Metzer Eck – Berliner Eckkneipe seit 1913
Das Metzer Eck ist die älteste Kneipe des Prenzlauer Bergs. Sie ist wirklich sehr typisch und selbst Heinrich
Zille hat schon dort sein Bier getrunken. Eine Kopie seines Briefes an die Destille hängt an der Wand und die Geschichte des Bezirks und der Kneipe wird auf vielen alten Stichen, Kopien und Fotos in den Schankräumen dargestellt. Im eher kleinen Eingangsbereich saßen und standen locker zehn Männer zum Stammtischtreffen. Natürlich ist alles verqualmt und schön blau. Unser reservierter Tisch befand sich am anderen Ende des Lokals, wo es nicht ganz so verräuchert war.
Zur Einrichtung gehörten klassische dunkelbraune Holztische und -stühle, getäfelte Decken, ein Kachelofen, schmiedeeiserne Garderoben sowie Omas Gardinen am Fenster.

Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir im Metzer Eck ein schönes Eisbein essen könnten, das gibt es allerdings nur Freitag und Samstag. Schade! Auf der kleinen Speisekarte war dann die Auswahl nicht so prickelnd. Unsere Vegetarier mussten auf Bratkartoffeln mit ohne Speck und Spiegelei ausweichen.

Ich selbst bestellte Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln fr 7,50 Euro. Das war nicht die Offenbarung und schmeckte wie DDR-Schulspeisung. Richtig schlecht waren die Kartoffeln. Beim Kassler kann man nicht viel falsch machen und das Sauerkraut war ohne Pepp nur aufgewärmt. Im Großen und Ganzen sehr enttäuschend.

Vielleicht liegt es daran, dass sich das Restaurant u.a. auf Reisegruppen verschrieben hat und Gruppen bis 50 Personen gleichzeitig bedienen kann und somit eher auf Touristen ausgelegt ist und sich nicht auf wirkliches Berliner Publikum konzentriert. Das war zumindest mein Eindruck. Am Nachbartisch spielten Jungneuberliner Skat und ringsrum schien doch eher gesetztes, touristisches Publikum aus den anliegenden Hotels ihren Berlinbesuch abzurunden.

Positiv ist unsere Bedienung aufgefallen. Wir saßen nie auf dem Trockenen, haben trotz großer Runde immer das Richtige bekommen und sie wirkte keinesfalls aufdringlich. Super professionell hat sie am Ende des Abends und ohne extra Ansage alles getrennt nach Pärrchen und Singles gebont und jedem seine individuelle Rechnung gebracht. Großes Lob! Sowas gabs noch nie.
Achja, zum Nachtisch wählte ich 3 Kartoffelpuffer mit Apfelmus für 4,50 (!) Euro in der Annahme, dass diese nun wirklich hausgemacht wären – was sich leider nicht bestätigte ….
Fazit: Ich würde nicht noch mal hingehen. Wer selber testen möchte, findet hier die Kontaktdaten:
Metzer Eck
Metzer Straße 33
10405 Berlin (Prenzlauer Berg)



am 23. Februar 2007 um 11:18 Uhr
Ich hatte wieder einmal Leberkäse, dieses mal mit einem Spiegelei oben drauf. Wie auch schon beim letzten Leberkäse essen im Knill war der Leberkäse wieder in der Pfanne gebraten und/oder in Scheiben viel zu lange im Backofen. Das ganze schmeckte eher wie Jägerschnitzel. Die Bratkartoffeln waren dafür sehr gut und an einem Spiegelei kann man ja auch nicht viel falsch machen.
Ich habe schon schlechter gegessen, aber die Thüringer Stuben oder der Schusterjunge machen um welten besseres Essen.
am 04. April 2007 um 14:45 Uhr
Ich kenne das Metzer Eck seit über 20 Jahren und kann mich über diese Einträge nur wundern. Es handelt sich hier um eine typische Berliner Kiezkneipe. Glücklicherweise hat das Metzer Eck seine ursprüngliche Bedeutung behalten, nämlich als Treffpunkt für eine Molle und ein lockeres Gespräch nach Feierabend. Ortsfremde werden bei ihrem ersten Besuch sicherlich Probleme haben mit dem typischen Berliner Humor der hier vorherrscht. Das Speisenangebot ist auch typisch Berlinerisch von Schnitzel mit Ei und Bratkartoffeln, über Bulette bis zum Eisbein mit Erbspüree. Wer allerdings nur “Schick Essen” gehen möchte, mit eher langweiliger Konservation, ist hier allerdings völlig falsch aufgehoben.
Horst Falkner (40), der Wirt des Metzer Eck, war leider seit September 2006 schwer erkrankt und ist am 25.03.2007 verstorben.
Seine Frau Silvia führt das Metzer Eck weiter und das garantiert auch zukünftig Berliner Flair und Gemütlichkeit im Prenzlauer Berg.
am 04. April 2007 um 15:02 Uhr
Eventuell ist auch einfach falsch verstanden worden, wass wir sagen wollten. Wer den Schusterjungen Lychner Ecke Danziger kennt, wird wissen das es sicherlich nicht am Ambiente des Metzer Ecks gelegen hat, dass wir nicht so begeistert waren. Wir wollten genau das, wass roko beschreibt.
Nur das Essen war absolut nicht das, was wir erwarten haben. Und genau darauf bezieht sich unserer Kritik. Ich empfehle roko einfach mal im Schusterjungen vorbei zu gehen und dort etwas zu essen. Wenn er danach immer noch schreibt, dass ihm das essen im Metzler Eck besser gefällt, wäre ich überrascht.
Die Informationen zum Wirt sind natürlich sehr bedauerlich und da die Information hier so bekanntgebeben wurde auch mein/unser herzlichstes Beileid.
Wahrscheinlich ist das auch eine Erklärung warum das Essen leider nicht ganz unseren Erwartungen entsprach. In jedem Fall traff der Zeitpunkt unseres Besuches sicherlich nicht in die beste Zeiten für die Wirtin und die anderen Mitarbeiter des Metzer Eck.
Unsere Erwartungen an gute Berliner Küche wurden einfach nicht erfüllt. Und Ortsfremd ist eigentlich niemand unserer Schreiberlinge.
am 04. April 2007 um 15:04 Uhr
Hi roko, wir waren 6 waschechte Berliner, hier geboren, aufgewachsen und nie weg gewesen sowie 2 Neuberliner. Wir testen seit 5 Jahren Restaurants, sind jeden Mittwoch woanders und kennen mittlerweile den Unterschied zwischen gut, sehr gut und ausgezeichnet.
Das Metzer Eck war wirklich eine Enttäuschung. Eigentlich wollten wir Eisbein essen – das gibt es aber nur Freitag und Sonnabend – wir waren an einem Mittwoch da. Soviel dazu. Und: Leberkäse ist auf keinen Fall berlinerisch. maximal Jägerschnitzel, aber so hieß das ja nicht.
Geh mal bitte in die Restauration Tucholsky, den Schusterjungen oder ins Englers Unikat.
am 04. April 2007 um 15:26 Uhr
hallo roko, vielen Dank für deinen Beitrag hier und für die Hintergrundinformationen zum Metzer Eck. Pro und Contra braucht so ein Blog. Ich hoffe, er bringt ein paar Gäste ins Metzer Eck, die sich nun ihre eigene Meinung bilden wollen. Wenn wir Glück haben, schreiben sie diese dann noch hier rein.
Laß Dir dein Bier schmecken!
Prost!
am 10. Februar 2008 um 21:57 Uhr
Ihr geht in eine Kneipe um zu Essen und beschwert euch hinterher noch das es nicht das Essen gab was ihr haben wolltet. Grotesk!
am 11. Februar 2008 um 00:56 Uhr
1. Das Metzereck hat eine extrem große Fangemeinde, die sehr von Ihrem Lokal überzeugt ist.
2. Wenn eine Kneipe ein Konzept verfolgt, im Falle vom Metzereck wohl “Berliner Eckkneipe mit gutem deutschem Essen”, dann kann wohl zurecht bestimmte Spiesen erwarten. Wenn es dann diese nicht gibt, kann man das erwähnen.
3. Wir suchen Lokale vorher heraus, reservieren und gehen dort Essen. Da wir teilweise mehr als 6 Leute sind ist es keine gute Idee, sich dann vorort nochmal spontan umzuentscheiden.
4. Danke für den Kommentar.
am 25. Juli 2008 um 09:58 Uhr
An den Anonymen:
Was ist denn grotesk daran, wenn man enttäuscht darüber ist, dass es das Eisbein gerade dann nicht gibt, wenn man in die Kneipe geht?
@roko
Außerdem haben die Berliner Fressen das ja nicht wirklich angekreidet, sondern waren über das dann gewählte Essen enttäuscht. Warum, das haben sie ja genau beschrieben. Für die Wirtin wäre das eine Gelegenheit, ihre Küche auf die Kritik hin zu überprüfen. Am Humor und der Bedienung hats ja nun wirklich nicht gelegen, wenn ich den Artikel lese. Im Gegenteil: der Service wurde nun wirklich gelobt.
am 27. August 2008 um 18:34 Uhr
Wir waren grade mit unserer Bowlinggruppe im Metzter Eck. Ich bestellte zum leckeren tschechischen Bier ein sog. Bauernfrühstück. Die Bratkartoffeln waren total überwürzt mit so einem wohl aus DDR-Beständen übrig gebliebenen Fertiggewürz und deutlich zu lange in der Bratpfanne gewesen. Der als Nachtisch bestellte Apfelstrudel war ein sehr übersichtliches kleines Stück, also um seine “Linie” braucht man sich da keine Sorge zu machen.
Ich würde da nicht noch einmal speisen, aber zum “nur-Bier-trinken” ist es ok.
am 03. März 2009 um 14:46 Uhr
Bin nach langer Zeit zufälig nochmal auf diese Seite gestoßen und habe die Diskussionen mit einem leichten Schmunzeln gelesen.
Das gibt es dort tatsächlich nur in den Wintermonaten am Wochenende. Am besten mit Vorbestellung, nur mal so als Insidertipp. Eventuell lädt euch ja auch mal einer bei einer geschlossenen Gesellschaft zum Berliner Buffett ein, danach können wir gern nochmal über die Qualität diskutieren.
Hier nochmal ein kleiner Denkanstoß von mir. Da ich im Prenzlauer Berg aufgewachsen bin, kenne ich auch andere Kneipen und Restaurants im Bezirk, auch den Schusterjungen. Ich besuche das Metzer Eck in erster Linie um mit Freunden und Bekannten einen entspannten Abend zu genießen. Als Kiezkneipe kenne ich keine mit besserer Atmosphäre. Zum Essen mal einige kleine Tipps. Probiert doch mal folgende Angebote: Currywurst mit Kartoffelsalat (der ist hausgemacht) oder Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln. Zum Eisbein mit Erbspüree und Sauerkraut behaupte ich steiff und fest – eines der besten in Berlin