Berliner Fresse

Hazelwood – Casual Dining means Hamburger im Ciabatta

Geschlossen by OrgaQueen am 28. Oktober 2007

Auf der Suche im weltweiten Netz nach einer neuen Location für unser wöchentliches Dinner stieß ich auf das Hazelwood und damit verbunden auf ausschließlich positive bis überschwengliche Berichte. Umso mehr freuten wir uns auf einen Abend “im gediegenen 30er-Jahre-Ambiente mit – typisch amerikanisch – ausgesprochen freundlichem Service (Zitat “zitty Spezial ESSEN + TRINKEN 2007/2008″). Die telefonische Tischreservierung hat geklappt, jetzt musste nur noch der Rest flutschen.

Ich kam mit meiner Begleitung zuerst im Resto an. Fast alle Tische waren besetzt, es war ziemlich verqualmt und es roch nach Pommes. Da niemand auf uns zu kam, gingen wir langsam Richtung Tresen, hinter der eine Dame hektisch wuselte. Sie sah uns, lies sich aber nicht davon abbringen, weiter ihren Cocktail zu shaken oder überhaupt ein Wort der Nachfrage zu verlieren. Also standen wir eine Weile hilflos vor der Bar und versuchten es dann etwas später mit der Erstansprache, die blitzschnell mit einem grantigem “Moment bitte” noch vor dem Satzende abgewirkt wurde. Wir kamen nicht mal dazu mitzuteilen, dass wir eine Tischreservierung haben.

Dann der zweite Versuch während sie den Shaker schüttelte: “Wir haben reserviert … “. Das schien zu ziehen. Sie shake-te zu Ende und versuchte auf uns einzugehen. Es wurden alle Daten abgeglichen, sie fand auch alles in ihrem Buch wieder, doch leider hat sie es versäumt, den Tisch für 8 Personen freizuhalten. Toll! Also kein Tisch für acht. Sie bot uns die einzigen freien Tische mitten im Raum an, man könnte auch mitten auf der “Tanzfläche” sagen, denn diese lagen arena-like tiefer als alle anderen und wurden von höhergelegenene Diner-Logenplätzen umzingelt – und außerdem waren die Plätze sehr dicht an der Eingangstür, wo es kalt reinzog. Wir hätten so einen schönen Tisch eine halbe Treppe höher im Separee haben können, wo wir alle gemütlich essen könnten. Aber das hat schon mal nicht geklappt.

Nachdem wir nun die drei Tische zusammen geschoben hatten und alle saßen, stellten vor allem die Damen fest, dass es viel zu sehr zöge und wir, wenn möglich, doch noch mal umziehen sollten. Am großen Schaufenster wurde auch eine Ecke frei. Die hatte zwar den Nachteil, dass es an der Fensterfront keine Rückenlehne gab, die sechs Plätze für sieben Personen reichen musste, es aber dafür nicht so zog. Was tut man nicht alles!

Ein erster Blick auf die Karte, das gelassene Volk um uns herum und die entspannte Atmosphäre entschädigten uns für’s Erste. Ich bestellte mir eine Karaffe (0,5 l) Zitronenlimonade für 4 €, einen Classic Hamburger für 6 € belegt mit Jalapeno Cheese (+0,80 €) und Bacon (+1,50 €) serviert mit Home Fries (+1,50€). Insgesamt sind das dann 9,80 € nur für den Burger mit Kartoffelecken. Für das Geld sollte es richtig krachen.

Und dann wurde endlich serviert. Der Burger mit dem Belag war gut. Das ganze zwischen dem riesigen harten Ciabata schmeckte mir nicht und ich aß nur den Fleischklops. Der kleine Kleks Cole Slaw war ok. Da hab ich keine Vergleiche oder Erfahrungen; die Home Fries empfand ich als überfrittiert (viel zu dunkel und hart). Alles in allem war das nix. Sehr schade. Wo doch der Laden so cooles Ambiente liefert.

Zum Schluss bekamen wir auch noch die Rechnung für den gesamten Tisch auf einem Bon und unser Wunsch nach einer separaten Abrechnung wurde beflissentlich ignoriert. Immerhin brachte uns die freundliche Dame dieses Abends einen Zettelblock, einen Stift sowie einen Taschenrechner zum “selber puzzeln”. Super! Und das bei einem Bon, auf dem jeder Burgerbelag extra aufgeführt wird und eine Mahlzeit aus 5 Positionen besteht. Der Abend klang so aus wie er angefangen hatte.

Kostenloser Appetizer

Kostenloser Appetizer

Classic Burger

Classic Burger

Classic Burger

Classic Burger

Steak Sandwich 10,50 €

Steak Sandwich

Onion Rings

Onion Rings

Veggie Burger

Veggie Burger

Home Fries

Home Fries

Nach ein paar Bier und fast Mitternacht noch schnell selber rechnen

Bon selber splitten

Hazelwood
Choriner Str. 72
10119 Berlin (Prenzlauer Berg)

Telefon: 44 32 46 35

Di-So ab 18 Uhr
Sa, So 10-16 Uhr Brunch

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schlechtbefriedigendgutsehr gutausgezeichnet (6 votes, average: 2,50 out of 5)
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9 Kommentare zu 'Hazelwood – Casual Dining means Hamburger im Ciabatta'

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  1. soph sagte,

    am 28. Oktober 2007 um 14:55 Uhr

    Also ich hatte einen Classic Burger mit Käse und Bacon, dazu eine Portion Chilie Frites(leider auf keinen Bild zu sehen). Im Grunde waren es normale Pommes die mit Chili Pulver bestreut wurden. Das Pulver war nicht besonders scharf und die Pommes ebenfalls etwas “Tot-fritiert”.
    Zum Service kann ich fast nichts hinzufügen, außer vielleicht noch, dass die Kellnerin permanent in sich hinein brabbelte, also zum Einen wurde alles von ihr einsilbig kommentiert, was sie gerade machte (“Teller”, “Cola”, “Wasser”,”Classic Burger”) und zum Anderen hat sie noch immer irgendwas halb im gehen geredet – das habe ich nie verstanden und macht irgendwie keinen guten Eindruck.
    Zum Essen selber muss ich sagen, dass mir der Burger sehr gut geschmeckt hatte. Das Ciabata Brötchen war sehr gewöhnungsbedürftig (gehört auch meiner Meinung nach in die Karte, den sowas erwarte ich nicht, wenn ich einen Burger bestelle) alles in allem hat es mir persönlich aber sehr gut geschmeckt. Der Cole Slaw – ich habe da Erfahrung – schmeckte überhaupt nicht.
    Beim Hazelwood wurde wieder einmal sehr deutlich, dass man Essen und Service nur selten zusammen bewerten kann. Das Essen schmeckte mir persönlich, trotz Cole Slaw, sehr gut und ich werde mit Sicherheit mal wieder einen Burger dort Essen, der Service war jedoch sehr bescheiden.
    Das Thema Rauchen im Restaurant ist ja Geschmacksache und ich kann Pro und Contra verstehen, im Hazelwood war es jedoch etwas viel – empfindliche Naturen sollten definitiv erst einmal “Probe Schnuppern”.

  2. fressack sagte,

    am 28. Oktober 2007 um 20:10 Uhr

    Das ist alles einfach nur widerlich. Ich hätte das nicht bezahlt.

  3. Elmi sagte,

    am 29. Oktober 2007 um 00:27 Uhr

    Appetitlich sieht anders aus. 9.80€ für den Burger ist auch arg übertrieben.
    Es muß auch Reinfälle geben im Leben.

  4. veggie sagte,

    am 07. November 2007 um 14:10 Uhr

    Im Hazelwood hatte ich den Veggieburger (ein gebratener Mix aus Tofu, Spossen und glasierten Zwiebelnundfand ich sehr gut. Das Ciabattabrötchen dazu war nicht ganz mein Geschmack, tat aber dem leckeren Burger keinen Abbruch. Mein Chili-Fries fand ich auch nachdem ich mich sattgessen hatte, kalt immernoch sehr lecker.

  5. Sagdochauchmalwas sagte,

    am 07. November 2007 um 19:31 Uhr

    Ich war insgesamt sehr enttäuscht von dem Schuppen:

    Die brabbelnde Kellnerin, die eigentlich nicht servierte und abkassierte, sondern alles den Gästen in die Hand drückte -> schlecht.

    Ich hatte die Home-Fries -> sehr schlecht.

    Nur der Burger war klasse, auch das etwas seltsame Ciabatta – Brötchen fand ich gut.

    Mehr Kommentar lohnt einfach nicht.
    Nicht empfehlenswert.

  6. steheriel sagte,

    am 22. November 2007 um 17:33 Uhr

    also ehrlich burger mit ciabatta da ist irgendwas komisch drann…. und amerikanisch nist das auch nicht wirklich…

    ich kann gerne darauf verzichten im frittenduft zigaretten geråuchert, und dann noch leicht ignorant bedient zu werden. da kann ich auch an die currywurst bude gehen.

  7. OrgaQueen sagte,

    am 10. Mai 2008 um 21:18 Uhr

    Bin heute zufällig am Hazelwood vorbeigelaufen. Und siehe da: das gibt es nicht mehr. Das Lokal heisst jetzt “Man Ray”.Mal sehen, was die so können.

  8. OrgaQueen sagte,

    am 10. Mai 2008 um 21:21 Uhr

    http://besten.welt.de/man+ray

    http://www.barmanray.de/

  9. Berliner Fresse » MeatBurger - Der Name ist Programm sagte,

    am 17. November 2008 um 00:33 Uhr

    [...] Burger-Brater-Kreisen. Wir haben bereits verschiedene Berliner Burger-Stuben getestet: Kreuzburger, Hazelwood (inzwischen geschlossen), ein paar Andere besucht ohne etwas darüber zu schreiben (Burgermeister [...]

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