nicht wirklich viel sagen, da ich mit dem Rücken zum Service saß. Ab und an hatte ich das Gefühl, er versteht unseren Humor nicht und fand uns zu prollig, nur weil wir lauter als die anderen waren, keinen Wein tranken und nachgefragt haben, was Kalbsjus sei. Naja, und soph wollte auch noch gleich am Anfang eine große Cola bestellen. Geht ja gar nicht! Ihm wurde vom Kellner allen Ernstes angeboten, zwei kleine Flaschen gleichzeitg zu bekommen …. Grundsätzlich hatte ich dennoch ein gutes Gefühl an dem Abend trotz des merklich angstrengt freundlichen Verhaltens des Kellners.

    Fazit: ein schöner Abend in ruhigem Ambiente; eine interessante Speisekarte, wobei ich den Preis für die teilweise kleinen Portionen bei manchen Sachen überzogen fand (vor allem bei den Trüffeltortelloni) …. ich glaube ich werde mal das Frühstück testen.

  2. daswarnix sagte,

    am 16. Februar 2008 um 15:02 Uhr

    Ich kann das Kaspar und Hauser nicht empfehlen.
    Kleine Portionen zu grossen Preisen. Das Fleisch war zäh, der Kellner schnöselig bis pampig.
    Einmal und nie wieder

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