Berliner Fresse

Restauration Tucholsky – ungeplant, deutsch essen gehen

Essen in Berlin by soph am 14. Juni 2007

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Diese Woche sollte es eigentlich ins Alpenstück in der Gartenstraße 9 gehen, bevor alle da waren hatte ich schonmal einen Blick auf die ausliegende Karte geworfen und festgestellt, dass das ganze eventuell etwas über unserem Normalen Essensbudget angesiedelt ist. Die 3 Hauptgerichte fingen bei 14 € an und endeten bei 18€, nix für uns. Um die Ecke ist aber die Restauration Tucholsky in der wir schon einmal waren, also dorthin.

Vorher habe ich noch schnell im Alpenstück abgesagt, wir hatten wie immer reserviert, dieses mal wurde unsere Absage aber mit Verständnis akzeptiert und mit beruhigtem Gewissen ging es ins Tucholsky. Das letzte mal das uns ähnliches passiert ist, wurde OrgaQueen immerhin beinahe händisch aus dem Lokal entfernt ;)

Da das Wetter noch angenehm warm war, haben wir uns draussen hingesetzt. Das Tucholsky hat einen großen Aussenbereich mit großen Schirmen und vielen Tischen, 4-5 andere Tische waren besetzt im Lokal selber war eigentlich niemand. Da wir kleckerweise mehr wurden, bekamen wir am Anfang 2 Karten und später auch nicht mehr, der übliche “Kartensparwahnsinn”. Insgesamt schienen die beiden Kellnerinen einen harten Tag hinter sich zu haben, irgendwie kamen sie nicht in Schwung. Das Getränke bestellen brauchte seine Zeit und die Essensbestellung konnten wir aufgeben als die meisten von uns das erste Getränk schon halb leer hatten. Unschön. Sie waren aber immer nett und freundlich, nur oft zur falschen Zeit am falschen Ort.

Die Karte bietet gute Berliner Kost (z.B. Eisbein, Berliner Boulette mit Brot) , viele Schnitzelvariationen (z.B. den “DDR-Klassiker” Steak au four) und eine extra Spargelkarte. Ich entschied mich, wie eigentlich immer wenn es auf der Karte steht, für das Steak au four. Am Tisch wurden noch gegessen: Eisbein, Spargel, Kasslerrücken, Gulasch, Boulette mit Brot und eine Gemüsepfanne.

Meine Portion hätte ruhig einen Tick größer sein können aber ansonsten war es eines der besten Steak au four die ich seit langem gegessen hatte, auch die Pommes waren sehr gut – keine Öltriefenden Tiefkühl Pommes.Wie die anderen ihr essen empfanden, sollen sie am besten selber kommentieren, richtige Klagen habe ich aber keine gehört.

Die Getränke waren Berlin Mitte typisch am oberen Ende der Preisskala, die Hauptgerichte kosten zwischen 9 und 15 € (Steak au four 11,50€, Gemüsepfanne 8,50€) und damit relativ normal bepreist.

Im großen und ganzen kann man das Tucholskys empfehlen, das Essen schmeckt sehr gut und ist auf jeden Fall selbst gemacht. Das essen im Schusterjungen ist meiner Meinung nach noch einen Tick besser, dafür ist das Ambiente des Tucholskys besser.

Kurz und Knapp: Wir waren zufrieden – also eine klare Empfehlung von uns.

Restauration Tucholsky

Torstraße 189
10115 Berlin
Telefon +49 30 – 281 73 49
Telefax: +49 30 – 285 80 16
täglich ab 12.00 Uhr geöffnet
120 Gartenplätze

Email: kontakt@restauration-tucholsky.de

http://www.restauration-tucholsky.de

Boulette Auf Brot 5 €

Boulette Auf Brot

Märkische Gemüsepfanne 8,90 €

Märkische Gemüsepfanne

Rindergulasch mit Klößen und Rosenkohl 11,40 €

Rindergulasch mit Klößen und Rosenkohl

Kasslerrücken 9,90 €

Kasslerrücken

Berliner Pökeleisbein 9,90 €
Pökeleisbein

1/2 Pfund Spargel 9,60 €

spargel.jpg

Schweinesteak Ou Four 11,90 €

Steak Ou Four

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2 Kommentare zu 'Restauration Tucholsky – ungeplant, deutsch essen gehen'

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  1. OrgaQueen sagte,

    am 16. Juni 2007 um 16:19 Uhr

    Mir hat es im Tucholsky wieder ganz gut gefallen, obwohl ich den Gulasch und den Service ein Tick besser in Erinnerung hatte. Wir wurden von der Bedienung lange ignoriert und bekamen auch nur 2 Menükarten für 8 Leute. Den Rindergulasch empfand ich zu würzig und ich hatte eindeutig zu wenig Soße für meine Klöße. Die muss man richtig dittschen können. Fairerweise ist der Rindergulasch kein wirkliches Sommergericht und ich hab als Ausgleich die Berliner Weiße in rot für 2,90 Euro echt genossen. Ich würde wieder hingehen, auch gerne mit Besuch aus dem Ländle, wenn der mal deftig berlinerisch probieren möchte.

  2. immer-hungrig sagte,

    am 18. Juni 2007 um 22:37 Uhr

    Als Vorspeise wollte ich mir eigentlich eine Soljanka bestellen. Aber 4,20 Euro für “Soljanka mit Zitrone und Sauerrahm” waren mir einfach zu viel. Ich weiß, dass wir in Berlin im Bundesvergleich eher preiswert Essen gehen können – aber eben für diese preiswerten Verhältnisse war es mir zu teuer.

    Wie nicht anders zu erwarten, geht das Eisbein auf mein Konto. Es war von der Qualität schon nicht mehr ganz Durchschnitt, Tendenz nach unten. Es war nicht sehr groß, nicht sehr würzig und nicht sehr heiß. Das Kraut hat mir ganz gut geschmeckt – schön süß/sauer. Das Erbspürée war etwas fad und die Kartoffeln zu wenig und von schlechter Qualität.

    Der oben schon angesprochene Schusterjunge in der Danziger Strasse ist sicher die bessere Wahl, um Gästen der Stadt original Berliner Gastronomie – Ambiente eingeschlossen – vorzustellen.

    Ich weiß nicht, ob ich noch einmal hier einkehren werde. Der erste Besuch vor ca. einem Jahr hatte eigentlich einen besseren Eindruck bei mir hinterlassen.

    Preis und Leistung und Service
    4/10 und 4/10 und 6/10

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