Ein Brunch im Sansibar – Essen auf Sylt (Teil 2)
Am Samstag wollten wir irgendwo Frühstücken gehen, Sag-Doch-auch-mal-was hatte sich vorher einschlägige Tipps geholt, und schlug die Sansibar vor. Dort sollte man schön Frühstücken können. Die Sansibar befindet sich im südlichen Teil der Insel und liegt direkt hinter/auf der ersten Düne am Wasser. Man kann ohne Probleme auch vom Innern des Restaurant das Meer sehen.
An der Sansibar selber gab es keine Karte, da wir 15min Fußweg hinter uns hatten und unsere Mägen sicherlich ein Veto gegen einen Rückmarsch eingelegt hätten, stolperten wir also ins Innere und suchten uns einen Tisch.
Kurz und Knapp, Frühstück gab es nicht, dafür einen Brunch.
Der Brunch kostete 15€ und beinhaltete ein Buffet mit Obst, Müsli, Joghurt, Brötchen und Marmelade. Außerdem gab es eine Auswahl an warmen und kalten Gerichten, die man direkt an den Tisch gebracht bekommt. Sind die Teller leer, kann man sie neu bestellen. Es gab: Rührei, Currywurst, Scharfe Bratkartoffeln, Tomate-Mozarella, Gebeizten Lachs, Eiersalat,Gemüsesalat, Brathering, Matjes und Thunfischsalat. Nachbestellt haben wir Rührei, die Kartoffeln und Tomate-Mozarella. Alles schmeckte sehr gut, die Currywurst war anders als sie ein Berliner kennt, aber trotzdem sehr schmackhaft.
Ob das Essen die 15€ Wert war, sei mal dahingestellt. Der Bringdienst ist beim Brunchen aber wirklich eine feine Sache, man muss nicht aufstehen und spart sich das Geschupse am Buffet. Dazu kam, dass die Bedienung immer sehr nett und freundlich war. Alle paar Minuten lief jemand am Tisch vorbei und schaute uns an, so dass man sich jederzeit ohne Probleme bemerkbar machen konnte, dazu wurden wir direkt angesprochen, ob wir noch irgendetwas wollten.
Als wir gegen 11 Uhr in der Sansibar ankamen, war alles noch ziemlich leer. Es sassen ein paar Leute draußen, in dicken Jacken – aber mit Sonnenbrille, das Wetter war an unserem Besuchswochenende leider nicht so toll. Drinnen waren aber nur ein paar Tische besetzt. Die große Anzahl an Kellnern/Kellnerinnen und die 4 großen Kassen neben dem Buffet ließen aber schon erahnen, dass die Sansibar sonst sehr gefüllt ist. Gegen 13 Uhr setzte dann auch eine wahre Schwämme an neuen Besuchern ein, nach kurzer Zeit war kein Tisch mehr frei. Trotz des größeren Stresses, zum Einen durch die Anzahl an neuen Gästen als auch durch die Art der neuen Gäste (Sylt!), blieben die Kellnerinnen aber ziemlich gelassen und waren weiterhin freundlich und waren oft am Tisch.
Zusammengefasst muss ich sagen, dass das Essen gut war, der Service Top und das ich eventuell, wenn ich denn wieder mal auf Sylt bin, noch einmal hingehen würde. Sicherlich bekomme ich für weit weniger als 15€ in Berlin auch einen Brunch, aber man sitzt nicht am Meer und muss sich am Buffet schupsen. Was ich allerdings wirklich als übertrieben empfunden habe, waren die Getränke Preise. 4€ für einen Milchkaffee (normale Tasse) sind schon ziemlich viel und 3,20€ für eine Tasse(!) Tee ist allerdings extrem. In den 15€ hätte zu mindestens ein Getränk enthalten sein können, aber gut man ist auf Sylt und die Sansibar ist nun auch nicht gerade irgendeine Gaststätte auf Sylt. Interessant fand ich auch die Kleidung der Bedienungen, es gab keinen einheitlichen Kleidungsstil, allerdings hatten alle irgendetwas an, das mit der Sansibar(Logo etc.) zu tun hatte. Aber wirklich alles irgendwie verschieden. Inzwischen weiß ich, dass man fast alles auch kaufen kann, z.B. hier im Online Shop der Internet Seite der Sansibar, dort gibt es ohne Ende Merchandising und natürlich auch Wein.
Seit dem 1. September 2007 gibt es in der Fasanenstraße 31 in Berlin – Charlottenburg den SANSIBAR THE STORE BERLIN. Im Ableger der Sylter Sansibar kann man nun auch in Berlin die neusten Kollektionen mit den zwei Dolchen erwerben. Werbung
In jedem Fall hat man dort auch etwas zu schauen, spätestens als es richtig voll wurde, waren genug Klischee-Sylter anwesend. Große Goldapplikationen irgendwo am Körper, das Gesicht ordentlich von der Sonne gegerbt und Extrawünsche/Marotten was das Zeug hält. Ein schönes Beispiel war ein Pärchen, das unbedingt einen Tisch für 8 Personen brauchte, da ja gleich noch die anderen kommen. Trotzdem bestellten die beiden sofort Ihr Essen und auch nach einer Stunde kam niemand von den anderen 6 Personen, der Tisch war, trotz rappel vollem Restaurant aber schön geblockt. Selbst hier blieben die Angestellten aber locker und freundlich.
Die Sansibar wird seinem Ruf sicherlich gerecht, ich würde dort auch gerne einmal abends vorbei gehen, aber wahrscheinlich will ich die Preise dann lieber gar nicht wissen. Auf jeden Fall sollte man, wenn das Wetter nicht so schön ist und man sowieso mit dem Auto unterwegs ist, dort einmal vorbei fahren.
Wer mit Kindern auf Sylt ist – vor der Tür ist ein riesen Spielplatz auf dem man von der Terrasse einen guten Einblick hat.
Außerdem gab es ca. 10 Bobycars (alle von Mercedes und auch hier zu bewundern: Mercedes Flotte nun in der Sansibar) und während unseres Besuches machte sich eine Kellnerin mit einer Horde von 6-10 Kindern zum Strand auf. Für Beschäftigung ist also gesorgt.
Fotos haben wir leider keine gemacht, aber die Website der Sansibar vermittelt einen guten Eindruck. Auch auf der Website und dem angeschlossenen Online-Shop merkt man, dass der/die Besitzer der Sansibar einen sehr guten Geschäftssinn haben. Und das ist positiv gemeint.
Sansibar
Hörnumer Straße 80
25980 Rantum/Sylt
Tel: 04651 / 96 46 46
www.sansibar.de / www.sansibar-sylt.de


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am 31. August 2007 um 07:06 Uhr
Moin,
zwei Alternativen zur Sansibar in Rantum wären noch das Wonnemeyer in Wenningstedt sowie LA in List (Liser Austernperle). Auch beides (das Wonnemeyers gehobener) Strandbistros, allerdings mit weniger gegerbten Gesichtern. Desweiteren schreien sich die Besucher dort nicht so häufig gegenseitig an – ein lustiges Phänomen, welches man häufig am Strand vor der Sansibar beobachten kann…
Grüße vom Sylt Blog,
Nies