Berliner Fresse

Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof – Weihnachtsmenü

Essen in Berlin by immer-hungrig am 26. Dezember 2006

Am 2. Weihnachtsfeiertag ging es mit der Familie ins als Café und Restaurant beschrieben “Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof”. Wir hatten einen Tisch vorbestellt. Leider war die Reservierung nicht eingetragen worden. So etwas ist immer ärgerlich – besonders, wenn man mit Dritten verabredet ist. Das Restaurant war aber zu unserer Ankunftszeit nicht sehr voll besetz und so konnte uns doch noch ein Tisch angeboten werden. Dieser war leider noch nicht so vorbereitet, wie andere, eventuell bestellte Tische. Schade um diesen verpatzten Start, wo wir uns doch so auf das Restaurant, der nicht zuletzt durchs Fernsehen bekannten Sarah Wiener, gefreut haben.

Die Location selbst ist sehr groß und weitläufig. Ich würde sie als modern eingerichtet beschreibe. Die Größe und sparsame Einrichtung dürfte dann auch für die schlechte Akustik verantwortlich sein. Hier hätte man schon längst nachbessern sollen.

Speisen und Getränke: Wir hatten uns schon vorher auf das Weihnachtsmenü eingestellt und uns damit bei der Speisenfolge auf das Haus verlassen. Das Haus eröffnete das Menü mit einem fruchtig, frischen Aperitif.

Menü

Die Getrüffelte Fritattensuppe mit Steinpilznockerl hinterließ bei uns verschieden Eindrücke. Mir war sie zu fad. NACHTRAG: Bei Google findet man mehr Ergebnisse, wenn man die Suppe so schreibt: Frittatensuppe. Falls das also jemand nachkochen möchte:

1. Den Link zu Google nutzen oder auf die Schreibweise achten!
2. Salz in der Suppe nicht vergessen – hehe!

Suppe

Das Zanderfilet in Zimtbutter gebraten mit Birnenchutney konnte da schon mehr vorweisen ein durchaus gelungener Gang.
Fisch

Die Tranchen von der Gänsebrust mit Cointreaujus, Rübchengemüse und Kartoffelroulade haben sich sehr gut an den Auftakt des Restaurantbesuches angepasst und leider den Gesamteindruck nachaltig negativ beeinflußt. Die Gänsebrust war ungenießbar blutig und nicht zu schneiden.
Gänsebrust

Diese blutige Fleischmasse muss der Chefkoch sehen und darf nicht zulassen, das sie die Küche Richtung Gast verlässt. Man hätte um Nachbesserung bitten sollen, aber weitere Termine an diesem Tag ließen dies nicht zu.
Blut

Nur einer von 5 Tellern dieses Menügangs war leer, was die Bedienung stutzen ließ. Auf deren Nachfrage kam ein Entschuldigung und nach dem Dessert das freundliche Angebot kostenloser Kaffee- und Kakaogetränke. Später konnten wir beobachten, dass an einem Nachbartisch die gleiche Speise moniert wurde.

Das Duett vom Mousse au chocolat mit gebackener Dattelpraline war von unterschiedlicher Qualität. Das Mousse hat sehr gut geschmeckt. Die Dattelpralinen schmeckten wie Stroh.
Dessert

Alles in allem ein enttäuschender Besuch in einem schönen alten Berliner Bau.
Hamburger Bahnhof

sw_deko.jpg

Preis und Leistung und Service
3/10 und 4/10 und 4/10

Wer gern selber testen will, findet hier die Kontaktdaten:

Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof
Invalidenstrasse 50-51
10557 Berlin

Fon: 030 / 70 71 36 50
Fax: 030 / 70 71 36 55

http://www.sarahwieners.de/html/?show=sarah.wiener

Tags: , , , ,

schlechtbefriedigendgutsehr gutausgezeichnet (6 votes, average: 2,67 out of 5)
Loading ... Loading ...

6 Kommentare zu 'Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof – Weihnachtsmenü'

Die Kommentare per RSS abonnieren oder TrackBack senden.

  1. Schoko-SOKO sagte,

    am 07. Januar 2007 um 22:45 Uhr

    Wir waren hier nach einem Ausstellungsbesuch Kaffee trinken und Kuchen essen. Es war super verraucht und extrem laut (wie auf nem Bahnhof). Kuchen war nur mittelmässig, im Gegensatz zu den Preisen. Wir hatten mehr erwartet… :-(

  2. Berliner Fresse » KNILL - Restaurant Bar Frischemarkt sagte,

    am 08. Januar 2007 um 16:13 Uhr

    [...] Die Kraftbrühe war bei weitem besser, als die “Getrüffelte Fritattensuppe mit Steinpilznockerl” vom Weihnachtsmenü im “Café und Restaurant Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof” aber weit weg von der Tschechischen Vorsuppe – man war die gut. [...]

  3. Strangelis sagte,

    am 13. Januar 2007 um 21:29 Uhr

    Also der Hauptgang war zwar wirklich nicht gerade ein Hit aber die restlichen Gänge fand ich wirklich lecker, kann aber auch daran liegen das ich mich normaler Weise nicht in solchen noblen Gaststätten rum treibe und die Kombination Zander in Zimtbutter gebraten mit Birnenchutney echt gut und als außergewöhnlich empfanden habe.Außerdem haben Dattelpralinen keines falls nach Stroh geschmeckten!!!

  4. OrgaQueen sagte,

    am 14. Februar 2007 um 12:17 Uhr

    Unser Stadtmagazin Zitty sagt das zu Sarah Wiener:

    Mit Sarah Wieners Restaurant hat der Hamburger Bahnhof sein kulinarisches Pendant gefunden. Hier gelangt der ermattete Museumsbesucher direkt aus der Abteilung erlesene Kunst in die der feinen Küche. Rote Wände, stilvolles Licht, große Spiegel und direkt neben dem Eingang eine kleine Bibliothek mit angrenzender Sitzecke. Highlight von der Speisekarte: frischer Bio-Beinschinken aus Österreich mit einer Crême aus geriebenem Meerrettich und Demeter-Brot.

    Stand: Redaktionsschluss “Essen Trinken Tanzen in Berlin 2005/2006″

  5. Berliner Fresse » Cafe Lehmsofa in der Falkenberger Dorfkate bei Berlin sagte,

    am 08. April 2007 um 19:10 Uhr

    [...] Ich denke wir werden das Cafe nochmal besuchen und die warme Karte testen! PS: Und der Kuchen war Faktor 5 besser als bei Sarah Wiener! [...]

  6. kaffefreund sagte,

    am 12. Dezember 2010 um 01:37 Uhr

    Dass mir nach einem Museumsbesuch im Hamburger Bahnhof bei Sarah Wiener zu einem Kaffee und Kuchen Gedeck für drei Personen noch
    50 cent “Servicepauschale” fürs servieren eines zusätzlichen Glases Leitungswasser berechnet wurde, macht den Besuch dieser Gaststätte zu einem nicht zu wiederholenden Erlebnis.
    Klein und unerfreulich….

Einen eigenen Kommentar schreiben