Berliner Fresse

Englers Unikat – Rustikale Kost

Essen in Berlin by Sagdochauchmalwas am 30. November 2006

Der Eintritt ins “Unikat” läßt alte Erinnerungen wieder aufleben: Nach dem Standortwechsel des Ladens findet man bekanntes Ambiente wieder, das leicht überladen auf Stühlen, auf Sesseln, an Wänden und auf Schränken rumhängt. Durch das erhöhte Raumangebot bei der neuen Adresse wirken diese dichtetechnisch nicht mehr ganz so schmerzhaft im Auge. Persönliche Highlight war ein ausgestopfter Igel mit gefletschten Zähnen und Spazierstock, nichts ist passender für die vorherrschende Ausstattung zur See, so blöd, dass es schon wieder cool ist. Aber insgesamt fühlt man sich wohl, gedämpftes Licht und ältere Möbel schaffen ein Klima wie bei Oma zu Besuch, ein netter Kontrast zu vielen neuen Lokalitäten, die krampfhaft versuchen hip zu sein.

Unser Tisch war schon weihnachtlich mit Zimtsternen, Nüssen und Mandarinen dekoriert, dies erwartet man zwar noch nicht unbedingt vor dem ersten Advent, war aber nett und hilft ganz gut, sich so langsam für die
Weihnachtszeit einzustimmen. Zumal man sich darüber hermachen konnte, Zimtsterne frisch, Nüsse echt und essbar, sofern man die Kraft aufbringt, diese ohne Nussknacker zu öffnen. Dieser Fakt zeigt neben der räumlichen Ausstattung einen Hang zum Dekorieren, damit der Gast sich wohlfühlen kann. Nicht jeder macht sich dazu die Mühe.

Die Speisenkarte ist sehr umfangreich, neben der saisonalen Weihnachtskarte ist das Angebot bei Fisch und Fleisch reichhaltig. Eine extra Seite für typisch Berliner Jerichte ist auch enthalten. Das Essen ist nicht einfach auf den Teller geklatscht worden und zeigte ebenfalls den Versuch einer Komponentendekoration. Versuch deshalb, weil man natürlich bei Preisen von 7 – 12 € für die Hauptgerichte keine Wunder
erwarten kann.

Genausowenig beim Geschmack, aber der gemeinsame Tenor an diesem Abend: es war lecker, sehr ordentlich. Das Fleisch war keine Schuhsohle, aber kein Filet (siehe Preis), und über den Fisch haben die
Nachbarplätze auch nichts Negatives fallen gelassen.

Der Service im “Unikat” war gut, freundliche Kellner, die schnell die Bestellungen erledigen, und sogar beizeiten mal nachfragen, ob man noch etwas möchte (ist ja heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr). Einzige wirkliche Kritikpunkte: Erbetene Gewürzstreuer (die fehlten auf dem Tisch) wurden nicht gebracht, und die Rechnung ist für Gruppen, die getrennt bezahlen wollen, nur umständlich nachzuvollziehen.

Fazit: Im “Unikat” kann man durchaus einen preiswerten und lohnenden Abend
verbringen.

Englers Unikat
Samariterstr. 17
10247 Berlin

Telefon 030/42 08 13 39
email: kontakt@englers-unikat.de
Web http://www.englers-unikat.de

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10 Kommentare zu 'Englers Unikat – Rustikale Kost'

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  1. soph sagte,

    am 30. November 2006 um 14:28 Uhr

    Ja, das Unikat war wie immer sehr lecker. Zumindestens einige von uns hatten, wie immer, arge Probleme mit der großen Anzahl an potentiellen Gerichten klar zu kommen und mussten sich dann bei der Auswahl ihres Essen durch ein Machtwort helfen lassen.

    Neu im Unikat ist auch, dass man jeden Dienstag “Gans-Satt” essen kann. Das ganze kostet 12€ und klingt sehr interessant.

    Alles in allem ein sehr leckerer Abend. Vor allem wenn man für sein Geld auch soviel Essen bekommt, dass man locker Satt wird.
    Achja, der Fisch war wirklich gut. Auch wenn in einer Fischpfannen natürlich nicht die besten Stücke des Fisches verwendet wurden.

  2. immer-hungrig sagte,

    am 01. Dezember 2006 um 13:56 Uhr

    Ich kann nur sagen im Englers-Unikat geht man auf Nummer Sicher. Ich war dort schon mehr als 10 mal und nie enttäuscht.Der Service ist sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen sehr gut und die Preise auch.

    Mein Rating zu

    Preis und Leistung
    9/10 / 9/10

    Meine Lieblingesgerichte sind die Fischsuppe als Vorspeisenvariante und die Süß/Sauren Eier – TOP!

    Lecker!

  3. OrgaQueen sagte,

    am 04. Dezember 2006 um 13:28 Uhr

    Ich fand es wie immer äußerst lecker und es ist mit Abstand das beste Restaurant. Alles ist selbst gemacht, sogar das Schmalz oder der Quarkaufstrich des Appetizers. Unbedingt zu empfehlen. Reservieren sollte man vorher auch.

  4. OrgaQueen sagte,

    am 30. April 2007 um 21:29 Uhr

    Wir waren diesmal an einem Montag im Unikat und wollten eigentlich die süß-sauren Eier essen. Doch montags gibt es neuerdings oder auch schon länger das SCHNITZELBUFFET für 10 Euro. Also schwenkten wir kurzerhand um und warteteten auf die Eröffnung des Buffets. Zur Beachtung: Ab 17 Uhr wird aufgebaut und um 18 Uhr wird das Buffet eröffnet. Das steht nirgends dran, aber vorher Loslegen fällt auf, wird aber nicht gerügt.

    Zum Buffet gehörten u.a:

    - immer wöchentlich wechselnde Süppchen (heute Spargel)
    - live und auf der Kochmaschine gebratene Schweineschnitzel
    - Fisch und Fleisch (heute Zander, Leber, Kassler, Boulette, Sülze)
    - Gemüse (Pilze, Blumen- u. Rosenkohl, Zwiebeln, Letscho, Erbsen, Möhren, Bohnen)
    - Kartoffelvariationen (heute Bratkartoffeln und Kartoffelbreirosetten)
    - Salatbar (heute u.a. Tomate/Mozarella, Gurke/Dill, Bohnen, Quark)

    Das ganze natürlich hausgemacht und natürlich ALL YOU CAN EAT für 10 Euro. Wer möchte, kriegt auch ein Spiegelei dazu.

    Ich habe mich fast überall durchprobiert. Einen Auswahlteller seht ihr hier:

    Buffetteller

    Außerdem hab ich noch nen bisschen Ambiente wie den Schwimmring an der Wand hinter uns oder die Tischdeko fotografiert. Auf jedem Tisch liegen ferner Bücher zum Lesen und aus der Box tönte heute Alt-Berliner Musike (Wer schmeisst denn da mit Lehm? Der sollte sich was schäm! … ).

    Rettungsring

    Deko

    Das Buffet ist freilich nichts für Vegetarier, es sei denn, man möchte die Salatvariationen durchtesten und zum Nachtisch Melone essen. So kam es, dass Veggie sich “Der alte Mann und das Meer” bestellte. Foto ist hier: Was genau drin und drauf ist, weiss ich nicht genau. Auf jeden Fall viel Knoblauch.

    Meer

    Das Schnitzelbuffet ist eine super Idee genauso wie die frische Erdbeerbowle, die es heute gab. Geschmeckt hat es sowieso, teilweise etwas zu deftig, wir kommen auf jeden Fall wieder.

  5. OrgaQueen sagte,

    am 06. Oktober 2007 um 18:22 Uhr

    Berliner Rote Grütze mit Vanillesoße vom 4.10.2207 für 4,00 €. Schmeckte normal, nicht herausragend, ich vermute nicht selbst gemacht, dafür aber als sehr große Portion.

    Rote Grütze

  6. OrgaQueen sagte,

    am 12. Oktober 2007 um 22:18 Uhr

    Bei unserem letzten Besuch neulich probierte ich mal “Jockel’s Meisterstück, richtig jute Rindsroulade in brauner Soße zu Appelrotkohl und Klößen” für 12,30 €. Ergebnis: Es schmeckte noch viel besser als es die Beschreibung im Vorfeld schon erahnen ließ.

    Um mich rum aß man zufrieden

    die legendäre scharfe Fischsuppe für 4,50 €

    Süß-Saure Eier-inne Soße jeplumst zu Stampfkartoffeln für 7 €

    wieder mal “Der alte Mann und das Meer –
    frische Gartensalate zu einem Duett von gebratenen Steinbeißer- und Wildlachspralinen an Frenchdressing” für 9 €

    und aus der Angebotskarte ein Fleischduett mit Spanferkel für 14 €

  7. OrgaQueen sagte,

    am 24. November 2007 um 22:41 Uhr

    Heute wieder die süß-sauren Eier mit Stampfkartoffeln genossen. Die Qualität ist unverändert ausgezeichnet exorbitant gut.

  8. fhainer sagte,

    am 11. Juni 2008 um 13:04 Uhr

    Nachdem ich mich durch die hier befindlichen euphorischen Lobgesänge zu einem Besuch habe animieren lassen, muss ich leider konstatieren, dass ich diese nicht gänzlich nachvollziehen kann.
    Ja gut: es ist was solides, wie man es seltener in der Stadt, aber dafür häufiger auch in einem ordentlichen Landgasthof bekommt. Aber “exorbitant gut”? Mit Abstand das beste Restaurant? Das erscheint mir dann doch ein wenig (zu) hoch gegriffen. Dafür fehlte es dann doch an Pfiff, der kleinen Überraschung und Raffinesse.
    Wer`s mal anders erleben will, dem empfehle ich das “Gabriels” Wühlisch/ Ecke Gabriel Max. Preislich nicht höher liegend, aber frischer, ausgefallener ohne zu übertreiben und (zugegeben) weniger wie bei Muttern.

  9. Berliner Fresse » Restaurant Gabriel - stressig undeutsch sagte,

    am 08. August 2008 um 13:27 Uhr

    [...] Diese Woche ging es ins Restaurant Gabriel am südlichen Rand des sich ständig vergrößernden Simon Dach Kneipen/Resto-Molochs. Das Restaurant wurde uns von einem unserer Leser empfohlen, in einem Kommentar zum Englers Unikat.  [...]

  10. OrgaQueen sagte,

    am 15. September 2008 um 21:31 Uhr

    Wir waren mal wieder im Englers Unikat. Nach sehr, sehr langer Zeit. Und haben beide unsere Leibgerichte bestellt, die wieder 1A-Spitzenklasse-Superb geschmeckt haben. Leber und Süß-Saure Eier. Mit dem Rauchverbot ist es jetzt noch viel angenehmer und man kann länger in Ruhe genießen. Vorher hatte ich zeitweise schon das Gefühl, dass in den verwinkelten Räumen zuviel geraucht wurde und es besonders im Winter unerträglich wurde. Das ist jetzt vorbei und alles ist schick.

    Leider traf uns ein kleiner Schock als wir in der Speisekarte blätterten: die Preise wurden kräftig erhöht. Ich weiss nicht, womit es zusammenhängt und kann nur spekulieren. Entweder kommen die Stammtrinker/-raucher nicht mehr, so dass der fehlende Umsatz über das Essen kompensiert werden muss. Oder die haben so viel Zulauf, dass ihr Konzept auch so funktioniert und es anscheinend genügend zahlungskräftige Klientel gibt?

    Jedenfalls gehen wir jetzt nicht mehr einfach auf einen Sprung vorbei, um eine Kleinigkeit zu essen. Das haben wir bisher gemacht. Wir sind immer mal wieder spontan zum Abendessen hingefahren. Schade! Ist schon ein Unterschied, ob ich die Eier für 7 Euro oder 9 Euro bestelle. Wohlgemerkt. Es sind Eier mit Kartoffeln. Extrem lecker, aber trotzdem.

    Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung, aktuelle Fotos sind oben in der Galerie:

    Süß-Saure Eier mit Stampfkartoffeln von 7 € auf 9 €
    Fischsuppe von 4,50 € auf 5 €
    Der alte Mann und das Meer von 9 € auf 10 €
    Rindsroulade von 12,30 € auf 13,30 €
    Schnitzelbuffet von 10 € auf 12 €
    Hauptspeisen liegen jetzt generell zwischen 12 € und 17 €

    Das Englers ist jetzt ein Restaurant auf gehobenem Preisniveau.

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