Meena Kumari – indisches Allerlei
Indische Restaurants gibt es sehr viele in Berlin, gute, wie ich finde, eher selten. Da das Monsum an der
Danziger/Husemannstr leider nicht mehr geöffnet ist, haben wir uns dieses mal, nach einer Empfehlung aus der Zitty, für das Meena Kumari entschieden. Kurz und Knapp, ein indisches Restaurant mit kurzer Karte und nicht so richtig indischem Essen, ungewöhnlich.
Das Meena Kumari befindet sich in der Lychener Straße im Prenzlauer Berg. Parken ist wie üblich ein kleiner Krampf, aber das hat man davon wenn man umbedingt dort essen muss.
Das Restaurant ist sehr modern eingerichtet, kein vergleich mit anderen “Standard Indern”. Die Bedienung war freundlich, wenn auch etwas vergesslich. Eigentlich hatten wir 3 Naan Brote bestellt, es kam nur eins, auf Nachfrage dann ein Zweites und auf das 3. haben wir dann nicht mehr gewartet. Auf der Rechnung waren natürlich alle 3, aber das lies sich dann klären.
Die Karten war nur sehr klein, es gab nur 3 Seiten Gerichte, davon eine Seite mit Vorspeisen, für ein indisches Restaurant eher ungewöhnlich. Die Preise waren ok, zwischen 6,5 (Vegetarisch) -12,5€ (Fisch), die meisten Gerichte kosteten aber um 9€. Das Essen war für meinen Geschmack aber nur bedingt indisch. Das ganze erinnerte mich zu sehr an Thailändisch, es wurde viel Koriander und/oder Limonengras verwendet. Mein Essen war Chicken Vindalo, ausser das es angenehm scharf war und die Farbe extrem rot, hat es leider nach nicht sehr viel geschmeckt. Insgesamt bin ich aber Satt geworden, das Essen sah Frisch und Gut aus und niemand von uns hat sich wirklich beklagt.

Nach dem Essen wurden die Kellner dann wieder einmal schnell Müde und wir bekamen ihn nur noch selten zu Gesicht, um zu bezahlen mussten wir den Kellner holen gehen und beim Rechnen merkte man ihm die Anstrengungen des Tages an.
Insgesamt haben wir mit Sicherheit schon schlechter gegessen, falls mich aber wieder mal die Lust auf indisches Essen überkommt, werde ich lieber ein neues Restaurant probieren als noch einmal ins Meena Kumari zu gehen. Auch wird es für mich immer ein Rätsel bleiben, warum das Meena Kumari den ganzen Abend gut gefüllt war, dass Monsun das praktisch nur 300m Luftlinie entfernt an der Danziger Straße lag und wesentlich besseres indisches Essen gemacht hat, permanent unterfüllt und vermutlich deswegen vor kurzem durch einen Italiener ersetzt wurde.
Lobend kann man noch die sehr Gut gemachte Internetseite erwähnen.
Wer das Restaurant gerne mal selber testen möchte:
Meena Kumari
Lychener Str. 9
10437 Berlin – Prenzlauer Berg
Tel: 030 44052545
E-Mail: info@meenakumari.de





am 29. März 2007 um 17:24 Uhr
Das Lokal serviert südasiatischen Speisen seit 1999 und ist etwas teurer als sonst in dieser Gegend. Ob zu Recht, bin ich mir nicht sicher.
Die Vorspeisenplatte für zwei Personen kommt ist jedenfalls gut und vielfältig zubereitet. Das Gemüse ist alles fritiert und gewürzt, und auch ausrechend. Preis 6,50 Euro.
Als Hauptspeise hatte ich den Tamarindenfisch (Pangasius) für 11 Euro, der filetiert und gestückelt sowie süßlich gewürzt in einer Schale serviert wurde. Dazu gab es Basmatireis. Das Gericht war schön leicht.
Hinzuzufügen wäre, dass das Resto die Philosophie des Slow Foods unterstützt, d.h. alle Speisen werden frisch zubereitet und es kann einige Wartezeit geben, was aber nicht heißt, dass uns die Küche mit unserer Tafel von neun Personen warten ließ. Wir hatten ferner eine schöne ruhige Ecke im hinteren Bereich und konnten uns prima unterhalten – auch über die lange Tafel hinweg, was sonst fast nirgendwo möglich ist. Zudem haben die Inhaber ihr Einod sehr geschmackvoll und nicht überladen klischeehaft eingerichtet. Wenn man sich die Bilder auf deren Website ansieht, bekommt man einen ersten Eindruck.
Vorteilhaft ist auch zu erwähnen, dass es nicht wie bei anderen indischen Restaurants extrem nach Curry-Küche und Knoblauch riecht und man seine Jacke auch noch getrost am nächsten Tag anziehen kann.
Sehr köstlich und frisch: mein Persischer Apfeltee.
am 29. März 2007 um 17:46 Uhr
Ich hatte Pangasiusfilet gebacken für 12,50 € und vorne weg die Vorspeisenplatte für zwei Personen und 6,50 €. Die Platte hatte ich natürlich nicht allein, hätte sie aber allein geschafft. Der Preis ist für eine 2-Personen-Platte nicht zu viel, die Menge aber auch nicht. Trotzdem hat es mir geschmeckt.
Mein Fisch war auch sehr gut und weiter zu empfehlen. Da ich diesen zum ersten Mal gegessen habe, kann ich nicht beurteilen, ob er korrekt indisch zubereitet wurde. Die Vorspeisenplatte hat auf jeden Fall den Eindruck gemacht.
Insgesamt ein angenehmer Abend in freundlicher Atmosphäre.
Einzig negativ war der schwächelnde Service. Ich finde bei größeren Gruppen sollte vom Personal immer von selbst angeboten werden, die Rechnung zu splitten. Im gestrigen Fall wollte der Kellner einfach von Tisch gehen, nachdem er die Gesamtrechnung auf dem Tisch abgestellt hatte.
Preis und Leistung und Service
5/10 und 5/10 und 4/10
am 29. März 2007 um 18:11 Uhr
Ich hatte das Malay Kofta, das sind vegetarische Gemüsebällchen, die typischerweise in einer Curry-Gewürz-Sahne-Soße schwimmen.
Im Meena Kumari wurden die Bällchen frittiert und durch den Reis von der Soße getrennt, auf einem Teller angerichtet. Die Bällchen ansich hatten nicht viel Geschmack, außer dass sie einfach nur scharf waren…
Zusammen mit der Soße ergaben sie aber ein sehr interessante Geschmackskombination, die mir ganz gut geschmeckt hat. Ich hatte eigentlich erwartet, dass das Gericht laut Karte mit dem typisch indischen Käse serviert wird, den habe ich aber dann leider schmerzlich vermißt. Alles in allem war es aber lecker.
Als Getränk hatte ich Nana-Minze Tee, sehr frisch, lecker und uneingeschränkt empfehlenswert.